Neue Hiobsbotschaften aus der Gesundheit Nord

von | 23. Okt 2019 | Deputation Gesundheit, Politik | 0 Kommentare

Es ist noch keine sieben Wochen her, da kam die erste Hiobsbotschaft aus der Gesundheit Nord (GeNo). Der Klinikverbund musste sein Ergebnisprognose nach unten korrigieren. Statt den geplanten 5 Millionen Euro verlust müsse man mit 17,7 Millionen Verlust für 2019 rechnen. Es folgte eine Sondersitzung der Deputation für Gesundheit und Verbraucherschutz, auf der die Geschäftsleitung erklären sollte woran der höhere Verlust liegt. Anfang Oktober die zweite Deputationssitzung auf der die Geschäftsleitung Stellung bezogen und erste Ansätze zur Verbesserung des Jahresergebnisses gegeben hat.

Klinikverbund: Fast 30 Millionen Euro Verlust

Keine vier Wochen später kommt die nächste Hiobsbotschaft aus dem Klinikverbund: Die Prognose muss erneut korrigiert werden! Die GeNo wird im Jahr 2019 voraussichtlich 27,8 Millionen Euro Verlust machen. Und wieder hören wir die selben Erklärungen, wie schon vor drei oder sieben Wochen. Bundesweite Trends und Fachkräftemangel führen zu den erhöhten Verlusten. Was verwundert: Die bundesweiten Rahmenbedingungen treffen alle Kliniken gleichermaßen und doch schaffen es Kliniken nahezu ausgeglichene Ergebnisse vorzulegen. Die einfache Formel der Geschäftsleitung: Schuld haben andere. Und auch aus den freigemeinnützigen Kliniken in Bremen hört man keine solchen Hiobsbotschaften.

Wir müssen über Führung reden

Wiedermal wurde die Situation durch die Geschäftsleitung und die Geschäftsführerin Frau Dernedde zu positiv eingeschätzt. Dies zieht sich wie ein roter Faden durch. Eigentlich dürfte es mittlerweile kein Erkenntnisproblem mehr geben. Es hapert an der Konsequenten Umsetzung von Maßnahmen, die die GeNo zukunftsfähig aufstellen. Die Sanierung der GeNo Kliniken muss endlich Chefsache werden. Das ist unsere deutliche Forderungen an die Gesundheitssenatorin Frau Bernhard.

Es stellt sich doch die Frage, ob die derzeitige Geschäftsführung, die in der Vergangenheit regelmäßig die Situation falsch eingeschätzt hat und Maßnahmen viel zu spät ergriffen hat, noch die Richtige ist. Kann diese Geschäftsführung wirklich für eine Trendwende sorgen? Ich befürchte nicht. Schön ist, dass Senatorin Bernhard gegenüber Buten un Binnen auch das Thema Führung angesprochen hat. Leider ist sie dabei sehr vage geblieben und redete nur von „Führungsstrukturen insgesamt“. Frau Dernedde möchte weitermachen. Aber ob das der GeNo zuträglich ist?

Die GeNo muss neu aufgestellt werden

Seit 2012 steckt der Klinikverbund Gesundheit Nord in einer veritablen Krise. Regelmäßig muss die Stadt Geld nachschießen. Geld, das an anderer Stelle fehlt. Die rot-grüne Koalition hat das Problem immer weiter verschärft, indem sie diese Gelder bereitgestellt hat und nicht auf eine echte Sanierung gedrängt hat. Die freien Kliniken können von diesen Zuschüssen nur träumen, sie werden seit Jahren durch die viel zu niedrigen Krankenhausinvestition gebeutelt.

Es wird immer deutlicher, dass die Gesundheit Nord ein echtes Sanierungskonzept benötigt. Das sind wir den Patienten, aber vor allem auch den vielen engagierten Mitarbeitern schuldig. Frau Dernedde wird sich hier nicht weiter auf äußere Einflüsse berufen können. In der nächsten Woche haben wir wieder eine Sitzung der Deputation. Da wird sich zeigen, ob die Geschäftsleitung und die Senatorin ihre Hausaufgaben gemacht haben. Es wird dringend Zeit für ein Sanierungskonzept für die Gesundheit Nord.

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