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16. Februar 2021

Hundeauslauf Oberneuland und Querungshilfen Achterdiek

Der erste Verkehrsausschuss in diesem Jahr hat heute stattgefunden. Die Themen waren wieder mal vielfältig: Hundeauslauf in Oberneuland, Querungshilfen, Verkehrszählungen und Berichte aus dem Ortsamt.

Hundeauslauf Oberneuland: Es ist kompliziert

Hundeauslauf Oberneuland

Oberneuland als durchaus ländlich geprägter Stadtteil ist beliebt bei Hundehaltern. Und das führt immer wieder auch zu Problemen. Leider.

Grade mit freilaufenden Hunden gibt es Schwierigkeiten. Wir erinnern uns an die Nachrichten über den wildernden Hunde, der Rehe gerissen hat. Das ist einer der Gründe, warum ich als Sprecher des Verkehrsausschusses das Thema auf die Tagesordnung gesetzt habe.

Ortsamtsleiter Matthias Kook hat erst einmal darauf hingewiesen, dass in vielen Bereichen Oberneulands die Leinenpflicht gilt. Nicht nur während der Brut- und Setzzeit. In Natur- und Landschaftsschutzgebieten gilt diese Pflicht ganzjährig. Die meisten Parks in Oberneuland gehören genau in diese Kategorie. Er appellierte an die Hundehalter, dies auch einzuhalten.

Daraus ergibt sich aber ein Problem: Hundehalter wollen ihrem Hund gerecht werden und für das Tierwohl ist auch ein Auslauf ohne Leine wichtig. An vielen Stellen in Oberneuland lassen Hundehalter ihre Vierbeiner frei laufen: Am Deich, Höpkens Ruh oder auf dem Feld neben dem Achterdiekpark.

Eine Lösung könnte eine Hundeauslauffläche sein. Das Problem: Seit Oktober möchte die Senatorin für Klimaschutz, Umwelt, Mobilität und Stadtentwicklung (SKUMS) das Ortsgesetzes über die öffentliche Ordnung in Bezug auf Hundeauslaufflächen ändern. Eigentlich sollte dies in dieser Woche in der Stadtbürgerschaft diskutiert werden. Der Entwurf wurde jedoch zurückgezogen.

Für uns in Oberneuland bringt das den Prozess quasi zum erliegen. Solange nicht klar ist, wie die gesetzliche Regelung aussieht, können wir keine Flächen für eine Freilauffläche suchen und SKUMS vorschlagen. Ein weiteres Problem ist, dass im Haushalt von Senatorin Schäfer keine Gelder bereitgestellt wurden, um überhaupt Auslaufflächen einrichten zu können. Es gibt lediglich die Aussage, dass man Hundeausläufe wichtig findet. Solange aber keine Gelder bereit stehen, bleibt das ein Lippenbekenntnis.

Die Diskussion im Verkehrsausschuss des Beirats Oberneuland hat aber eines deutlich gemacht: Alle Parteien wollen eine Lösung finden. Das ist schon mal ein gutes Signal. Wir bleiben am Ball.

Verkehrszählung in Oberneuland

Schon 2019 haben wir eine Verkehrszählung für Oberneuland eingefordert. Für mich und den Ausschuss ist das die Basis für sinnvolle Entscheidungen. Nur wenn man weiß, wie die Verkehrsströme sind, kann man fundierte Entscheidungen treffen. Man kennt zwar au der Erfahrung einige neuralgische Punkte, aber vielleicht übersieht man auch den ein oder anderen Punkt.

Jetzt haben wir erfahren, dass bereits im Oktober 2020 eine Verkehrszählung im Bereich der Rockwinkler Heerstraße am Tunnel stattgefunden hat. Doch bislang wurden wir darüber weder informiert, noch wurden die Zahlen ausgewertet. Der Mitarbeiter ist seit dem 01.01.2021 auch vorerst nicht mehr für SKUMS tätig. Bislang gibt es wohl niemanden, der mit dem Thema befasst ist. Und das ist auch der Grund, warum SKUMS uns nicht im Ausschuss Rede und Antwort gestanden hat.

Die chronische Unterbesetzung dieses Ressorts ist uns nicht das erste mal sauer aufgestoßen.

Querungshilfe Achterdiek

In 2019 haben wir ein leidiges Thema aufgegriffen. Im Büropark wurde gebaut, viele junge Familien sind dort hingezogen. Leider hat SKUMS verpasst, die Verkehrssituation anzupassen. Ursprünglich sollten im Büropark eben Büros entstehen. Mittlerweile ist hier aber Wohnbebauung vorrangig entstanden. Das führt zum Problem, dass die Straßen eben nicht auf die Situation ausgerichtet sind. Es fehlen Querungshilfen, insbesondere für Schulkinder die zur Paul-Singer-Straße gehen müssen.

Aus diesem Grund haben wir als Beirat in 2019 die Einrichtung eines Fußgängerüberwegs (FGÜ oder besser: Zebrastreifen) im Achterdiek in Höhe Lisa-Kessler-Straße gefordert. Eine notwendige Verkehrszählung hat leider ergeben, dass die rechtlichen Voraussetzungen dafür nicht gegeben sind. Deshalb haben wir heute beschlossen, dass als Alternative eine Fahrbahnverengung im Achterdiek eingerichtet werden soll.

Diese hat den Vorteil, dass sie zum einen den Verkehr abbremst und zum anderen den Web über die Straße verkürzt. Die Maßnahme soll aus dem Stadtteilbudget bezahlt werden, damit wollen wir den Prozess beschleunigen.

Bericht aus dem Ortsamt

Matthias Kook hat uns mitgeteilt, dass es in Oberneuland immer wieder zu Beschädigungen an Ampeln kommt. Diese werden mutwillig gemacht. Von wem? Unbekannt. Die Kosten zur Instandsetzung der Ampelanlagen sind immens. Das Ortsamt ruft daher alle Bürgerinnen und Bürger auf, sich bei der Polizei zu melden, wenn sie verdächtige Situationen mitbekommen.

Gleiches gilt für Situationen im Bahnverkehrs. In letzter Zeit kam es zu zwei Situationen wo Steine und Betonplatten auf die Schienen gelegt wurden. Das ist ein schwerer Eingriff in den Bahnverkehr und eine Straftat. Es kann zu schwerwiegenden Zugunfällen führen. Auch hier gilt: Wer etwas beobachtet, soll bitte die Polizei unter 110 informieren!

Schutz von Rehkitzen

Beim Thema Rehkitzsuche sind wir weiterhin mit dem Landwirtschaftsverband und dem Verein Rehkitzsuche Fischerhude in Kontakt. Unser Ziel bleibt weiterhin, die Rehkitzsuche in Oberneuland zu unterstützen und zu stärken.

Der Podcast zum Thema

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Simon Zeimke ist Mitglied der CDU Bremen und Mitglied im Beirat Oberneuland. Von der CDU Fraktion der Bremischen Bürgerschaft ist er als Mitglied in die Deputation für Gesundheit und Verbraucherschutz entsandt worden.
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