Bremens Verwaltung fährt ihre Akten noch im Umzugskarton durch die Stadt – und soll gleichzeitig die nächste Stufe der Digitalisierung meistern. Das passt nicht zusammen.
In meiner Rede in der Bremischen Bürgerschaft geht es um den CDU-Antrag für eine zentrale Verantwortung, Finanzierung und Steuerung der Verwaltungsdigitalisierung (Drs. 21/1301).
Mein Kernpunkt: Bremen hat kein Erkenntnisproblem. Strategiepapiere gibt es seit Jahren. Was fehlt, ist die Umsetzung. Und solange jeder ein bisschen zuständig ist, ist am Ende niemand verantwortlich.
Digitalisierung ist keine IT-Frage – sie ist eine Organisationsfrage.
Während der Bund mit einem eigenen Ministerium für Digitales und Staatsmodernisierung Tempo macht, bleibt in Bremen seit Jahren liegen, was längst entschieden sein müsste. Der Unterschied heißt nicht Geld – der Unterschied heißt Struktur.
Unser Vorschlag: Verantwortung bündeln in einem Ressort für Finanzen, Digitales und Verwaltungsmodernisierung – mit Budgethoheit, Weisungsrechten und Umsetzungskraft. Denn aus einer Hand entstehen Standards, aus vielen Händen entstehen Insellösungen.
Kapitel:
00:00 Worum es geht: die nächsten fünf Jahre
00:59 Agentische KI – was möglich wäre
02:06 Die Realität: Akten im Umzugskarton
02:59 Warum es ohne Standards nicht funktioniert
03:54 Der Bund zeigt, wie es geht
04:49 Unser Vorschlag: Verantwortung bündeln
05:38 Ein Staat darf nicht langsamer sein als das Smartphone
📘 Unser Antrag in der Bürgerschaft: https://www.simon-zeimke.de/initiativen/zentrale-verantwortlichkeit-fur-digitalisierung/
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