Jugendschutz im digitalen Raum
22 Fragen an den Senat zu psychischer Gesundheit, Social-Media-Nutzung und Schutzmaßnahmen für Kinder und Jugendliche in Bremen.
Download62 Prozent der Jugendlichen in Deutschland haben bereits Erfahrungen mit Cybermobbing gemacht. Heranwachsende sind täglich fast vier Stunden online. Bremer Schulen und Jugendeinrichtungen spüren die Folgen — aber was tut der Senat? Ich habe nachgefragt.
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Soziale Medien sind für Jugendliche Alltag — und zunehmend ein Risikofaktor. Schlafstörungen, Angst- und Depressionssymptome, Cybermobbing, Vergleichsdruck: Die Forschungslage ist eindeutig. Die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina hat 2023 klare Maßnahmen gefordert — von frühzeitiger Stärkung der Selbstregulationskompetenz bis zu verbindlicher Medienbildung in Schulen.
Was davon setzt Bremen um? Das ist die Kernfrage dieser Kleinen Anfrage.
In 22 Fragen an den Senat fragen wir nach dem Stand der psychischen Gesundheit Bremer Jugendlicher, nach Smartphone-Regelungen an Schulen, nach Fortbildungsangeboten für Lehrkräfte, nach Beratungsstellen für Medienabhängige — und danach, ob der Senat die bestehenden Schutzregeln für ausreichend hält oder nicht.
Denn Verbote allein schützen nicht. Was junge Menschen brauchen, ist Resilienz: die Fähigkeit, digitale Medien bewusst und selbstbestimmt zu nutzen. Das setzt voraus, dass Schulen, Beratungsstellen und Politik wissen, wo sie stehen. Diese Anfrage schafft die Grundlage dafür.