Frauengesundheitsbericht für Bremen
Forderung an den Senat, einen Sonderbericht zur gesundheitlichen Lage der Mädchen und Frauen im Land Bremen vorzulegen.
DownloadFrauen haben andere Symptome als Männer — bei Herzinfarkten, bei Autoimmunerkrankungen, bei Alzheimer. Trotzdem ist der männliche Patient noch immer die Norm in der Medizin. Bremen hat dazu keine eigene Datenbasis. Das muss sich ändern.
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Frauen leben im Durchschnitt fünf Jahre länger als Männer — aber nicht unbedingt gesünder. Denn bei Herzinfarkten werden weibliche Symptome wie Übelkeit und Kieferschmerzen häufig nicht erkannt. Frauen werden statistisch zwei Stunden später eingeliefert als Männer — und sterben trotzdem häufiger daran. Osteoporose, Autoimmunerkrankungen, Endometriose, Alzheimer: Frauen sind überproportional betroffen, und die Forschungslage hinkt hinterher.
Bremen hat rund 350.000 Mädchen und Frauen. Einen eigenen Frauengesundheitsbericht gibt es nicht. Der Bund hat 2020 einen umfassenden Bericht des Robert Koch-Instituts vorgelegt — Bremen zieht nicht nach.
Der CDU-Antrag fordert den Senat auf, noch in dieser Legislaturperiode einen Sonderbericht zur gesundheitlichen Lage der Mädchen und Frauen im Land Bremen vorzulegen. Als Grundlage für ein eigenständiges Berichtswesen, das alle drei Jahre aktualisiert wird — mit Kapiteln zu Mädchengesundheit, Frauengesundheit im Erwerbsleben, Gesundheit älterer Frauen, Frauen mit Migrationshintergrund, reproduktiver Gesundheit und den gesundheitlichen Folgen von Gewalt gegen Frauen.
Daten schaffen Grundlagen. Grundlagen schaffen Politik. Politik schafft Versorgung.