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Covid-19-Impfstoff
Ein Lichtblick in der Pandemiebekämpfung

Die Corona-Pandemie hat Europa und Deutschland weiter fest im Griff. Ein erster Hoffnungsschimmer kam kurz vor Weihnachten mit der Zulassung des ersten Impfstoffs in der EU. Mit dem mRNA-Impfstoff von Biontech/Pfizer gibt es einen ersten wirkungsvollen Schutz vor Covid-19 Erkrankungen. Ob auch die Ansteckungsgefahr damit eingedämmt wird, ist noch unklar. 
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Schon kurz nach Weihnachten wurden die ersten Menschen mit dem Vakzin geimpft. In den USA wurde der Impfstoff von Biontech bereits Mitte Dezember zugelassen. Über 600.000 Menschen haben den Impfstoff dort bereits bekommen. Größere Probleme sind nicht bekannt. Mittlerweile wurde auch der Impfstoff von Moderna in der EU zugelassen.

Impfstoffentwicklung im Eiltempo

Bereits im Janaur 2020 haben die ersten Universitäten in Asien und den USA mit der Erforschung eines Impfstoffs begonnen. Ab März kamen weitere Projekte hinzu. Die WHO gibt an, dass weltweit über 200 Impfstoffentwicklungen gegen das Corona-Virus angelaufen sind. 52 Impfstoffkandidaten befinden sich in klinischen Studien (Phase 1 - 3). Ungefähr 162 Vakzine befinden sich in präklinischen Studien. Unter den Instituten und Unternehmen, die einen Impfstoff erforschen, befinden sich auch deutsche Firmen wie BioNTech, CureVac und das Deutsche Zentrum für Infektionsforschung gemeinsam mit der Firma IDT Biologika.

Wie konnte so schnell ein Impfstoff entwickelt werden?

Impfstoffe müssen auf Sicherheit und Wirksamkeit geprüft sein. Das gilt natürlich auch beim Corona-Impfstoff. Auch dieser hat alle drei Phasen der klinische Studien durchlaufen. In der ersten Phase wird an wenigen Menschen die Verträglichkeit getestet. In der zweiten Phase wird an ca 500 Personen die Immunantwort geprüft, um die Dosis zu finden. Schließlich folgt Phase drei mit mehr als 10.000 Probanden. Dies ist die wichtigste Phase für die Zulassung. Ein Teil der Probanden bekommt ein Placebo - einen Scheinimpfstoff, ein anderer Teil den echten Impfstoff. Kernfrage ist: Wie viele Menschen in der Placebo-Gruppe und wie viele in der Impf-Gruppe sind an Covid-19 erkrankt? Natürlich wird ebenso geguckt, welche Nebenwirkungen beobachtet werden. Vor einer Zulassung werden mögliche Risiken gegen den möglichen Nutzen des Impfstoffs abgewogen.

Vier Gründe für schnelle Impfstoffentwicklung

Das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) nennt vier Punkte, warum die Entwicklung des Impfstoffs so schnell ging.
Zeitgewinn durch Wissenschaftliche Beratung
Bereits in einer frühen Phase der Impfstoff-Entwicklung und - Zulassung haben die Herstellerfirmen fortlaufende wissenschaftlich-regulatorische Beratung durch Arzneimittelbehörden erhalten. Dadurch konnten sie u.a. auf inhaltlichen Anforderungen des Zulassungsantrags vorbereitet werden. Daher gestaltet sich der Prozess reibungsloser und vermeidet Verzögerungen.
Zeitgewinn durch Rolling Review
Das neue Rolling-Review-Verfahren hat es möglich gemacht, dass bereits erste Daten "zur Vorab-Bewertung für die Zulassung" abgegeben werden konnten, obwohl die klinische Phase-3-Prüfung noch nicht abgeschlossen war. Der Vorteil daran: Teile des Antragsdossiers können bereits vor der eigentlichen Antragsstellung geprüft, verbessert und bewertet werden. Das verkürzt am Ende die Zeit der Bearbeitung des gesamten Zulassungsantrags, die Bewertung des Impfstoffkandidaten kann früher vorgenommen werden.
Zeitgewinn durch Kombination von klinischen Prüfungsphasen
In der Regel finden die Studienphasen 1, 2 und 3 hintereinander statt. In einer Pandemie geht das nicht. Die Phasen konnten kombiniert werden: Es ist möglich, z.B. organisatorisches - wie die Rekrutierung von Probanden - für zwei Studienphasen in einem Vorgang zu bündeln. Die Phasen können zudem zeitgleich geprüft werden (Phase 1 und 2). das bringt einen Zeitvorteil.
Zeitgewinn durch Forschungswissen zu Coronaviren
Es gibt jahrelange Forschung zu Coronaviren. Auf diesen Arbeiten bauen die Arzneimittel und Impfstoffe, die aktuell vor der Zulassung stehen, auf. SARS-CoV-2 ist noch nicht lange bekannt, aber andere, ähnliche Coronaviren sind schon länger bekannt. Zum Beispiel wenn man an die Epidemie mit SARS-CoV-1 im Jahr 2002/2003 oder MERS i, Jahr 2012 denkt.
Es klingt komisch, aber es ist ein Vorteil, dass grade Pandemie ist. Es gibt viele Krankheitsfälle und viel Aufmerksamkeit für das Thema weltweit. Hinzu kommt, dass es viel umfangreichere Informationen und technologische Möglichkeiten als in der Vergangenheit gibt. In den klinischen Studien wurden jeweils mehr als 30.000 Probanden geimpft, was wesentlich mehr ist als bei anderen Produkten in der Vergangenheit. Die große Datenmenge lässt auch Rückschlüsse über Sicherheit und Wirksamkeit zu.

7 kritische Fragen zur Impfung

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Wirst du dich impfen lassen, sobald es möglich ist?

Noch ist die Impfung nicht für alle Bevölkerungsgruppen möglich. Du kannst also nicht einfach zum Impfzentrum gehen und eine Impfung bekommen. Sobald dies der Fall ist, wirst du schriftlich informiert und kannst im Internet oder telefonisch einen Termin vereinbaren. Ich werde mich auf jeden Fall impfen lassen.

 Und du?

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Simon Zeimke ist Mitglied der CDU Bremen und Mitglied im Beirat Oberneuland. Von der CDU Fraktion der Bremischen Bürgerschaft ist er als Mitglied in die Deputation für Gesundheit und Verbraucherschutz entsandt worden.
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