Nicht an der Grünpflege sparen

von | 23. Feb 2015 | Politik, Schwachhausen | 0 Kommentare

Bremen ist eine grüne Stadt. Bitte nicht falsch verstehen, ich meine das nicht politisch. In Bremen gibt es mit den Wallanlagen, dem Bürgerpark und Rhododendronpark schöne Anlagen, die diese Stadt zu liebenswert machen. Doch auch das Straßengrün ist allgegenwärtig, genau wie die Bäume in den Seitenstraßen. Das macht den Charme von Bremen und insbesondere Schwachhausen aus.

Kostendruck gefährdet Verkehrssicherheit

visual-fb-gruenpflegeDoch grade die Grünanlagen an den Straßen sind oft ein Ärgernis für die Bürger, denn gepflegt wirken sie manchmal nicht. Vor allem die Baumpflege bereitet dem Umweltbetrieb Sorgen. Bürger äußern die Vermutung, insbesondere in der Fällsaison immer wieder, dass aus Kostengründen nicht nur kranke Bäume gefällt werden, sondern auch gesunde. Der Umweltbetrieb bestreitet dies. Doch es gibt einen enormen Kostendruck, wie Heiner Baumgarten vom Umweltbetrieb dem Weser Kurier bestätigt.

Etatkürzungen führen zwangläufig auch zu Personaleinsparungen. Und das wirkt sich unmittelbar auf die Baumpflege aus. Waren in den 80er Jahren noch bis zu 400 Mitarbeiter für die Baumpflege tätig, sind es mittlerweile nicht mal mehr 200. Der Baumbestand ist jedoch gleich geblieben – ca. 70.000 Straßen- und 220.000 Parkbäume auf öffentlichem Grund. Es reicht grade noch zur Verkehrssicherung und teilweise nicht mal mehr dazu. Mittlerweile geht der Umweltbetrieb sogar „kalkulierte Risiken“ ein, da er mit der Baumpflege nicht hinterher kommt.

Geringe Investitionen in Grünpflege in Bremen

Das Problem ist hausgemacht vom rot-grünen Senat. Der Etat für die Grünpflege ist von der grün-geführten Umweltbehörde in den letzten Jahren immer weiter heruntergefahren worden. Im Vergleich mit elf anderen Städten belegt Bremen auch in diesem Ranking die letzten Plätze. Die Kommunale Gemeinschaftsstelle für Verwaltungsmanagement zeigt in ihrem neuesten Bericht auf, dass Bremen pro Quadratmeter grade mal 67 Cent für die Pflege von Parks und Grünanlagen ausgibt. Der Durchschnitt der Vergleichskommunen ist 1,23 Euro, der Spitzenreiter Stuttgart investiert sogar 2,21 Euro. Die Zahlen sind bereits zwei Jahre alt.

Die Umweltbehörde hält von dem Ranking nicht viel, denn laut ihrem Behördensprecher seien die verglichenen Kommunen zu unterschiedlich. Klingt für mich nach einer billigen Ausrede. Der rot-grüne Senat muss für die bedarfsgerechte Ausstattung für die Grünpflege sorgen. Das grade eine rot-grüne Koalition an dieser Stelle spart ist schon ein Witz. Die Grünanlagen sind schließlich auch ein Aushängeschild, dass gepflegt werden muss.

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