Mobilität hat sich in den letzten Jahren weiterentwickelt. Wer keinen PKW anschaffen will, aber nicht gänzlich auf ein Auto verzichten will, der hat mit CarSharing eine gute Alternative. So auch in Bremen. Doch sieht es so aus, als gäbe es in Bremen nur einen Anbieter: Cambio mit 200 Autos. Dabei gibt es noch drei weitere Anbieter von CarSharing in Bremen: Flinkster, Move About und PMC eG.

Voraussetzungen für Anbieter überprüfen

Doch diese drei Anbieter haben es schwer, denn nur Cambio darf seine PKW auf öffentlichen Flächen abstellen. Laut Verkehrsenator erfüllt nur Cambio die Umweltauflagen, die sich aus dem Siegel “Blauer Engel” ergeben. So ersetzt jedes der 200 Cambio Fahrzeuge 11 normale PKW. Andere Anbieter haben das Nachsehen, obwohl sie z.B. auf Elektro-Autos setzen, statt auf herkömmliche PKW, wie Cambio. Andere Anbieter haben Probleme, die Voraussetzungen nachzuweisen. Das führt zwangsläufig zu einem eingeschränkten Angebot in Bremen.

Dabei gibt es durchaus Bedarf an umweltschonenden Alternativen. Und auch flexible CarSharing-Modelle, ohne feste Stellplätze, sind in anderen Städten äußerst beliebt. In Hamburg stehen in der ganzen Stadt die kleinen Flitzer von Car2go. In Bremen nicht.

Shared Mobility in Bremen sinnvoll ausbauen

visual-fb-sharedmobilityDabei kann die geteilte Mobilität – Shared Mobility – viel für den Verkehr leisten. Wer CarSharing nutzt, hat im Normalfall keinen eigenen PKW. Das Auto wird nur im Bedarfsfall genutzt. Parkflächen werden entlastet und auch der innerstädtische Verkehr. Durch die restriktive Politik des rot-grünen Senats wird die Weiterentwicklung dieser neuen Form der Mobilität behindert.

CarSharing ist eine sinnvolle Alternative zum eigenen PKW. Auch für die Nutzer, sparen sie doch die Anschaffungs- und Fixkosten. Gleichzeitig haben sie aber trotzdem Zugriff auf einen PKW. Sei es für den Großeinkauf, den Besuch von Verwandten oder den Ausflug ins Grüne. Moderne und flexible Sharing-Konzepte müssen in Bremen besser gefördert und ausgebaut werden. Die aktuellen Regelungen müssen kritisch überprüft werden, damit auf diesem Markt eine Angebotsvielfalt entstehen kann. Der rot-grüne Senat war dazu bislang nicht in der Lage.

BikeSharing als sinnvolle Ergänzung

Neben CarSharing ist auch das BikeSharing interessant für Bremen. Das auch für Fahrräder ein Bedarf besteht, zeigt Hamburg. Dort gibt es mit dem Stadtrad Hamburg ein flächendeckendes Netz von BikeSharing Stationen. In Bremen gibt es kein solches Angebot. Schade eigentlich, denn Bremen lässt sich wunderbar mit dem Fahrrad erkunden. Und auch ein BikeSharing Konzept entlastet den Verkehr in der Innenstadt. Der Senat verpasst auch an dieser Stelle Chancen für ein modernes Verkehrskonzept.

Bremen muss ein Konzept für den flächendeckenden Ausbau von Car- und BikeSharing entwickeln. Dazu müssen öffentliche Flächen bereitgestellt und die Auflagen für Anbieter überprüft werden. Ebenso müssen Partnerschaften mit Unternehmen in Betracht gezogen werden. Und es müssen Anreize geschaffen werden, die den Umstieg auf Car- und BikeSharing erleichtern. So könnte man darüber nachdenken, die Nutzung solcher Angebote mit kostenlosen Monatskarten des ÖPNV zu versüßen. Der rot-grüne Senat verschläft eine sinnvolle Entwicklung. Es wird Zeit für einen Regierungswechsel in Bremen.

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1 Antwort
  1. CarSharer sagte:

    Ganz interessant mal so einen Beitrag von der CDU zu lesen. Leider ist ein BikeSharing Programm in Bremen nicht finanzierbar. Es gab zuvor schon mal ein BikeSharing Programm in Bremen, Stichwort Kommunales Fahrrad in den 1970ern. Bike Sharing wird hauptsächlich von Ortsfremden genutzt. In Fahrradstädten, wie Bremen eine ist, fällt auf jeden Einwohner mindestens ein Fahrrad, also werden die Bremer es kaum nutzen. Es fehlt aber auch die nötige Anzahl an Touristen.
    Das sogenannte Free Floating beim CarSharing ist so eine Sache. Man ist sich in Fachkreisen sehr einig darüber, dass diese als Ersatz für den ÖPNV angesehen werden, einen leichteren Zugang zu einem sportlichen PKW bieten (siehe Unfallstatistiken mit Free Floating Fahrzeugen wie von Drive Now in Köln) und ein zusätzlicher Absatzmarkt der Automobilbranche sind. Des Weiteren haben Car2Go z.B. kein Interesse nach Bremen zu kommen.
    Ich finde es ist aber eine ausgezeichnete Idee kostenlosen ÖPNV anzubieten. Und generell komplett autofreie Innenstädte zu haben. Stellen Sie sich mal den plötzlich nutzbaren öffentlichen Raum vor ohne Blechlandschaften.

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