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11. Januar 2015

Daten für die Stadtplanung in Bremen

Stadtplanung und Verkehrspolitik sind eng miteinander verknüpft. In Bremen ist insbesondere die Verkehrspolitik - insbesondere beim Thema Fahrradverkehr - ein Streitpunkt und sorgt für Unmut bei den Bürgern. Deshalb drängt sich die Frage auf, wie eine intelligente Stadtplanung aussehen kann und wie Maßnahmen bewertet werden können?

Stadtplanung zielorientiert und bewertbar

Städte unterliegen einem stetigen Wandel. Diesem Wandel muss die Politik in der Stadtplanung Rechnung tragen. Das gilt auch für Bremen. Unsere Stadt soll lebenswert bleiben, für aktuelle und zukünftige Einwohner. Das wichtigste in der Stadtplanung sind Ziele. Diese müssen von der Politik definiert werden. Am Ende müssen sich alle Maßnahmen an der Erreichung der Ziele messen lassen. Voraussetzung ist, dass die gesetzten Ziele auch messbar sind. Solche Ziele können sein

  • 50% weniger Verkehrstote pro Jahr bis 2020
  • Verdoppelung des Fahrradverkehrs bis 2020
  • Programme, um Straßen als öffentliche Plätze zu nutzen
  • 25% mehr Sitzgelegenheiten bis 2016

Ziele müssen SMART sein: Spezifiziert, Messbar, Akzeptiert, Realistisch und Terminiert. Der wohl wichtigste Punkt ist, dass Ziele akzeptiert sein müssen. Die Herausforderung ist, die Beteiligten Bürger, Geschäfte und Unternehmen in die Planung einzubeziehen. Stadtplanung ist kein Selbstzweck. Stadtplanung soll die Lebensbedingungen der Bürger verbessern.

Stadtplaung effizient und flexibel

Verkehrspolitik ohne Ideologie | Simon Zeimke

Für eine Verkehrspolitik ohne Grüne Ideologie.

Maßnahmen im Rahmen der Stadtplanung müssen heutzutage effizient und flexibel sein. Kosten und Zeit sind zwei der wichtigsten Bereiche, wenn es um die Umsetzung der Stadtplanung geht. Maßnahmen müssen kosten- und zeiteffizient werden.

Gleichzeitig müssen Maßnahmen auch flexibel sein. Wenn sich herausstellt, dass die getroffenen Maßnahmen nicht die Ziele erfüllen, dann muss gegengesteuert werden. Für die Stadtplanung bedeutet das, dass Maßnahmen nicht für die Ewigkeit geschaffen werden. Statt die Umsetzung in Stein zu meißeln, sollte vorab Experimentiert werden. Das heißt, dass der Rückbau einer Maßnahme immer auch in Betracht gezogen werden muss. Das heißt konkret, dass zunächst nur provisorische und kostengünstige Maßnahmen umgesetzt werden, die kostengünstig und schnell umsetzbar sind.

Daten für bessere Stadtplanung

Für die Stadtplanung in Bremen bedeutet dies, dass Daten in Zukunft noch viel mehr in die Planung einbezogen werden müssen. Daten über Fahrradverkehr, Staus, Buslinien, etc. müssen die Basis der Zielformulierung sein. Sie sind am Ende der Benchmark, die Vergleichsgröße, um den Erfolg bestimmter Maßnahmen zu bewerten.

Werden neue Fahrradwege auf der Straße von den Bürgern angenommen oder wegen Sicherheitsbedenken eher gemieden? Gibt es Bedarf an Bike Sharing Stationen und wenn ja, wie hoch ist dieser? Wo gibt es häufig Verkehrsstaus und wie lässt sich der Verkehr besser steuern?

Wenn keine Daten vorliegen, müssen diese gesammelt, aufbereitet und ausgewertet werden. Und diese Daten müssen vor allem auch stetig aktualisiert werden. Dadurch werden Maßnahmen bewertbar und Fehlentwicklungen können schnell erkannt werden. Ein umsteuern ist dann schnell möglich. Wenn jedoch immer gleich ganze Bautrupps anrücken, wird ein Gegensteuern nahezu unmöglich.

Beispiel: Stadtplanung in New York

Wie eine effiziente und flexible Stadtplanung aussehen kann, wird in diesem TED Talk besonders deutlich. Es ist beeindruckend, wie die Stadt New York das Thema angeht und effiziente Lösungen für die Bürger und Besucher der Stadt umsetzt. 

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Simon Zeimke ist Mitglied der CDU Bremen und Mitglied im Beirat Oberneuland. Von der CDU Fraktion der Bremischen Bürgerschaft ist er als Mitglied in die Deputation für Gesundheit und Verbraucherschutz entsandt worden.
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