Armutsbekämpfung in Bremen

Armut in Bremen bekämpfen

Bremen hat ein großes Problem: Fast jeder vierte ist von Armut bedroht. Das ergibt sich aus dem neuesten Armutsbericht des Senats. Unter den Großstädten sieht die Lage nur in Dortmund, Leipzig und Hannover schlechter aus. Für den rot-grünen Senat ist es im wahrsten Sinn des Worts ein Armutszeugnis. Doch vor allem die SPD hat hier versagt. Seit 1945 regiert die SPD ununterbrochen und betont stets, die Armut bekämpfen zu wollen. Genutzt hat es nicht, wie der neue Armutsbericht zeit.

Rot-Grün versagt bei Armutsbekämpfung

Armutsbekämpfung in BremenDer Senat hat bisher wenig initiative gezeigt, um wirkungsvolle Konzepte zur Armutsbekämpfung vorzulegen. Vor allem durch die soziale Spaltung zwischen den Stadtteilen wird deutlich, dass Rot-Grün auf diesem Feld versagt hat. Es ist richtig und wichtig, dass Elisabeth Motschmann sich das Thema auf die Fahnen geschrieben hat. Sie schlägt beispielsweise einen „sozialen Arbeitsmarkt“ für Langzeitarbeitslose vor. Durch gemeinwohlorientierte Beschäftigungsverhltnisse kann insbesondere diese Personengruppe wieder an den ersten Arbeitsmarkt herangeführt werden.

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Initiative zur Armutsbekämpfung von der CDU

Vor allem Alleinerziehende und Eltern von drei und mehr Kindern sind von Armut bedroht. Dieser Umstand ist nicht hinnehmbar. Bereits Mitte 2013 hatte die CDU Fraktion deshalb die Einrichtung einer Enquete-Kommission zum Thema Armutsbekämpfung beantragt. Kernziel des Antrags war die Erarbeitung eines ressortübergreifenden Gesamtkonzepts zur „Bekämpfung und Prävention von Armut“ in den Bereichen Bildung, Gesundheit, Wohnen, Freizeit und Partizipationsmöglichkeiten unter Berücksichtung der Komplexität des Begriffes Armut, der nicht als bloße Einkommensarmut verstanden werden könne. In der Enquete-Kommission sollte mir Experten über die Probleme und Lösungsoptionen beraten werden. Rot-Grün hatte diesen Antrag seinerzeit abgelehnt.

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Erst Anfang 2014 konnte sich die Bürgerschaft auf die Einrichtung eines Ausschusses einigen – auf Antrag der CDU. Zuvor hatte Bürgermeister Böhrnsen das Thema sogar zur Chefsache erklärt. Im eingesetzten Ausschuss soll vor allem geklärt werden, wie es zu Armut kommt und wie diese wirkungsvoll bekämpft werden kann.

Armutsbekämpfung muss Priorität haben

Die Initiative der CDU Bremen ist wichtig, doch wie der neue Armutsbericht zeigt, müssen schnelle Konzepte und Lösungen geschaffen werden. Bislang scheiterte dies am Nichtstun des rot-grünen Senats. Bremen braucht nachhaltige, stadtteilbezogene Konzepte und Projekte für besonders von Armut gefährdeten Zielgruppen. Das sind in Bremen vor allem Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene, Erwerbslose, Alleinerziehende, ältere Menschen und Menschen mit Migrationshintergrund sowie Behinderungen.

Um Armut ganzheitlich zu bekämpfen müssen nachhaltige arbeitsmarktpolitishe Instrumente zur Vermittlung, Qualifizierung und Beschäftigungförderung von Arbeitslosen geschaffen werden. Durch die Schaffung niederschwelliger Beschäftigungsmaßnahmen können vor allem Langzeitarbeitslose mit Vermittlungshemmnissen profitieren.

Die Politik muss sich dem Thema Armutsbekämpfung annehmen. Dafür brauchen wir einen Regierungswechsel in Bremen.

1 Antwort
  1. mary
    mary sagte:

    guten abend herr Zeimke,

    bin vor kurzem nach bremen nord gezogen, habe 2 kinder , bin alleinerziehend – ungewollt.
    Was thema armut betrifft, dann soll man einfach nach bremen nord fahren oder einfach ins bus dort einsteigen, auf dem spielplatz kurz bleiben oder auf dem bank sich hinsetzten..habe wirklich hier schock bekommen wie die menschen hier leben…also überall betrunkene menschen, glasscherben, – auf dem spielplätzen sowieso. ich beobachte viel und denke nach warom ist das so hier so extrem. was macht stadt dagegen? ich habe zb vor paar wochen telefoniert und beschwert wegen spielplatz der teilweise kaputt ist. überraschende weise bekommen wir was neues. das heißt es geht.
    was mich persönlich traurig macht sind diese viele zu viele alleinerziehende muttis…die internet, bzw handyabhängig sind, die kinder mit süßigkeiten vollstopfen usw, und zu große kinder in kinderwagen kutschieren…was soll aus diesen kindern werden?? wo ist die aufklärung? also ich habe studiert und jetzt mache ich noch eine fernstudium, das kommt zeitlich nur in frage aber ich möchte meinen kinder zeigen dass es geht und vom stadt zu leben ist total schlimm. aber ich weiß dass es nur einige wie ich sind. diese muttis und kids brauchen dringend aufklärung . viele nicht volljähr. kids sind allein unterwegs und machen unfug. am ende das gesamtes bild ist nicht schön.
    (ich wollte nicht damit sagen dass ich keine fehler mache. )aber gibts überhaupt irgendeine bewegung in richtung verbesserung diese o.g. lage??? wie geht weiter? hier gibts nicht mal einen streetworker. !habe gehört.
    ich denke politik kann viel dagegen tun, oder?
    ps. ich bin nicht wut bürgerin, ich möchte nur dass es sich was hier ändert und dass die menschen irgendeeine perspektive haben .???
    hier gibts so ein nachbarschaftshaus, da könnte man doch was arrangieren zb treffen usw für alleinerziehende oder allgemeine erziehungstipps (von NLP ganz zu schweigen), oder über cyberkrankheiten, gesundheit usw. ist das viel verlangt??
    ich denke das wäre nicht schlecht.
    was können sie für uns , alleinerziehende frauen , tun?
    mfg
    mary

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