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Feuerwehrhaus nimmt Formen an

19 Aug

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feuerwehrhaus Am Dienstag besuchte die CDU/GRÜNEN-Ratsgruppe die Bausstelle des neuen Feuerwehrhauses in Hammelwarden. Matthias Wenholt, Stadt Brake, informierte die Ratsgruppe über den Baufortschritt und die weiteren Planungen.

Matthias Wenholt berichtete, dass derzeit alle Bauarbeiten im Zeitplan liegen und man mit dem Abriss der noch stehenden alten Fahrzeughalle zum Jahreswechsel rechne. Ebenso wie mit dem Zeitplan verhält es sich mit den Kosten, der Kostenrahmen von einer Million Euro wird wohl eingehalten werden können. Beruhigt zeigte sich die Gruppe darüber, dass nun doch eine Rundumfahrt geplant sei. Dies habe die Ratsfraktion von Anfang an befürwortet und in die Diskussion eingebracht, da es die Parkplatzsituation entspannt. “Vor allem freuen wir uns, dass hier nun ein funktionales Gerätehaus, dass den gesetzlichen und technischen Anforderungen entspricht, entsteht” erklärt Simon Zeimke, Feuerwehrausschussvorsitzender, und fügt hinzu “wäre es nach den anderen Fraktionen gegangen, müssten die Fahrzeuge hier bald draußen stehen.” Nur durch die Beharrlichkeit der CDU/GRÜNEN-Gruppe konnte sich der von der Feuerwehr favorisierte Entwurf schlussendlich durchsetzen.

Bei der Gelegenheit besichtige die Stadtratsfraktions auch die Bauarbeiten an der Grundschule Hammelwarden. Hier wird auf Antrag der CDU/GRÜNEN-Gruppe eine neue Toilettenanlage errichtet. Insgesamt werden für die Toilettenanlagen mit Funktionsräumen circa 100.000 Euro investiert. Auch die von der Gruppe beantragte Sanierung des fast 100 Jahre alten Gebäudes hat bereits begonnen. Die Bauarbeiten werden mit dem Schulbetrieb koordiniert, versicherte Wenholt. “Ich freue mich, dass wir zum 100jährige Jubiläum der Grundschule hier ein komplett saniertes Schulgebäude haben werden,” erklärt Bärbel Bargmann.

Ein weiterer Besuch fand auf der anderen Straßenseite statt. Dort schaute die Gruppe bei den Bauarbeiten für das Beachvolleyballfeld vorbei. Hier hätten bereits die Zäune geliefert werden müssen. Das Feld sollte zum Jubiläumswochenende des Hammelwarder Turnvereins bereits bespielbar sein. “Wir werden da mal nachhaken,” erklärte Hans-Dieter Beck und bat die Stadtverwaltung bei dem Lieferanten Druck zu machen. “Da muss noch was möglich sein.”

Insgesamt ist die CDU/GRÜNEN-Gruppe mit den Fortschritten bei der Hammelwarder Feuerwehr und Grundschule, sowie auf dem Sportplatz zufrieden. “Dieses Ensemble aus Grundschule, Feuerwehr und Sportplatz wird eine Perle Hammelwardens werden” schließt Zeimke die Besichtigung ab.

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Brake: Ratssitzung um 18:30 im Rathaus

13 Mai

Morgen, am 14.05.2009 findet um 18:30  im Rathaus Brake die 17. öffentliche Sitzung des Rates statt.

Auf der Tagesordnung stehen u.a. folgende Punkte:

  • Verpflichtung eines Ratsmitgliedes
  • Neufassung der Satzung der Stadt Brake (Unterweser) über die Entschädigung der Ratsfrauen und Ratsherren, der nicht dem Rat angehörenden Ausschussmitglieder sowie der anderen ehrenamtlich tätigen Personen (Entschädigungssatzung) 
  • Berufung einer ehrenamtlichen Gleichstellungsbeauftragten 
  • Änderung des Verkaufsstellennetzes der Firma Schlecker in Brake 

Endlich: Aktionsmobil wird eingeweiht!

27 Mrz

petra schrage

aktionsmobil rohbau 250 Lange haben wir darauf gewartet und endlich ist es soweit: Das Aktionsmobil ist fertig und  kann eingeweiht werden! Auf dem Bild ist das Mobil noch im Rohbau, wie es jetzt aussieht kann am Samstag (28.03.) jeder selbst erkunden. Dann wird das Aktionsmobil an die neue “Hausherrin” Petra Schrage übergeben.

Das soll natürlich gebührend gefeiert werden. Und so sind alle eingeladen zwischen 15 und 18 Uhr den Schindelholzoberlichtzirkuswagen zu erkunden, die Spiele und Aktionen auszuprobieren und mit Petra zu plaudern.

Schon im Vorfeld wurde das neue Aktionsmobil von vielen Seiten unterstützt. Die OLB und Eon spendeten jeweils 4000 Euro für den Umbau, die Firma Wienken (Brake) übernahm kostenlos den Transport des Unterbaus. Dieser wurde von der Firma Eschen aus Oldenburg gespendet.

Am Samstag wird es natürlich auch ein Rahmenprogramm geben, so kann jeder bei einem Karaoke-Wettbewerb seine Sangeskünste unter Beweis stellen. Für das leibliche Wohl ist natürlich auch gesorgt: es gibt kalte und warme Getränke und frische Waffeln. 

Jetzt muss am Samstag nurnoch das Wetter mitspielen!

Aktionsmobil in Action

In Zukunft wird das Aktionsmobil in Brake unterwegs sein. Bisher sind folgende Tage und Standorte geplant:

  • Montag: Hammelwarden Turnhalle
  • Dienstag: Kaje
  • Mittwoch: Ruhetag
  • Donnerstag: Golzwarden Schule
  • Freitag: Boitwarden Schützenhalle

Jeweils von 15 bis 20 Uhr steht das Mobil für alle Jugendlichen bereit. Wann das Aktionsmobil wo steht, welche Aktionen geplant sind und alles was sonst noch wichtig ist findet man auf der Internetseite des Aktionsmobils.

Die “Chefin”

petra250 Petra Schrage hat in Vechta und Köln studiert und ist Diplom-Pädagogin, während ihres Studiums in Köln hat sie in einem Jugendzentrum gearbeitet und Ferienfreizeiten betreut. Der erste “richtige” Job verschlug sie in den Taunus, dort hat sie in einem Jugendhaus mit offenem Treff und inn einem integrativen Kindergarten gearbeitet.

Bildverweise: Stadt Brake, www.aktionsmobil-brake.de

Biogasanlage: Bauausschuss heute mit Live Tweets

19 Mrz

Biogasanlage: Bauausschuss heute mit Live Tweets

3160303677 4fba50e460 m Heute um 16:30 findet der Bauausschuss im Rathaus Brake statt. Thema ist neben dem Umbau der Grundschule Hammelwarden auch die Biogasanlage.

Die Verfahren zur Aufstellung des Bebauungsplanes und zur Änderung es Flächennutzungsplans sollen eingeleitet werden. Die CDU-Fraktion hat zu diesem Thema gestern mit Mitgliedern der CDU diskutiert. Die Fraktion wird der Einleitung des Verfahrens nicht zustimmen und bekam von den CDU-Mitgliedern Rückendeckung.

Simon Zeimke:

“Die Ablehnung richtet sich gegen den geplanten Standort, nicht gegen die Anlage an sich, diese ist ökologisch durchaus sinnvoll. Doch zu einer Nachhaltigkeitsbetrachtung gehören auch die ökonomischen und sozialen Aspekte. Aus diesem Grund ist die  Biogasanlage am Standort Käseburg nicht nachhaltig!”

Hans Dieter Beck erklärte auf der Mitgliederverammlung

„Diese Anlage ist nicht notwendigerweise hier zu errichten. Daher werden wir der Einleitung des Verfahrens im Fachauschuss nicht zustimmen“

Denn es gibt alternative Standorte, darüber ist sich die CDU im klaren. Die Wesermarsch ist ein Flächenlandkreis, wo es deutlich geeignetere Standorte gibt. Aber auch eine Alternative auf der anderen Weserseite wurde bereits skizziert.

Auch die WGB wird gegen den Standort stimmen. Die WGB hat einen ähnlichen Standpunkt, wie die CDU. 

„.Sowohl für das Verfahren zur Behandlung und Verwertung von Bioabfällen als auch für den Standort gibt es Alternativen.“

erklärt der Fraktionsvorsitzende Walter Erfmann in einem Positionspapier. Er verweist auf die Planungshoheit der Stadt über ihr Gebiet. Andere haben entschieden, diese Anlage zu bauen und erwarten nun, dass die Ratsmitglieder die rechtlichen Rahmenbedingungen schaffen. Dies wolle die WGB mit sich nicht machen lassen.

Obwohl die Rahmenbedingungen zu keinem Zeitpunkt der bisherigen Planung gegeben waren hat die GIB schon Veträge zum Bau dieser Anlage geschlossen. Eine sehr unprofessionelle Geschäftspraktik, erst recht wenn man von einem Bauvolumen von 5 – 6 Millionen Euro ausgeht.

Live Tweets von der Sitzung

150px Twitter.svg Wie bereits von der letzten Ratssitzung werde ich heute vom Bauausschuss live auf Twitter berichten. Verfolgen kann man die Tweets auf meinem Twitter-Account @Pillendreher oder über die Twittersuche. Die Tweets werden mit den Hashtags #SRBrake #Biogas gekennzeichnet.

cc  photo credit: Der_Nils

Mitgliederversammlung zur Biogasanlage

18 Mrz

Mitgliederversammlung zur Biogasanlage

 

75x75 cdu Außerordentliche Mitgliederversammlung

Die geplante Bioabfallanlage in Käseburg ist an diesem Mittwoch, 18. März, Thema einer Versammlung der Braker Christdemokraten.

“Nach der umfangreichen Informationsveranstaltung des Stadtrats am vergangenen Donnerstag wollen wir unseren Mitgliedern die Möglichkeit geben, ausgiebig mit Vertretern der CDU-Stadtratsfraktion über das Thema zu diskutieren”,

erläutert CDU-Vorsitzender Claus Plachetka die kurzfristig geplante Versammlung.

“Denn bereits am Donnerstag werden die ersten Beschlüsse hierzu in den Gremien des Stadtrats gefällt.”

Der Stadtverbandsvorstand hofft auf eine rege Beteiligung der Mitglieder.

Beginn der Veranstaltung ist am Mittwoch um 18:30 Uhr in der Geschäftsstelle.

Biogasanlage: Presseberichte zur Ratssitzung von Donnerstag

14 Mrz

Biogasanlage: Presseberichte zur Ratssitzung von Donnerstag

3349686888 02f6be5223 m Zwei Tage nach der Ratssitzung zur Biogasanlage in der Begegnungsstätte haben die NWZ und die Kreiszeitung über das Thema berichtet.

Die Ratssitzung war von der CDU/GRÜNEN-Gruppe beantragt und von der WGB unterstützt worden. Mehr als 200 Bürgerinnen und Bürger haben an der Veranstaltung teilgenommen. Sie haben deutlich ihren Unmut über den Verlauf des bisherigen Verfahrens geäußert. Zahlreiche Flugblätter und Transparente hatten sie vorbereitet.

Für die SPD hob Ingo Logemann hervor, dass hier nach dem St. Florians-Prinzip argumentiert würde. Der Standort Käseburg sei 

“der Preis der Zentralität”

Dem entgegnete Daniel Stellmann mit einer kurzen Präsentation, dass der Standort ungeeignet ist:

„Der Standort Käseburg ist gänzlich ungeeignet, wer da vom St.-Florians-Prinzip spricht, steht argumentativ auf dünnem Eis.“

Walter Erfmann bescheinigt dem Verfahren eine gewisse Abenteuerlichkeit:

„Der Auftrag ist vergeben, die vorbereitenden Arbeiten haben begonnen – und jetzt stellt man fest, dass man keine bauleitplanerische Voraussetzung hat.“

Der Stadtrat sei keine Marionette, wo man nur ein paar Fäden ziehen muss und die Hände werden gehoben. Mit seiner Fraktion werde es das nicht geben. Für die Grünen sprach Hans-Otto Meyer-Ott, er stellt sich die Frage, wie man die Fehler vom Kreis jetzt in den Griff bekommen könne.

Das  halte ich persönlich für den falschen Ansatz. Wird die Anlage auf den Weg gebracht, werden Fakten geschaffen die unumstößlich sind. Dann brauchen wir, bzw der Kreistag nicht mehr über eine alternative Lösung mit anderen Landkreisen nachdenken. Eine solche Lösung habe ich “Erneuerbare Energienzentrum” genannt – darüber hat der Kreistag bis dato nicht nachgedacht.

Bauausschuss am Donnerstag!

Am Donnerstag findet um 16:30 Uhr im Ratssaal der Bau-, Planungs- und Umweltausschuss statt. Dort soll das Verfahren zur Bauleitplanung eröffnet werden. Die Sitzung ist öffentlich und alle Bürgerinnen und Bürger sind herlich eingeladen daran teilzunhemen. 

Presseberichte zur Ratssitzung

Heute Ratssitzung zur Biogasanlage

12 Mrz

Heute Ratssitzung zur Biogasanlage

wappen brake Am heutigen Donnerstag um 18:30 Uhr beginnt die Ratssitzung zur  Biogasanlage in der Begegnungsstätte in Brake. Einziger Tagesordnungspunkt:

Information zur Biogasanlage

Die Nordwest Zeitung (Artikel) berichtet heute über den Offenen Brief des GIB-Betriebsrates, aber auch über die Stellungnahme der CDU-Fraktion und des GRÜNEN-Ratsherren Herrn Meyer-Ott.

Am Mittwoch, pünktlich zur Fraktionssitzung, sind die angeforderten Gutachten den Ratsmitgliedern zugegangen. Leider jedoch zu spät für eine intensive Einarbeitung zur Ratssitzung. Schließlich sind die “Experten” auf der Ratssitzung anwesend und können offene Fragen klären.

Unter dem Punkt “Information über die Biogasanlage” werden heute folgende Themen behandelt:

  1. Errichtung einer Bioabfallvergärungs- und Kompostanlage am Standort des Entsorgungszentrums Brake-Käseburg | Herr Penning, GIB-Entsorgung mbH 
  2. Auswahl des Behandlungsverfahrens | Herr Stomberg, pbe/BIOFERM 
  3. Standpunkte der Bürgerinitiative Brake-Süd | Herr Rünzi oder Vertreter
  4. Vorstellung des Geruchsgutachtens und des Gutachtens zu Keimen- und Sporen | Herr Drosten, Zech Ingenieurgesellschaft mbH 
  5. Vorstellung des Lärmschutzgutachtens | Herr Johnig, Zech Ingenieurgesellschaft mbH 
  6. Ablauf der Bauleitplanverfahren auf Grundlage des BauGB | Herr Wenholt, Stadt Brake (Unterweser) 
  7. Ablauf des Genehmigungsverfahrens auf Grundlage des BImSchG | Herr Regensdorff, Staatl. Gewerbeaufsichtsamt Oldenburg 

Die Ratssitzung ist öffentlich und alle Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen aktiv an der Kommunalpolitik in Brake teilzunehmen.

CDU-Ratsfraktion weiter kritisch gegenüber Bioabfallanlage Käseburg

11 Mrz

CDU-Ratsfraktion weiter kritisch gegenüber Bioabfallanlage Käseburg

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Nach Besichtigungen des Kompostwerks Sandstedt und der Trockenfermentierungsanlage in Vechta steht die CDU-Ratsfraktion weiterhin kritisch der geplanten Bioabfallanlage in Käseburg gegenüber.

“Unsere Bedenken hinsichtlich Luftverschmutzung durch Gerüche und Keime konnten bislang nicht ausgeräumt werden”, resümiert Gruppenvorsitzender Claus Plachetka.

Die Gruppe hatte sich am Montag zusammen mit Vertretern der WGB und der GIB die Bioabfallvergährungsanlage in Vechta angesehen. Aus Sicht der Gruppe ist die in Brake geplante Anlage mit dem Standort Vechta nicht vergleichbar.

“In Vechta liegt die offene Nachrotte in einer großen Sandkuhle und wird zudem von Wald umgeben”, sagt CDU-Ratsherr Simon Zeimke. “Die nächste Wohnsiedlung ist zudem mehr als 2km von der Anlage entfernt.”

Auch aufgrund des erst kurzen Betriebs von nur sechs Wochen könne man hinsichtlich Geruchts- und Keimproblemen keine ausreichenden praktischen Erfahrungen sammeln. Das technische Verfahren der Anlage selber steht für die Gruppe derzeit nicht zur Diskussion.

“Das Gesamtkonzept muß wirtschaftlich und ökologisch passen und Gesundheit und Umwelt ausreichendem Schutz geben”, erklärt Claus Plachetka.

Enttäuscht ist die Fraktion auch über die schleppende Informationspolitik seitens der GIB. So habe man bereits in der vergangeneb Woche die Gutachten zur Anlage bei der GIB angefordert, sei aber vertröstet worden.

“Man sieht den Stadtrat bei der GIB als Interessensgruppe und anscheinend nicht als Verfahrensbeteiligten an”, vermutet Simon Zeimke.

Erst in dieser Woche konnte ein Kompromiss gefunden werden. Die Fraktionen erhalten je ein Exemplar der Gutachten am Mittwoch. Zeimke:

“Für die Ratssitzung am Donnerstag kommen die Unterlagen zu spät, um sich intensiv in die Papierstapel einarbeiten zu können.”

Mögliche Alternativen

“Auch wenn der Rat derzeit lediglich über den Bebauungsplan am geplanten Standort entscheidet, müssen wir uns auch Gedanken über mögliche Alternativenmachen. Dies hat der Kreistag offensichtlich versäumt”, so CDU-Ratsherr Zeimke. ”Man müsse prüfen, ob Käseburg wirklich der optimale Standort sei.”

Die Fraktion habe sich daher auch intensiv bei einer Besichtigung mit dem bisherigen Standort in Sandstedt beschäftigt. “Immerhin liegt das dortige Gelände nicht direkt neben einer dicht besiedelten Stadt.”

Die Ratsgruppe geht ergebnissoffen in die Ratssitzung am morgigen Donnerstag. Dennoch befürchtet Sie, dass es keine neue Argumente gibt, die die Bedenken der Gruppe hinsichtlich des Standorts ausräumen.

Ratssitzung zur Biogasanlage

11 Mrz

Ratssitzung zur Biogasanlage

2485466691 d9c324407b m Am Donnerstag, 12.03.2009 findet um 18:30 Uhr eine öffentliche Ratssitzung zur Biogasanlage in der Begegnungsstätte statt. Die Ratssitzung ist als Informationsveranstaltung zur geplanten Anlage in Käseburg geplant.

Die Bürgerinitiative ruft alle Bürgerinnen und Bürger auf, an dieser Ratssitzung teilzunehmen und hat aus diesem Grund ein Flugblatt verteilt:

Wir wollen die Anlage nicht, weil:

  • der Standort falsch ist (Windrichtung)
  • wir uns um unsere und die Gesundheit unserer Kinder sorgen (Schule/Kiga)
  • wir keine Minderung unserer Lebensqualität wollen

Bereits in der letzten Woche habe ich nach den Gutachten zur Biogasanlage gefragt. Die GIB und die Verwaltung sahen sich bisher außer Stande diese den Ratsmitgliedern vorzulegen. Und dies obwohl diese Gutachten Thema in der Ratssitzung sind. Nach Informationen aus dem Rathaus und von der GIB, sollen  die Gutachten heute mit der Ratspost ankommen. Für mich ist das eine schlechte Informationspolitik seitens der GIB und der Verwaltung.

Die GIB beruft sich darauf, dass es ja ein städtischen Verfahren sei und man sich deshalb mit der Stadt abstimmen müsse, wenn die Gutachten verschickt werden sollen. Die Argumentation halte ich für falsch. Schließlich hat nicht die Stadt die Gutachten in Auftrag gegeben, sondern die GIB. Wenn ein Ratsherr die Gutachten einsehen möchte, damit er eine fundierte Entscheidung treffen kann, sollte man ihm diese auch zur Verfügung stellen. Am besten ohne eine solche Antwort zu liefern, wie die GIB es in einer E-Mail vom 09.03.2009 getan hat:

 

“Sie haben sicherlich Verständnis dafür, dass wir in der Ihnen bekannten besonderen Situation unseres  Projektes bestrebt sind, möglichst eine Gleichbehandlung aller Interessengruppen zu gewährleisten.”

Als Ratsmitglied bin ich keine Interessensgruppe i.e.S., sondern ein Entscheider – die GIB möchte eine Anlage bauen, nicht ich. Also muss die GIB meinen Informationswünschen am besten auch unverzüglich nachkommen.

Weiterhin schreibt die GIB in dieser E-Mail:

“In dem eingeleiteten förmlichen Genehmigungsverfahren werden daher die Genehmigungsunterlagen nur an die Verfahrensbeteiligten übersandt. Sie werden aber natürlich Gelegenheit haben, die Gutachten einzusehen. Das haben wir dadurch erreicht, in dem wir beantragt haben, das vereinfachte Genehmigungsverfahren nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz gem. § 19 Abs. 3 BImSchG als öffentliches Verfahren durchzuführen.”

Korrekt ist, dass der Stadtrat kein Verfahrensbeteiligter ist, wenn es um die Genehmigung nach BImSchG geht. Aber man sollte nicht vergessen, dass das öffentliche Verfahren erst auf Druck der Bürgerinitiative eingeleitet wurde – zuvor war es ein sehr “lautloses” Verfahren. Weiterhin halte ich die Kenntniss über den Inhalt der Gutachten für Wichtig, wenn es um die Entscheidung über den Bebauungsplan geht. Der Hinweis, dass die Gutachten im Rahmen des öffentlichen Verfahrens eingesehen werden können ist sehr nett, aber der Sache nicht dienlich.

Diese Salami-Taktik bei der Weitergabe von Information durch die GIB hat zu großen Unsicherheiten bei den Bürgerinnen und Bürgern geführt. So druckt die NWZ in der heutigen Ausgabe drei Leserbriefe ab.

“Unsere gewählten Politiker sollte sich nicht dogmatisch über die Argumente der “Braker Bürger” hinwegsetzen, sondern gemeinsam vorteilhafte Lösungen suchen”,

bringt Friedrich Logemann es auf den Punkt. Jochen Bittner fragt sich in seinem Leserbrief:

“Es ist genügend und kontrovers über Sinn und Zweck der geplanten Anlage geredet worden, und es bleibt die Frage: Brauchen wir diese Anlage und warum an dem geplanten Standort?”

und er schreibt weiter

“Die angeblich so zentrale Lage der geplanten Anlage soll den Mülltourismus begrenzen. Das ist sicher richtig, solange es nur den Bio-Müll der Region betrifft. Das sollen jährlich ca. 15 000 Kubikmeter sein. Die Anlage jedoch ist für 30 000 Kubikmeter geplant. Also ist ziemlich sicher, dass auch noch andere Regionen ihren Bio-Müll bei uns abladen.
Ich wünsche mir, dass das Ding nicht gebaut wird, oder zumindest nicht an dem Standort.”

Volker Sempf fragt in seinem Leserbrief:

“Sind 45 Jahre Deponiegeschichte nicht eine ausreichende Belastung für die Käseburger?”

Die Sorgen in der Bevölkerung sind ganz offensichtlich. Viele Fragen sind offen und bisher war die GIB bei der Beantwortung dieser Fragen nicht hilfsbereit genug. Hinzu kommen die steigenden Kosten. Und natürlich die möglichen Alternativen auf der anderen Weserseite oder an anderen Standorten in der Wesermarsch. Mit einer Informationspolitik nach Salami-Taktik werden die Bedenken sicher nicht ausgeräumt.

Tagesordnung der Ratssitzung am 12. März 2009, 18:30 Uhr in der Begegnungsstätte Brake:

  1. Errichtung einer Bioabfallvergärungs- und Kompostanlage am Standort des Entsorgungszentrums Brake-Käseburg | Herr Penning, GIB-Entsorgung mbH 
  2. Auswahl des Behandlungsverfahrens | Herr Stomberg, pbe/BIOFERM 
  3. Standpunkte der Bürgerinitiative Brake-Süd | Herr Rünzi oder Vertreter
  4. Vorstellung des Geruchsgutachtens und des Gutachtens zu Keimen- und Sporen | Herr Drosten, Zech Ingenieurgesellschaft mbH 
  5. Vorstellung des Lärmschutzgutachtens | Herr Johnig, Zech Ingenieurgesellschaft mbH 
  6. Ablauf der Bauleitplanverfahren auf Grundlage des BauGB | Herr Wenholt, Stadt Brake (Unterweser) 
  7. Ablauf des Genehmigungsverfahrens auf Grundlage des BImSchG | Herr Regensdorff, Staatl. Gewerbeaufsichtsamt Oldenburg 

cc  photo credit: Der Ohlsen

Video der Bürgerversammlung zur Biogasanlage

1 Mrz

Video der Bürgerversammlung zur Biogasanlage

1233299838 fc943ace67 m TV-Wesermarsch hat die Bürgerversammlung der Bürgerinitiative Brake-Süd aufgezeichnet und auf Grund der Presseberichterstattung sich dazu entschieden, den gesamten Beitrag ungeschnitten zu veröffentlichen.

“WEGEN DER BERICHTERSTATTUNG IN DEN PRINTMEDIEN UND DAS INTERESSE AN JEDEM GESPROCHENEN WORT HAT SICH TV-WESERMARSCH ENTSCHIEDEN DIE UNGESCHNITTENE VERSAMMLUNG ONLINE ZU STELLEN.”

Allen Interessierten möchte ich dieses Video ans Herz legen, damit sich jeder ein Bild über die aktuelle Berichterstattung zu machen.

“Übrigens haben wir den ganzen Müll selbst produziert, wir Menschen – das ist ja nicht irgendwoher gekommen”

so das Urteil von Ingo Logemann. Wer den Müll produziert, muss also auch mit einer Biogasanlage vor der Haustür leben? Ich denke, dass ist eine zu einfache Argumentation. Das Brake Kreisstadt ist, kann auch kein Argument für den Standort sein. Logemann nennt das dann den 

“Preis der Zentralität”

Hans-Dieter Beck, Ratsherr der CDU bringt es jedoch auf den Punkt

“Wenn der Rat der Stadt Brake sagt, wir machen keinen vorhabenbezogenen Bebauungsplan, [...] dann ist die Sache gestorben”

Der Rat muss für die Bürger entscheiden, der Hinweis der Bürgerinitiative auf den städtebaulichen Aspekt ist dafür sicherlich hilfreich. Der Stadtrat ist der “Herr des Verfahrens” und kann auch Auflagen für den Betreiber machen. Dazu gehören Vorgaben für die Größe, die Emissionen, etc. Ob das dann im Sinne des Investors ist, bleibt fraglich.

Ebenso ist zu prüfen in wie fern einzelne Ratsmitglieder in dieser Sache, auf Grund ihrer Tätigkeiten auf Kreisebene befangen sind und in welcher Weise sie persönliche Vorteile aus diesen Tätigkeiten erlangen.

Auch die Diskussionsveranstaltung vom NordwestRadio vom September 2008 ist interessant. Die Sendung kann hier angesehen werden: “Das Geschäft mit dem stinkenden Müll

cc  photo credit: Gestalteando