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Der Landtag duldet keine Gewalt

17 Jun

Der Landtag duldet keine Gewalt

2008 gewalt1 Überall in der Wesermarsch hängen diese Schilder an den Wänden öffentlicher Gebäude. Auf Antrag der CDU hängen sie in Brake sogar an jedem öffentichen Gebäude.

Die Aktion wurde vom Frauennotruf Wesermarsch e.V. ins Leben gerufen, die Plakette hat der Künstler Raymon E. Müller entworfen.

Als Schirmherr konnte Björn Thümler, Landtagsabgeordneter und stellv. Vorsitzender der CDU-Landtagsfraktion, gewonnen werden. Und genau deshalb wird ein “Wir dulden keine Gewalt”-Schild demnächst auch den Niedersächsischen Landtag schmücken. Thümler übergab die Plakette an den Präsidenten des Niedersächsischen Landtags, Hermann Dinkla.

Zur Übergabe sagte Thümler zu den Grundsätzen der Aktion:

 ”Unsere Demokratie lebt davon, dass Menschen ihre eigenen Bedürfnisse und die der anderen ernst nehmen. Und dass sie versuchen, ohne Gewalt, sondern im Gespräch zu einem vernünftigen Ausgleich zu kommen”

In Brake wird derzeit geprüft, ob diese Plaketten in größerer Form auch an den Ortsschildern angebracht werden können. Die Prüfung dauert zur Zeit noch an. Erstmal wird aber der Landtag beschildert – ein Ort der Demokratie eignet sich besonders, um gegen Gewalt aufzurufen. Demokratie kommt ohne Gewalt aus, weiß auch Björn Thümler:

“Der Landtag ist ein weiterer guter Ort, um an diesen wichtigen Grundsatz zu erinnern”

Quelle: www.nwzonline.de 

Twitter-Verbot für Abgeordnete?

28 Mai

Twitter-Verbot für Abgeordnete?

200px Twitter logo.svg  Das war eine Aufregung bei der Bundespräsidentenwahl. Und Twitter mittendrin! Da verkünden einfach so ein paar Abgeordnete von der SPD und CDU das Ergebnis vor dem Versammlungsleiter Nordert Lammert (CDU). Natürlich war das Ergebnis der ersten Auszählung für die knapp 2 Millionen Zuschauer vor dem Fernseher nicht im entferntesten zu erahnen. Zumindest wenn man sich die Blaskapelle und die Blumensträuße wegdenkt, die über die Bildschirme flimmerten. Das war natürlich Spannung pur.

Die Twitterer wurden gescholten für ihr unüberlegtes rausposaunen. Kann man halten wie ein Dachdecker…..

Nun aber gilt für die SPD Fraktion im Bundestag ein Twitterverbot, denn laut Bild.de twitterten Abgeordnete aus der nicht öffentlichen Fraktionssitzung und zogen sich somit den Unmut von Peter Struck zu. Was da getwittert wurde? Nichts besonderes eigentlich:

“Steinbrück wirbt für die Schuldenbremse.” via @GabiHillerOhm 

oder

“Noch 30 Wortmeldungen zur Schuldenbremse.” via @GabiHillerOhm

Die erste Nachricht ist nun völlig unverfänglich. Wie Steinbrück zu dem Thema steht weiß jeder schon aus der Lektüre der Tageszeitung. Die zweite Nachricht könnte heikel sein – zumindest wenn man hier unbedingt etwas reininterpretieren möchte. 30 Wortmeldungen – wird da nun gestritten oder nur sachlich debattiert und argumente ausgetauscht? Ist man sich einig und jeder lobt den Vorredner oder gibt es harte diskussionen? Man weiß es nicht. Von daher ist auch diese Message so herrlich nichtssagend.

Nun gilt ein generelles Verbot. Für Twitter. SMS und eMails können die Abgeordneten immernoch schicken. Das kann ja nicht von jedem weltweit direkt gesehen werden. Doch schon geht die Diskussion auf Twitter, Facebook und co über das Verbot los. Da gibt es durchaus Zustimmung à la “nicht-öffentlich bedeutet nun mal nicht-öffentlich.” Wahl.de hat dazu nur diesen Kommentar übrig:

“Alberne Idee, das #twitterverbot … dann doch bitte “Handy auf den Tisch, Akku raus”. #smsverbot #mailverbot” via @wahl_de

kelber twitter 150x150 Fakt ist: Internas wurde schon immer aus Fraktionssitzungen hinausgeplaudert. Das ist im Stadtrat so, in Landtagsfraktionen und warum sollte es auf Bundesebene anders sein? Die neue Dimension ist, dass man nicht einen Journalisten “privat” informiert, sondern direkt Millionen von Menschen. Zumindest theoretisch. Vielleicht denken einige nicht darüber nach, was sie besser für sich behalten sollten und was sie problemlos veröffentlichen können.

Was fehlt, sind klare Kommunikationsrichtlinien, wie sie auch in Unternehmen gelten. Darin kann geregelt werden, wie Abgeordnete mit den neuen Dialog-Möglichkeitenn umgehen sollten. Natürlich keine Detailregeln sondern eher etwas wie ein Rahmen, in dem sich die Politiker bewegen können. Das kann heißen: Nicht-Öffentliche Sitzung = Handy aus*. Oder etwas schöner formuliert: “Veröffentlichen sie nie vertrauliche Informationen.” 

Die meisten Regeln ergeben sich eigentlich schon durch reine Logik. Doch für manche muss man sogar Selbstverständlichkeiten noch schriftlich festhalten.

Die erste Regel sollte immer lauten

“Erst denken, dann twittern!”

 

* Bleibt die Frage, wieviele Sitzungen von Bundestagsfraktionen öffentlich sind.

Merkel in Bremerhaven

26 Mai

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merkel Super Wetter, tolle Stimmung, 2500 Menschen am Auswandererhaus in Bremerhaven. Eine tolle Kulisse für den Europawahlkampf mit Angela Merkel, Hans-Gert Pöttering und Carl Kau, dem Spitzenkandidaten der CDU Bremen für die Europawahl.

Gespannt warteten die Bremerhavener auf den Auftritt der Bundeskanzlerin. Gegen 17 Uhr war es soweit. Der Hubschrauber der Luftwaffe landete nicht weit vom Auswandererhaus. Doch bevor Merkel zur Bühne ging hatte sie noch etwas Zeit sich über die Entwicklung der Havenwelten in Bremerhaven zu informieren. Sie besichtigte das noch nicht fertiggestellte Klimahaus und auch das Auswandererhaus selbst. Die Entwicklung in Bremerhaven sei ohne Europa nicht möglich gewesen, stelle sie begeistert fest. Man könne erkennen, dass Deutschland nicht nur viel in die EU einbezahle, sondern das Beispiel Bremerhaven zeige, dass Deutschland auch viel zurück bekomme erklärte die Kanzlerin.

Aber auch die innerdeutsche Politik fand ihren Platz in ihrer Rede, in einigen klaren Worten zur Finanzkrise:

„Wir haben nicht den Banken geholfen, sondern den Zusammenbruch der gesamten Wirtschaft verhindert“

img 0811 150x150 ruft sie auch den wenigen Demonstranten zu, die mit Plakaten und Transparenten gegen die Konjunkturpakete und Finanzhilfen demonstrierten. Viel Protest gab es jedoch nicht. Die IG Metall  hatte ihren Demonstrations-Trupp geschickt, Bauern demonstrierten für einen fairen Milchpreis und die Zipfelschule in Bremerhaven demonstrierte gegen die geplante Schließung. Die Bundeskanzlerin plädierte für klare Regelungen für die internationalen Finanzmärkte

 „Der Staat muss der Hüter der Ordnung sein. Eine Wirtschaft kann ohne Regeln nicht existieren.“

img 0766 150x150 Weitere Redner waren Thomas Röwekamp und Carl Kau von der CDU Bremen, sowie der Präsident des Europäischen Parlaments und Spitzenkandidat der CDU zur Europawahl Hans-Gert Pöttering. Alle Redner hoben die Wichtigkeit der Europawahl hervor, schließlich habe das Europäische Parlament seit seiner Gründung viele Kompetenzen hinzu gewonnen. Es sei deshalb wichtig mit zu entscheiden, wer dort die Weichen für Europa stellt. 

Gegen 18 Uhr war die Kundgebung beendet. Angela Merkel schien es sehr gefallen zu haben, so gab sie nach der Veranstaltung noch fleißig Autogramme.

Unterstützt wurde Angela Merkel durch viele Helfer vom “teAM Deutschland“, der Unterstützerorganisation für Angela Merkel. Jeder kann Unterstützer werden, es kostet nichts und man muss kein Parteimitglied sein. Mitglied werden kann jeder ganz einfach unter www.team2009.de werden.

Mehr Bilder gibt es auf Flickr (oder Facebook)

Der Alte ist der Neue und ein Geburtstag

23 Mai

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Heute trat die 13. Bundesversammlung zur Wahl des Bundespräsidenten zusammen. 1224 Wahlmänner und -frauen hatten die Ehre unser Staatsoberhaupt zu wählen. Unter ihnen nicht nur Politiker, sondern auch Promis wie Regina Halmich Zur Wahl standen vier Bewerber: der Amtsinhaber Horst Köhler, Gesine Schwan von der SPD, Peter Sodann von der SED Linken und Frank Rennicke für die NPD.

koehler Mit einer Punktlandung hat es Horst Köhler gleich im ersten Wahlgang geschafft: 613 Wahlmänner und -frauen stimmten für den Amtsinhaber. Das ist der alte Bundespräsident auch der Neue. Glückwunsch!

Die Abgeordneten der CDU, FDP und den freien Wählern haben also geschlossen für Köhler gestimmt, lediglich eine Stimme fehlte. Warum? Das weiß man nicht.

Guido Westerwelle kommentierte das Ergebnis schlicht, aber durchaus treffend mit

“Ein vorzüglicher Tag für Deutschland.”

Der Herausforderin Gesine Schwan hingegen fehlten ganze 11 Stimmen. Neben der SPD war sie auf die Stimmen der Grünen angewiesen, um überhaupt  eine Chance zu haben. Aber für eine Mehrheit hätte sie, neben Abweichlern aus dem bürgerlichen Lager, auch die Stimmen der LINKEN benötigt. Doch die hatte einen eigenen Kandidaten – der sogar 2 Stimmen mehr bekommen hat, als die Linke Wahlmänner und -frauen hatte. 

Die Stimmen der Linken hat Schwan sicherlich bereits kurz nach ihrer Nominierung verspielt, als sie über Oscar Lafontaine sagte

“Er ist ein Demagoge”

Damit hat sie zwar vollkommen recht, aber bei der Linken kam dies nicht gut an. Dieser direkte Angriff war wohl auch ein Ausschlaggeber für die Nominierung von Peter Sodann, dem ehemaligen Tatort-Kommissar. Natürlich, so erklärte die Kandidatin später gegenüber der Linksfraktion, habe sie das so nicht gesagt, sonder nur das Lafontaine sich wie ein Demagoge verhalte. Und dann war da natürlich noch ihre Warnung vor “sozialen Unruhen”. Sie wirkte dabei nicht wie eine Mahnerin, sondern eher wie eine, die diese heraufbeschwören möchte. Der Spiegel schreibt zurecht, dass sie auf den letzten Metern schwächelte und zunehmend nervös wurde.

Die Wahl von Köhler durch das bürgerliche Lager wurde natürlich von CDU, FDP und CSU als Richtungsweisend gedeutet. Es sei ein Signal für schwarz-gelb im Bund sagte Horst Seehofer, der bayrische Ministerpräsident. Angela Merkel erklärte nach der Wahl im Foyer des Bundestags dazu

“Jede Wahl hat ihre eigene Dynamik. Aber dass wir auch daran arbeiten, gemeinsam eine Mehrheit zu erreichen, ist ja kein Geheimnis. Und insoweit zeigt sich jedenfalls heute, dass wir das, was wir wollten, geschafft haben, gemeinsam und nicht alleine.”

Das sehen die SPD und die Grünen natürlich ganz anders. Die Bundestagswahl sei noch vollkommen offen erklärt Renate Künast. Franz Müntefering sieht keinen Einfluss auf die Bundestagswahl. 

Ist nun heute was besonderes passiert in der Bundesversammlung? Sicherlich nicht. Spiegel Online schreibt treffend dazu

“Damit ist der Normalfall eingetreten. Der im Volk beliebte Amtsinhaber hat gegen eine Kandidatin gewonnen, die manchen in den eigenen Reihen auf die Nerven gegangen ist.”

Bei einer Direktwahl hätten sich wohl zwei-drittel der Wählerinnen und Wähler für Horst Köhler entschieden. Er ist eben der beliebteste Politiker in Deutschland. Das ist nicht verwunderlich – hält sich ein Bundespräsident doch aus den kleinen und großen Kämpfen der Tagespolitik raus. Die schärfste Waffe des Bundespräsidenten ist das gesprochene Wort und mit guten Reden kann man nicht viel falsch machen. Hinzu kommt, dass Köhler kein Politiker im Rahmen der Parteistruktur war. Er kam im Grunde als “Quereinsteiger” ins Schloss Bellevue. Als Zugpferd sollte man ihn schon deshalb nicht vor den Wahlkampfkarren spannen. 

Über den Schmalspurnazi von der NPD möchte ich hier kein Wort verlieren – dazu hat Xtra3 sicherlich schon alles gesagt. 

kelber twitter 150x150 Noch eine kleine Anekdote zu dieser Wahl des Bundespräsidenten. Das Web 2.0 hielt Einzug in die Bundesversammlung. Neben vielen politisch mehr oder weniger interessierten Twitter-Usern außerhalb der Bundesversammlung haben auch viele Politiker von der Versammlung direkt getwittert. Das hat dazu geführt, dass nicht Norbert Lammert, der Bundestagspräsident und als zweiter Mann im Staat Leiter der Bundesversammlung, das Ergebnis der Öffentlichkeit präsentierte. Es war Ulrich Kelber, der über twitter das Abstimmungsergebnis 15 Minuten vor Lammert verkündete. Neben ihm hat aber auch die CDU Abgeordnete Julia Klöckner den gespannt wartenden Köhler-Anhängern das Ergebnis vorab verraten. Die Berliner Morgenpost sieht darin eine Verletzung des Wahlgeheimnisses. Wie auch immer: Twitter hat mal wieder als erstes informiert icon smile

Happy Birthday

Doch neben der Bundesversammlung und der erneuten Wahl von Horst Köhler gab es noch etwas zu feiern: Heute vor 60 Jahren war die Geburtsstunde der Bundesrepublik – das Grundgesetz wurde am 23. Mai 1949 verkündet. Leider wird dieses Ereignis, das so richtungsweisend für unsere Demokratie war nicht immer mit dem gebührenden Respekt gefeiert und gerät deshalb oft in Vergessenheit.

Dabei haben die Mütter und Väter des Grundgesetzes im Parlamentarischen Rat gute Arbeit geleistet. Das Grundgesetz legt einen Rahmen um unsere Demokratie und ist allgemein vom Volk anerkannt. Es gilt nicht umsonst als eine der besten demokratischen Verfassungen.

Man sollte diesen 23. Mai in jedem Jahr feiern. Feiern, dass wir seit 60 Jahren auf Grundlage des Grundgesetzes in Frieden und Freiheit leben können. Danke Grundgesetz!

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cc  photo credit: Roosewelt Pinheiro

WebTipp #3: 100 Tage Obama – 100Tage offizielle Fotos

30 Apr

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2933262859 5e6f0383ed m Also meine Fotos veröffentliche ich ja schon seit einigen Jahren auf Flickr. Mal recht schöne Fotos, mal auch nur ein paar Schnappschüsse.

Genauso gerne schaue ich mir Bilder auf Flickr an, finde neue Leute und schaue mir das ein oder andere von den Fotos ab.

Flickr ist wirklich eine meiner Lieblingsseiten im Internet. Und für Fotos die erste Adresse – kein Wunder das ich seit einigen Jahren ein Pro-Account habe, obwohl man das ganze auch kostenlos nutzen kann.  die Video-Funtkion von Flickr nutze ich jedoch nicht, ich mag es als reines Foto-Portal.

Und es gibt immer wieder neues zu entdecken, spannendes, interessantes. So findet man z.B. auch das Weiße Haus auf Flickr und zwar nicht das Gebäude, sondern die offiziellen Fotos von Barack Obama.

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President Barack Obama walks the family dog "Bo" on a leash April 14, 2009, through the Private Residence at the White House.

Abgelichtet in den verschiedensten Alltagssituationen eines Präsidenten finden man viele hundert Fotos dort. Und das beste: die Fotos stehen alls unter Creative Commons License. Jeder darf diese Bilder nutzen!

Fotografiert wird der Präsident von Pete Souza, einem Fotojournalisten und mittlerweile offizieller Fotograf des Weißen Hauses. Erfahrungen als offizieller Fotograf des Weißen Hauses konnte Souza schon unter Präsident Ronald Reagen sammeln. Von 1983 bis 1989 war er zum offiziellen Fotografen bestellt worden. Vor seinem erneuten Engagement im Weißen Haus lehrte er Fotojournalismus an der Schule für Visuelle Kommunikation an der Universität Ohio.

Eigentlich handelt es sich um ein ganzes Foto-Team, dessen Aufgabe es ist die Präsidentschaft für die Geschichte in Bildern zu dokumentieren. Zum Teil sind die Fotos die einzige Dokumentation von Ereignissen, die der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Beispielsweise das Treffen des alten und neuen Präsidenten, George W. Bush und Barack Obama

The Rise of Barack Obama” ist das jüngste Buch von Pete Souza, welches im Juli 2008 veröffentlicht wurde. Es wurde ein Bestseller in den USA.

Mein WebTipp: The Official White House Photostream
cc photo credit: Auzigog 

cc  photo credit: The Official White House Photostream

Obama unterzeichnet größtes Konjunkturpaket

17 Feb

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Knapp vier Wochen ist Obama im Amt und hat jetzt seinen ersten großen Erfolg erzielt. Er unterzeichnete das größte Konjunkturpaket in der Geschichte der USA und setzte es damit in Kraft.

Das Paket umfasst 789 Milliarden Dollar und ist laut Obama

“ein ausgewogenes Paket aus Steuererleichterungen und Investitionen”

Er sieht es als einen Teil einer breiten Strategie, mit der die USA der Wirtschaftskrise entgegentreten. Obama sprach von einem nicht leichten Weg aus der Krise.

Zuvor wurde das Milliarden-Paket vom Repräsentantenhaus und vom Senat in Washington abgesegnet. Im Repräsentanten haus stimmten 246 Abgeordnete dafür und 183 dagegen. Kein einziger Republikaner stimmte für das Paket von Obama – ein Rückschlag, wollte dieser doch stärker überparteilich Politik machen.

Das Programm ist ein Mix aus Investitionen und Steuererleichterungen und soll insgesamt 3,5 Millionen Arbeitsplätze sichern und neu schaffen. Mit knapp 507 Milliarden Dollar stehen gut 2/3 des Programms für Investitionen in die Infrastruktur zur Verfügung. Ungefähr 202 Milliarden Dollar sind für Steuererleichterungen vorgesehen.

Wichtige Eckpunkte sind 150 Milliarden Dollar für Projekte in den Bereichen Transport, Energie, Technologie, 87 Milliarden für die staatliche Krankenversicherung, 70 Milliarden Steuererleichterungen für die Mittelschicht, 54 Milliarden Dollar Förderung für Schulen, 50 Milliarden Dollar für erneuerbare und effiziente Energien und 40 Milliarden Dollar zusätzliche Unterstützung für Arbeitslose.

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Obamas Unterschrift

Den nächsten Schritt will Präsident Obama am Mittwoch erläutern: ein Programm für zahlungsunfähige Hausbesitzer. Angesichts von derzeit 10.000 Hausbesitzern die täglich ihren Besitz verlieren, soll das neue Programm diese vor der Zwangsversteigerung schützen. Das Programm könnte ein Volumen von 50 bis 100 Milliarden Dollar haben. In Bedrängnis geratene Hauseigentümer müssten demnach in einem standartisierten Verfahren ihre finanzielle Situation prüfen lassen. Gelder sollen gezahlt werden, wenn mehr als 38% des Bruttoeinkommens für Hypotheken gezahlt werden müssen.  Offizielle Stellen in den USA wollten zu diesen Vermutungen keine Stellung nehmen.

Das Konjunkturpaket hat Obama in Denver, Colorado unterzeichnet – weit weg von Washington. Das Paket für Hausbesitzer wird er ebenfalls weit weg von Washington erläutern, in Phoenix (Arizona)

Auch in seiner “Weekly Adress” vom 14.02.2009 spricht Präsident Obama über das Konjunkturpaket und dessen Inhalt:

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Sehr spannend ist die Ankündigung der Internetseite www.recovery.gov – dort kann sich jeder über die Verwendung der Gelder des Konjunkturpakets informieren und dieses auch kommentieren. 

“Once the plan is put into action, a new website – Recovery DOT gov – will allow any American to watch where the money goes and weigh in with comments and questions – and I encourage every American to do so. Ultimately, this is your money, and you deserve to know where it’s going and how it’s spent.”

Meiner Meinung nach sollte sich die Bundesregierung daran ein Beispiel nehmen – würde für mehr Transparenz sorgen!

Foto:  SEIU Walk a Day in My Shoes 2008, edit by Matthias.kötter Lizenz:  Creative Commons Attribution 2.0

Obama: Erste Videobotschaft

26 Jan

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Auch als Präsident macht Obama so weiter, wie während seiner Kampagne. In seiner ersten Videobotschaft spricht er darüber, wie der “America Recovery and Reinvestment Plan” die Wirtschaft beleben soll.

“This is not just a short-term program to boost employment, it’s one that will invest in our most important priorities like energy and education; health care and a new infrastructure that are necessary to keep us strong and competitive in the 21st century.” (weiterlesen …)

Obama macht Tempo: Wirtschaft, Guantanamo, Nahost, Abreibung

24 Jan

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Barack Obama

Schon im Wahlkampf hat Barack Obama das Tempo hochgeschraubt und ein unglaubliches Pensum abgearbeitet. Wie es aussieht macht er auch alt vereidigter Präsident so weiter.

Vereidigt wurde Obama am Tag nach der Inauguration glatt nocheinmal. Akkurat wie er ist, wollte er auf Nummer sicher gehen. Bei der offiziellen Inauguration gab es Abweichungen im verfassungsmäßig Vorgeschriebenen Text.

Noch während die Festbälle in Washington liefen, nahm das Team rund um Obama die Arbeit auf. Gleich zu beginn ließ Obama alle Verwaltungsakte der Vorgänerregierung, mit deren Umsetzung noch nicht begonnen wurde, stoppen. Der Stopp soll bis zu einer Überprüfung durch die neue Regierung dauern. (weiterlesen …)

TV Nachlese: Oliver Stone´s W.

24 Jan

Ich war gespannt auf den Film “W.” von Oliver Stone. Nun lief er gestern auf ProSieben. Nun bin ich wahrlich kein Freund von George W. Bush – von daher auch meine Vorfreude auf diesen Film.

Aber ganz ehrlich? Der Film hat mich enttäuscht. Kaum Witz, streckenweise sehr langatmig. Die Mischung von Regierungszeit und Rückblick war ganz gut, aber es hat sich bei mir der Eindruck aufgetan: Dieser Film ist teilweise too much.

Nun denn, noch ein paar Pressestimmen:

Hier noch der Trailer zum Film: (weiterlesen …)

Obama ist vereidigt: “A Wind of Change” im Weißen Haus

21 Jan

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Inauguration von Barack Obama

Barack Obama ist jetzt nicht nur der 44. Präsident der USA, sondern auch der erste afroamerikanische Präsident. Den Amtseid schwor er auf die Bibel von Abraham Lincoln, seinem großen Vorbild und Kämpfer gegen die Sklaverei.

Der Amtseid wurde ihm vor einer atemberaubenden Kulisse – es waren nach Schätzungen mehr als 2 Millionen Menschen auf der “National Mall” – vom Präsidenten des Obersten Gerichtshofs, John Roberts abgenommen:

 „Ich gelobe feierlich, dass ich das Amt des Präsidenten der Vereinigten Staaten getreulich verwalten und die Verfassung der Vereinigten Staaten nach besten Kräften erhalten, schützen und verteidigen will. So wahr mir Gott helfe.“

Mit Spannung wurde seine Antrittsrede (Die Rede als Video auf Spiegel) erwartet – viele erwarteten eine Ruck-Rede. Obama hat die Amerikaner auf die Schwierigkeiten die vor ihnen liegen vorbereitet und zugleich auch Mut zugesprochen, dass Amerika die Aufgaben bewältigen wird.

“Today I say to you that the challenges we face are real.  They are serious and they are many.  They will not be met easily or in a short span of time.  But know this, America -  they will be met.”

(weiterlesen …)