Meine Oma ist jetzt bei Opa – beide passen auf mich auf!
13 Feb
“Der Tod ist das Tor zum Licht am Ende eines mühsam gewordenen Weges”
Ich bin unendlich traurig.
Meine Oma ist am Freitag im Krankenhaus friedlich entschlafen. Unbemerkt hat der Krebs wieder angefangen zu arbeiten. Aber sie hat es nicht bemerkt.
Ich freue mich über die ganzen Erinnerungen die mir geblieben sind! Wie sie früher, als ich in der Grundschule war, immer einem Freund Brötchen, Süßigkeiten oder Panini-Sammelbilder für mich mitgegeben hat. Wie sie sich gefreut hat, wenn zum Schützenfest die Fahnensetzer bei ihr Rast gemacht haben. Wie die Fahnensetzer sich über die Stärkung zum Mittag gefreut haben. Über 25 Jahre hat sie das gemacht. Wie sie immer eine Flasche “Omas Guten” für mich hatte, wenn ich feiern gegangen bin. Das sind nur einige Erinnerungen von vielen, die ich an meine geliebte Oma habe.
Als ich sie das letzte mal besucht habe, bei ihr zu Hause, wirkte sie so fit und lebensfroh. Ich freue mich, dass ich sie so in Erinnerung halten kann. In den letzten Wochen hat sie immer öfter von Opa geträumt. Ob sie unbewusst geahnt hat, was in ihr vor geht? Das es zu Ende geht? Ich weiß es nicht, ich werde sie nie danach fragen können. Und doch glaube ich, dass sie es gespürt hat.
Jetzt ist sie wieder bei Opa, den sie so vermisst hat. Oma und Opa, beide passen jetzt auf mich und meine Schwestern auf. Beide schauen oben vom Himmel nach ihren Enkelkindern. Sie passen darauf auf, dass es uns gut geht und uns nichts passiert. Da bin ich mir sicher. Und trotzdem:
Ich bin unendlich traurig.




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