Tag Archives: Laufzeitverlängerung

Offener Brief zur Besetzung des Kernkraftwerks Unterweser

27 Jun

Offener Brief zur Besetzung des Kernkraftwerks Unterweser

090622 akw kuppel totenkopf 300x200 Am Montag ging die Nachricht bundesweit durch die Presse. Greenpeace Aktivisten haben sich widerrechtlich Zutritt zum Gelände des Kernkraftwerks Unterweser (KKU) verschafft und die Reaktorkuppel besetzt

Die Gegner des KKU nehmen diese Besetzung zum Anlass, die sofortige Stilllegung der Anlage zu fordern. Nach ihrer Ansicht sind große Sicherheitslücken vorhanden. Man solle nicht bis zum geplanten Ausstieg 2011/2012 warten, sondern die Anlage sofort abschalten. Notfalls wolle man die Abschaltung der Anlage juristisch durchsetzen, erklärten die KKU-Gegner derBürgerinitiative “Aktion Z” und dem AK Wesermarsch der Antiatombewegung am Mittwoch auf einem Informationsabend in Stadland.

„Wenn wir das alles ernst nehmen, dann müssen wir jetzt den Antrag stellen, dem KKU die Betriebserlaubnis zu entziehen“, erklärte Olaf Dinne aus Bremen

Hans-Otto Meyer-Ott der Sprecher des AK Wesermarsch schlug versöhnlichere Töne an. Zu erst müsse man die juristischen Mittel und die Kosten einer Klage prüfen. Er schlug vor, zuerst Gespräche mit den Verantwortlichen zu führen und auf Sicherheitsrisiken hinzuweisen.

Zuvor hatte sich Björn Thümler (CDU), MdL, bereits von E.on über die sicherheitstechnischen Anlagen und Sicherheitspläne informieren lassen. Laut Thümler ging es bei dem Gespräch, 

„unter anderem um den technischen Aufbau des Kraftwerks”

Nach dem Gespräch erklärt er weiterhin

„Die Kuppel eignet sich natürlich hervorragend für spektakuläre Aktionen; die eigentlichen sicherheitsrelevanten Teile der Anlage befinden sich jedoch im Inneren des Gebäudes. Daher ist das Sicherheitskonzept vor allem darauf ausgerichtet, dass sich hierzu niemand unerlaubten Zutritt verschaffen kann.”

Der unerlaubte Zutritt zum inneren des Reaktors war jedoch nicht das Ziel der Greenpeace-Aktivisten. Daher haben die Wachleute besonnen und  richtig reagiert, indem sie die Polizei alarmierten. Bis zum Eintreffen der Beamten, war die Lage unter der Kontrolle der Wachleute. Thümler warnt davor, vorschnelle Urteile zu fällen und gibt zu bedenken, man

„sollte sich zunächst über die tatsächlichen Verhältnisse informieren”

Ina Korter, MdL von den Grünen stellte fest, dass die Landesregierung ihre Aufsichtspflicht vernachlässige und Griff Thümler für sein besonnenes Verhalten scharf an. Dies wies Thümler scharf zurück und erklärte zu den Vorhaltungen von Frau korter:

„Ich habe lediglich das getan, was ich auch Frau Korter empfehle: Ich habe mich direkt bei den Beteiligten über den Sachverhalt informiert. Das sollte eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein, bevor man Urteile fällt und Forderungen aufstellt. Wer – wie Frau Korter – nicht mit E.ON sprechen will, aber trotzdem dazu seine Meinung verbreitet, der verbreitet vor allem Vorurteile und schürt damit bewusst Ängste in der Bevölkerung”

Auch Thümler erkennt, dass die Vorgänge rund um die Besetzung durch Greenpeace Fragen aufwerfen. Er forderte E.on als Kraftwerksbetreiber auf, die Bürger umfassend über die Sicherheit des Kraftwerks zu informieren. Dies hat E.on dazu bewogen, am  Montag kommender Woche einen “Offenen Brief” in den Zeitungen zu veröffentlichen. 

In dem offenen Brief, der mir vorliegt (Offener Brief E.on), heißt es unter anderem

“Die Greenpeace-Aktivisten haben sich gewaltsam Zutritt zum Gelände des Kernkraftwerks verschafft, Sachschäden verursacht, ihre eigene Sicherheit und die des Wachpersonals gefährdet.”

Weiterhin erklärt E.on, dass durch technische und bauliche Auslegung kerntechnischer Anlage sichergestellt sei, dass Unbefugte nicht in den so genannten inneren Sicherungsbereich vordringen können. Abschließend erklärt E.on zur Greenpeace-Aktion und zur Sicherheit der Anlage:

“Insofern kommen wir zu dem Ergebnis, dass der Objektsicherungsdienst der Anlage gemeinsam mit den Einsatzkräften die Aktion von Greenpeace wie im Objektsicherungskonzept vorgesehen – das im Übrigen für alle deutschen Anlagen gilt – richtig abgearbeitet hat. Es kann also keine Rede davon sein, dass die Sicherheit der Anlage leicht zu gefährden sei.”

cc  photo credit: Greenpeace

Greenpeace besetzt Reaktorkuppel an der Unterweser

23 Jun

Greenpeace besetzt Reaktorkuppel an der Unterweser

090622 akw kuppel totenkopf 300x200 Was für eine Nachricht am frühen Montagmorgen: Greenpeace Aktivisten haben die Kuppel vom Kernkraftwerk Unterweser (KKU besetzt). Nach Greenpeace Informationen waren insgesamt 50 bis 60 Aktivisten an der Aktion beteiligt und knapp 20 standen auf der Kuppel. Sie haben dort Banner angebracht und einen großen Totenkopf mit schwarzer Farbe gemalt. Auf dem Banner ist zu lesen 

“Atomkraft schadet Deutschland”

Gegen 15 Uhr haben sich wohl Polizisten auf die Kuppel gewagt und angefangen die Banner etc abzubauen. Ein Kran wurde neben der Kuppel aufgestellt. Dieser sollte mit einer Gondel das Sondereinsatzkommando (SEK) auf die Kuppel des KKU bringen. Greenpeace zufolge haben die “Besetzer” keinen Widerstand geleistet. Gegen 17 Uhr wurden die Aktivisten nacheinander von der Kuppel abgeseilt.

Laut NDR Informationen hat der Kraftwerksbetreiber E.on darauf verzichtet, die Kuppel aktiv durch die Polizei räumen zu lassen. Somit konnte die Protestaktion nach ca. 14 Stunden friedlich beendet werden. Für alle beteiligten sicherlich eine besondere Aktion, ist es doch nicht ganz ungefährlich auf einer Reaktorkuppel. E.on wird nun wohl die verursachten Schäden prüfen und zur Anzeige bringen.

Der Kraftwerksbetrieb wurde nicht beeinträchtigt – der Reaktor lief auf Vollastbetrieb. Greenpeace wollte mit dieser Aktion auf die Forderung aufmerksam machen, sieben Reaktoren in Deutschland sofort abzuschalten. diese sieben Reaktoren seien nur unzureichend gegen terroristische Anschläge gesichert. E.on wies Vorwürfe zurück, dass es Lücken im Sicherheitssystem gebe. das Eindringen der Aktivisten in den äußeren Sicherheitsbereich wurde ordnungsgemäß durch einen Detektionszaun gemeldet. Nach E.on Angaben waren alle sicherheitsrelevanten Bereiche geschützt.

Das Atomkraftwerk Unterweser zählt mit einer Leistung von 1410 Megawatt zu einem der größten in Deutschland. Der Reaktor war 1979 unter großem Protest in Betrieb gegangen.

Presseschau:

cc  photo credit: Greenpeace

Gute Debatten zur A22 und zum Energiestandort Wesermarsch

20 Feb

Gute Debatten zur A22 und zum Energiestandort Wesermarsch

Leider wurde die Ratssitzung nicht von TV-Wesermarsch aufgezeichnet, denn es gab wirklich gute und sachliche Debatten ohne Fraktionszwang zu den Resolutionen zur A22 und zum Energie und Wirtschaftsstandort Wesermarsch.

wappen brake

Wie angekündigt habe ich zwischendurch live aus der Ratssitzung getwittert. Leider ging zum Ende hin mein Handy-Akku zuneige, so dass ich irgendwann abbrechen musste. 

Das “große” Thema der Ratssitzung war, neben den genannten Resolutionen, der Haushaltsentwurf für 2009. Eingebracht wurde dieser traditionell vom Vorsitzenden des Finanzausschusses Ingo Logemann. Dieser kündigte aber vorab an, sich diesmal kürzer zu fassen als sonst, wegen der umfangreichen Tagesordnung. 

Bei der Einbringung des Haushalts wurden von Herrn Logemann einige Punkte aus dem Haushalt herausgegriffen. Besonders gelobt wurde der Vorsitzende des Ausschusses für Schulen und Kultur, Michael Kurz auf dessen Antrag hin eine zweite Grundreinigung für die Grundschulen beschlossen wurde. Die CDU/GRÜNEN-Gruppe hält dies für eine unausgereifte Lösung und hatte beantragt, die Reinigungsstunden in den Schulen grundsätzlich zu erhöhen damit kontinuierlich mehr Zeit für die Reinigung zur Verfügung steht. Auch mit dem Hinweis, dass eine korrekt durchgeführte Grundreinigung nur von Spezialfirmen durchgeführt werden könne. Für diesen Vorschlag konnte keine Mehrheit gefunden werden.

Logemann sprach von “Haushaltslyrik” als er den Fehlbetrag von knapp 2 Millionen Euro im Haushaltsentwurf 2009 lobte. 

Für die CDU/GRÜNEN-Gruppe nahm Lidia Ulrich Stellung zum Haushalt. Sie stellte zu beginn ihrer Rede fest, dass die evangelische Kirche Oldenburg knapp 4,3 Millionen Euro bei der Pleite von Lehman Brothers verspekuliert hat. Brake habe dieses Problem nicht, da kein Geld für spekulationen da war und auch in Zukunft nicht da sein würde.

Sie kritisierte nochmals das SPD-Konzept für die Kinderbetreuung und stellte fest, dass es mit diesem Konzept zu erheblichen Schwierigkeiten gekommen sei und noch kommen wird. Es sei nur ein Kompromiss, die zweite Wahl für die CDU/GRÜNEN-Gruppe gewesen. Diese hatte schon bei der Entscheidung über das SPD-Konzept erhebliche Bedenken angemeldet, da aber einige Projekte sinnvoll waren doch zugestimmt. Die CDU/GRÜNEN-Gruppe hatte das Konzept von Bürgermeister Schiefke favorisiert und dies auch immer vertreten. Dies sorgte bei der SPD-Fraktion für Verwirrung. Frau Ursula Schinski fragte in einem Zwischenruf

“Weiß die überhaupt wovon sie spricht?”

Und Frau Ulrich wusste worüber sie sprach, ebenso wie die gesamte CDU/GRÜNEN-Gruppe. Die Kritik machte Daniel Stellmann in der anschließenden Diskussion klar: Trotz sinkender und dann stagnierender  Kinderzahlen würden mit dem Neubau der Lebenshilfe neue Gebäude geschaffen. Auf diese hätte man verzichten können, wenn die Lebenshilfe ihre Integrative Krippe im Kindergarten Gustav-Heinemann-Straße hätte einrichten dürfen. Dies wurde damals von der SPD abgelehnt, da sie keinen Bedarf für eine integrative Krippe gesehen hat.

Die FDP kritisierte die Relationen bei den freiwilligen Leistungen. Gustav Hellmers nahm als Beispiel die 9.000 Euro für die Städtpartnerschaft Zwiesel, die eigentlich kostenneutral eingerichtet wurde, und dem Zuschuss von 10.000 Euro für den  Förderverein Arbeitslosenzentrum e.V. Dies sei ein Missverhältnis und er appelierte, dass bei der Städtepartnerschaft in Zukunft mehr auf Selbstbeteiligung der Teilnehmer Wert gelegt werden solle.

Für die Wählergemeinschaft (WGB) ergriff Walter Erfmann das Wort und kritisierte das Haushaltssicherungskonzept, ebenso wie es vor ihm Ingo Logemann für die SPD tat. Er beantragte, dass über diesen Punkt gesondert abgestimmt wird.

Bürgermeister Roland Schiefke verteidigte das Haushaltssicherungskonzept hingegen. Es sei eine realistische Einschätzung der zukünftigen Entwicklung der Stadt, auch in Hinblick auf bisher 200 Millionen Euro Investitionen  in die Wirtschaftskraft der Stadt durch das Land Niedersachsen und den Unternehmen vor Ort.

Bei drei Gegenstimmen der WGB wurde das Haushaltssicherungskonzept angenommen. Der restliche Haushalt wurde einstimmig beschlossen.

Der Punkt “Neufassung der Entschädigungssatzung” wurde von der Tagesordnung genommen. Die CDU/GRÜNEN-Gruppe hätte diesem so nicht zugestimmt, durchaus aus unterschiedlichen Gründen bei CDU und GRÜNEN.

Als nächstes Standen die beiden Resolutionen auf der Tagesordnung. Diese hießen nun nicht mehr Resolutionen, sondern Positionspapiere. Das Positionspapier zur A22 machte den Anfang. Hans-Otto Meyer-Ott brachte für die GRÜNEN einen Gegenantrag ein, der Zusammengefasst besagte, dass die A22 nicht gebaut werden solle. 

Ingo Logemann, Gewerkschaftsfunktionär, plädierte für Kirchturmspolitik. Die A22 würde nur Nordenham und der nördlichen Wesermarsch nutzen. Gewerbeansiedlungen durch die A22 sah er kritisch – die dadurch entstehenden Arbeitsplätze auch. Gewerkschaftsfunktionäre sind schließlich nicht dafür bekannt Arbeitsplätze zu schaffen.

Bespielhaft wurde von den Befürwortern der A22 die Entwicklung in Süd Oldenburg durch die Autobahn aufgezeigt. Die durch die A22 enstehenden Impulse könne eine solche Entwicklung auch in der Wesermarsch anstoßen und so könne auch Brake daran partizipieren erläuterte Hans-Dieter Beck für die CDU-Fraktion. Die Wesermarsch müsse als Ganzes gesehen werden, da viele Arbeitnehmer von Brake auch nach Nordenham pendelten – Kirchturmpolitik sei hier Fehl am Platze. Er selbst habe als JU Kreisvorsitzender schon den Bau gefordert. Auch Dr. Ali Baltaji plädierte für den Bau der A22, so sei die Wesermarsch die am wenigsten Entwickelte Region in Niedersachsen und Deutschland. Bürgermeister Schiefke erklärte, dass die A22 für eine Optimierung der Warenströme und des LKW-Verkehrs sorgen würde.

Der Antrag der Grünen wurde bei einer Ja-Stimme, einigen Enthaltung und damit mit großer Mehrheit abgelehnt. Das Positionspapier wurde bei 4 Gegenstimmen (Meyer-Ott, Grüne; Mohrschladt, Logemann, Schinski, alle SPD) mit großer Mehrheit angenommen.

Befürchtet wurde bei der Diskussion um das Positionspapier zum Energie- und Wirtschaftsstandort Wesermarsch eine ideologische und hitzige Debatte. Dem war nicht so! Es wurde sehr sachlich diskutiert. Die bekannten und überall im Internet abrufbaren Pro und Contra Argumente zur Kernkraft und zur Laufzeitverlängerung wurden ausgetauscht. 

Die CDU/GRÜNEN-Gruppe hatte namentliche Abstimmung beantragt, was Michael Kurz dazu veranlasste  eine geheime Abstimmung zu beantragen. Am Ende wurde geheim abgestimmt. Das Ergebnis: 19 Ja-Stimmen für da Positionspapier, 12 Nein-Stimmen.

Als weiteres Stand die Neufestsetzung der Fahrpreise für die Personenfähre Brake / Harriersand und die Änderung der Gebührenordnung für die Nutzung des Stadtbades auf der Tagesordnung. Ebenso die Ernennung des Ortsbrandmeisters und stellv. Ortsbrandmeisters der Stützpunktfeuerwehr Hammelwarden und drei Bebauungsplanänderungen. Alles wurde ohne Diskussion einstimmig angenommen.

Live-Tweets von der Ratssitzung

19 Feb

Live-Tweets von der Ratssitzung

wappen brake Das Web 2.0 bietet ja so viele Möglichkeiten: man kann bloggen, sein Profil in verschiedene Soziale Netzwerke einstellen und seine Bilder und Videos aller Welt zeigen. Der neueste Trend: microblogging. Kurze Nachrichten mit 140  Zeichen werden live auf eine Plattform gestellt, wie z.B. twitter. Da ich Twitter selbst intensiv nutze werde ich, so wie es die Zeit und die Aufmerksamkeit zulässt, live von der Ratssitzung twittern. Was twitter ist kann man hier nachlesen.

Was ich da dann verbreiten werde kann ich noch nicht sagen – Eindrücke, Zitate oder oder oder. Die Themen sind ja diesmal vielfältig: Atomkraft, Laufzeitverlängerung, Autobahnbau A22, Haushalt, Gebührensatzungen. Also sehr viel Potenzial für hitzige Debatten.

Um die Tweets zu kennzeichnen werde ich wohl den Hashtag #SRBrake für “Stadtrat Brake” nutzen. Somit könnt ihr dann auch alle Tweets über die Twitter Suche finden. Einfach im Suchfeld #SRBrake eingeben. 

Oder noch einfacher: Ihr folgt auf Twitter meinem Account @Pillendreher.

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Fragen, Anregungen und Kritik sind herzlich willkommen. Entweder direkt in die Ratssitzung per twitter oder als Kommentar hier im Blog.

Hier noch eine kleine Anleitung für Twitter (auf englisch)

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Braker Ratssitzung im Internet-TV (und Fernsehen?)

19 Feb

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wappen brake Die Haushalts-Ratssitzung vom 19.02.2009 wird durch TV-Wesermarsch aufgezeichnet und auf www.tv-wesermarsch.de veröffentlicht. Besonders interessant ist diese Ratssitzung nicht nur wegen der Verabschiedung des Haushalts, sondern auch wegen der Resolutionen zum Energie- und Wirtschaftsstandort Wesermarsch und zum Bau der A22.

TV Wesermarsch ist regionales Internetfernsehen mit Themen aus der Wesermarsch. Derzeit gibt es 83 Videos von verschiedenen Veranstaltungen aus der ganzen Region.

Betrieben wird das Angebot von Thomas Bäkers Firma TB Medienservice aus Brake. Bereits seit 10 Jahren produziert die Firma Videos für Unternehmen, Verbände, Vereine und Gruppen. 

Dies soll erstmal nur ein Test sein, wie das Angebot, die Ratssitzungen im Internet bereitzustellen, angenommen wird. Ob dann jede Ratssitzung ins Internet gestellt wird bleibt zu prüfen. Jedenfalls wäre es ein richtiger und wichtiger Schritt zu mehr Offenheit, Bürgernähe, Transparenz und könnte die Bürger für Kommunalpolitik begeistern

Auch der Norddeutsche Rundfunk (NDR) erwägt mit  einem Kamerateam an der Ratssitzung, auf Grund der Resolution zur Laufzeitverlängerung des Atomkraftwerks Unterweser und der Resolution zur A22, teilzunehmen

Die Tagesordnung für die Ratssitzung am 19.02.2009 um 18:30 im Ratssaal sieht u.a. folgende Punkte vor:

  • Haushaltsplan und Haushaltssatzung für das Haushaltsjahr 2009 
  • Neufassung der Entschädigungssatzung
  • Resolution zum Bau der Küstenautobahn A 22 
  • Resolution der Stadt Brake zur Sicherung des Energie- und Wirtschaftsstandortes Wesermarsch 
  • Zusammenführung der Wirtschaftsförderung Wesermarsch GmbH und der BEA GmbH 
  • Neufestsetzung der Fahrpreise für die Personenfähre Brake / Harriersand 
  • Änderung der Gebührenordnung für die Nutzung des Stadtbades 
  • Ernennung des Ortsbrandmeisters und stellv. Ortsbrandmeisters der Stützpunktfeuerwehr Hammelwarden 
  • Aufstellung der 1. Änderung des Bebauungsplans Nr. 3 “Westlich der Rönnel”
  • Aufstellung der 1. Änderung des Bebauungsplans Nr. 35 “Bereich Weserstraße – Braker Sieltief – B212″ 
  • Aufstellung der 1. Änderung des Bebauungsplans Nr. 41 “Bereich Scheideweg-Süddieksweg”
  • Bericht des Bürgermeisters 
  • Einwohnerfragen 

Resolution zur Sicherung des Energie- und Wirtschaftsstandortes

13 Feb

Resolution zur Sicherung des Energie- und Wirtschaftsstandortes

3240331261 71bb438557 m In der Ratssitzung am 19.02.2009 wird neben dem Haushalt und der Resoltion zur Küstenautobahn auch eine Resolution zum Energie- und Wirtschaftsstandort Wesermarsch beraten.

Resolution der Stadt Brake zur Sicherung des Energie- und Wirtschaftsstandortes Wesermarsch

Der Standard und die Sicherheit der Energieversorgung zählt heute zu den wichtigsten Standortfaktoren für die produzierende Wirtschaft. In der Wesermarsch und besonders an den Industriestandorten entlang der Weser gibt es moderne und leistungsstarke Unternehmen mit starker Exportorientierung, die trotz modernster Technik sehr energieintensiv sind.

Im weltweiten Wettbewerb sind diese Unternehmen auf preiswerte Energie und deren sicheren Bezug angewiesen. Anderenfalls wäre zum Beispiel auch die letzte verbliebene Zinkhütte in Nordeuropa, die Frima Xstrata in Nordenham, akut gefährdet. Weiterhin wird auf die drohenden Engpässe und Stopps bei der Gaslieferung aus Russland hingewiesen.

Die Unterweserregion sollte daher folgende Standortfaktoren sicherstellen:

  • Energie muss langfristig planbar zu wettbewerbsfähigen Preisen, umweltschonend und sicher zur Verfügung stehen.
  • Nach Auffassung der Stadt Brake können diese Anforderungen nur durch einen ausgewogenen Mix aller Energieträger sichergestellt werden. Dieses gilt besonders für die Grundlastversorgung, die nach dem derzeitigen Stand der Technik nur durch einen Energiemix aus konventioneller Energie dargestellt werden kann. Dabei spielt der mittelfristige weitere Einsatz der Kernenergie aufgrund der günstigen Produktionskosten und des Vorteils, ohne CO2-Belastungen für die Atmosphäre auszukommen, zunächst noch eine unverzichtbare Rolle.
  • Der Ausbau der erneuerbaren Energien ist zu fördern. Besonders im Unterweserraum führt die Enttwicklung der Off-Shore-Industrie zu einer Verbesserung der Wirtschaftskraft und zur Schaffung neuer Arbeitsplätze.
  • Die Stadt Brake unterstützt die Bemühungen von Bund und Land, staatliche Mittel zur Unterstützung der Grundlagenforschung und der angewandten Forschung für die Entwicklung der “Zukunftsenergie Wasserstoff” bereit zu stellen.

Die Stadt Brake befürwortet eine Laufzeitverlängerung für das Kernkraftwerk Unterweser, sowie alle Investitionen in eine Optimierung der bestehenden Anlage und unterstützt die massiven Aktivitäten verschiedener Unternehmen im Unterweserraum für den Bau und die Erweiterung von Produktionsstätten im bereich der regenerativen Energien. Mit diesen Baumaßnahmen sind Investitionen von mehr als 1 Milliarde Euro verbunden, die den Energiestandort Wesermarsch festigen und eine verlässliche Plattform für die hiesige Industrie bietet.

Mit einer Laufzeitverlängerung des Kernkraftwerks Unterweser (KKU) bewahrt sich unsere Region die notwendigen Zukunftsoptionen für die Sicherstellung der Energieversorgung, sowie den Erhalt eines wichtigen Betriebes mit ca. 330 direkten und weiteren 400 indirekten Arbeitsplätzen in der Wesermarsch. Mit einem jährlichen Auftragsvolumen von 15 – 20 Millionen Euro gehört das KKU zu den größten Auftraggebern der heimischen Wirtschaft.

Zusammenfassend unterstützt die Stadt Brake die Bemühungen zum Erhalt des KKU durch Laufzeitverlängerung sowie zur Förderung aller zukunftsweisenden Investitionen, besonders im Bereich der regenerativen Energien.

Auf Grund des schwierigen Themas ist es verständlich, dass die CDU/GRÜNEN-Gruppe unterschiedliche Meinungen zu dieser Resolution hat. Nicht nur das Mitglied der GRÜNEN, auch innerhalb der CDU-Fraktion. Doch da es grundsätzlich, anders als bei anderen Fraktionen, in der CDU/GRÜNEN-Gruppe keinen Fraktions- bzw. Gruppenzwang gibt stellt dies kein Problem dar.

cc  photo credit: Matthias Hensel