Der wohl kürzeste Wahlkampf in Deutschland hat begonnen. Heute haben die Parteien in Hessen den Wahlkampf eröffnet – jetzt wird es heiß.
Und die SPD mit Schäfer-Gümbel an der Spitze rudert sogleich zurück. Sein Vorschlag für eine Zwangsanleihe sei derzeit nicht mehrheitsfähig – also sieht er davon ab. Begründung: Er wolle einen Streit um die richtigen Instrumente vermeiden. Schade, denn wir brauchen jetzt die Richtigen Instrumente, um der Finanzkrise entgegenzutreten. Und natürlich auch eine Debatte, um die richtigen Insturmente. Da wirkt es schon in gewisser weise feige, wenn TSG sich derart äußert: “Deshalb werde ich mich nicht in einer Instrumentendebatte verlieren, die ich gegenwärtig nicht gewinnen kann…” Klingt nicht nach einem mutigen Politiker, der auch argumentativ für seine Ideen kämpfen will.
Ob die Schäfer-Bümbelsche Zwangsanleihe das richtige Instrument wäre bleibt zu bezweifeln. Denn wer ein Immobilienvermögen von 750.000 € hat, muss nicht unbedingt auch 5% an liquiden Mitteln rumliegen haben.
Und mit Schäfer-Gümbel kaufen die Hessen gleich noch die Katze im Sack. So will er kein Schattenkabinett aufstellen, “weil es den Blick ablenken könnte von der eigentlichen Auseinandersetzung zwischen Roland Koch und mir”. Herr Schäfer-Gümbel schein vergessen zu haben, dass wir in Deutschland keine Ministerpräsidenten direkt wählen, sondern Parteien in das Parlament. Vielleicht hat er sich doch zu sehr an Obamas Wahlkampf orientiert. So soll ja auch sein Wahlspruch “Jo, isch kann” sein. Leider fehlt hier das “Wir”-Gefühl, dass Obamas “Yes, we can” vermittelt hat. Vielleicht sollte jemand Schäfer-Gümbel nachhilfe in der englischen Sprache geben.
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