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Neues von Ulla Schmidt und ihrem Dienstwagen

27 Jul

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ulla schmidt 1 Der geklaute Dienstwagen unserer SPD-Gesundheitsministerin beschäftigt heute immernoch die Medien. Fast stündlich gibt es neue Berichte und Erkenntnisse. So haben sich Frank Steinmeier und die SPD Spitze den Beginn der heißen Wahlkampfphase sicher nicht vorgestellt. Und was die Medien an neuen Informationen zu Tage bringen macht die Sache für die Ministerin und die SPD nicht grade besser.

Rückendeckung erhält Ulla Schmidt, die derzeit Urlaub in Dénia (Spanien) macht, von SPD-Generalsekretär Hubertus Heil. Rückendeckung ist gut, von hinten kann man jemanden besser schubsen. Heil erklärt:

“Es ist rechtens, einen personenbezogenen Dienstwagen in Anspruch zu nehmen zu privaten Zwecken. Ulla Schmidt hat sich im Rahmen von Recht und Gesetz verhalten. Sie ist eine gute Ministerin.”

Ach so, also dann ist das ja alles gar kein Problem. Obwohl, hieß es nicht am Samstag noch, für private Zwecke hätte Ulla Schmidt (SPD) einen Mietwagen und würde den Dienstwagen nur für die offiziellen Termine nutzen? Ach ja, die Termine. Mittlerweile hat eine Ministeriumssprecherin auch erklärt, was für Termine das waren. Der eine “dienstliche Termin” war ein Empfang beim Bürgermeister von Dénia, ihrem Urlaubsort. Und der zweite sollte an diesem Montag in Els Poblets, 8,3 KM entfernt von Dénia stattfinden. Dort hielt sie eien Vortrag.

Dafür braucht man natürlich einen Dienstwagen. Und natürlich wegen des Sicherheitsaspekts. Insgesamt stellt sich die Frage, wie es die anderen Minister handhaben. Bundeskanzlerin, Außen-, Innen- und Verteidigungsminister gelten als hoch gefährdet. Diese Vier können es sich nicht aussuchen, ob die gepanzerte Limousine und die Bodyguards mit in den Urlaub kommen oder nicht. Verständlich. Doch die anderen Minister, also auch die Gesundheitsministerin, gelten als nicht hoch gefährdet. Also wie halten es die anderen, nicht hoch gefährdeten Minister mit dem Dienstwagen? Eine Umfrage unter den Ministerien ergab: Ulla Schmidt ist die einzige, die ihren Dienstwagen mit im Urlaub hatte.

Und irgendwie schon verwunderlich, dass die Ministerin zum einen einen eigenen Mietwagen in Alicante haben soll, aber zum anderen wegen des Sicherheitsaspekts den Dienstwagen 5000km aus Berlin anfahren lässt. Zumal ihr Dienstwagen nicht einmal gepanzert war, wie da die Sicherheitsaspekt-Theorie zu halten ist bleibt schleierhaft!

Und wäre es günstiger gegangen? Mit Sicherheit. Zum einen hätte Schmidt die Botschaft um Hilfe bitten können. Als Mitglied der Regierung kann sie auf die Fahrbereitschaft der Botschaft zugreifen können. Und Otto Fricke, FDP stellt treffend fest:

“In Spanien wären es sogar die Generalkonsulate, die vor Ort sind, die sich darum bemühen könnten”

Die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Grünen im Bundestag, Christine Scheel, spricht gar davon, dass es unter Umweltgesichtpunkten ziemlich verrückt und größenwahnsinnig sei den Dienstwagen aus Berlin herzubeordern. Georg Schirmbeck von der CDU hält den Vorfall für eine

“skandalöse Verschwendung von Steuergeldern”

Und auch der Bund der Steuerzahler beschäftigt sich mit dem Fall. Der Geschäftsführer Reiner Holznagel erklärt zu den widersprüchlichen Aussagen aus dem Ministerium:

“Frau Schmidt hat hin- und hergerudert. Als wir am Samstag nachgefragt haben, sagte sie, sie nutzt ihn [den Dienstwagen] nicht privat, sie hat ein eigenes Auto. Mittlerweile sagte das Ministerium, sie nutzt ihn doch privat und zahlt auch dafür. Fakt bleibt, der Wagen musste von Berlin nach Alicante, und das Kostet sehr viel Geld.”

Vielleich habe sie auch nur die Abwrack-Prämie falsch verstanden frotzelten sogleich Wirtschaftsminister Guttenberg und CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt. Auch der Ärzteverband Hartmannbund in Niedersachsen findet den vorfall ungeheuerlich und fordert gar den Rücktritt der SPD-Ministerin. Der Landesvorsitzende Bernd Lücke erklärte dazu in Hannover:

“Wer an andere höchste moralische Maßstäbe anlegt, sollte sich nicht scheuen, diese auch auf sich selbst anzuwenden.”

sixt ulla schmidt 150x150 Für Erheiterung sorgt der Vorfall derzeit in den Marketingabteilungen der Autovermietungen. So wirbt zum Beispiel der Autovermieter Sixt, der auch in Alicante vertreten ist, mit dem Konterfei von Gesundheitsministerin Ulla Schmidt:

“Mit dem Dienstwagen in den Urlaub? Es gibt Sixt doch auch in Alicante!”

Bei Sixt sogar mit Diebstahl-Versicherung inklusive, was es beim Ministerium wohl nicht gab. Eine Sprecherin des Gesundheitsministerium teilte mit, dass es normal sei, dass die Autos weder Teil- noch Vollkasko-Versicht sind. Dies habe mit der Vielzahl an Dienstwagen zu tun. Der Dienstwagen hat einen Wiederbeschaffungswert von knapp 100.000 Euro, die nun beim Steuerzahler hängern bleiben werden.

Für Ministerin Schmidt ist die ganze Sache kein Skandal und es sei wirtschaftlicher gewesen, den Dienstwagen nach Spanien zu beordern, als einen Dienstwagen samt Fahrer zu mieten. Nun steht noch im Raum, ob man zu den genannten Terminen unbedingt mit Fahrer und Dienstkarosse fahren muss. Großzügig geschätzt hat die Ministerin 70 km Dienstfahrten absolviert, im Gegenzug waren Leerfahrten von 5000km einkalkuliert. Die Sprecherin des Gesundheitsministerium wischt dies einfach vom Tisch:

“ Es ist überhaupt nicht entscheidend, ob einer, zwei, drei oder zwanzig Termine in Spanien absolviert wurden. Ihr steht das einfach zu.”

Das scheint die Arroganz der Macht zu sein, die über Ulla Schmidt gekommen ist. Das Ministerium versucht derweil die Wirtschaftlichkeits-These mit Rechnungen zu untermauern. Die Fahrt von Berlin nach Alicante und zurück hätten mit 500 Euro Benzinkosten zu Buche geschlagen. Freilich ohne Unterbringung des Fahrers. Miete für einen Dienstwagen und Fahrer vor Ort hätten jedoch 500 Euro pro Tag gekostet.

Der Bund der Steuerzahler hält dieser Rechnung eine eigene entgegen, nach der die Tour insgesamt mit 10.000 Euro zu veranschlagen sei. Laut Richttabelle des ADAC seien allein für den Weg von Berlin nach Alicante 3.800 Euro zu berechnen, zuzüglich der Unterkunft und Reisekosten des Fahrers.

Rechtlich gesehen ist es korrekt, dass Ulla Schmidt Anspruch auf einen Dienstwagen bei dienstlichen Terminen hat. Moralisch und ethisch ist ihr Verhalten fragwürdig. Ein Dienst im Kampf  gegen die wachsende  Politikverdrossenheit war es sicherlich nicht. Aber für die ehemalige Kommunisten Schmidt gilt wohl der Spruch:

“Wasser predigen, Wein saufen!”

Ich bin gespannt, was sie dem Haushaltsausschuss des Bundestages berichten wird und was die wahrscheinlich folgende Befragung ergibt.

cc photo credit: Martin Möller

Norderweiterung Brake: Erstes Schiff legt an

23 Jun

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silo brake Eines der größten Investitionsprojekte in Brake ist fast vollendet. Der Hafen ist in den Norden gewachsen. Die Norderweiterung ist eines der wichtigsten Hafeninfrasturkturprojekte des Landes Niedersachsen und natürlich auch für Brake.

Am Montag konnte das erste Schiff am neuen Kai anlegen. Matthias Dornblüth, Leiter der Niederlassung von Niedersachsen Ports in Brake, erklärte hierzu:

«Der Hafen hatte seine Kapazitätsgrenzen erreicht. Deshalb haben wir uns erweitert»

Seit zweieinhalb Jahren wird an der Norderweiterung gebaut. Insgesamt wurden 270m Kaianlage und 100.000qm Terminalfläche fertiggestellt, sowie Investitionen in die Suprastruktur. die Investitionen liegen bei 37,5 Millionen Euro. Die Erweiterung um einen weitere Großschiffsliegeplatz mit 450m Länge ist in Planung.

Am 10. August 2009 soll die Norderweiterung feierlich eröffnet werden. 300 Gäste werden zu diesem Termin geladen, darunter auch die Konzernleitung der Salzgitter AG. Ministerpäsident Wulff wird die Eröffnung vornehmen.

Abwahl von Bremermann – Innenministerium gibt Verwaltungsausschuss recht!

9 Mrz

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Die Abwahl von Bürgermeister Bremermann ist durch den Gemeinderat Berne beschlossen worden. Jetzt sind aber die Bürgerinnen und Bürger gefragt. Mindestens 25% müssen der Abwahl zustimmen.

Zweimal wurde Bremermann durch den Verwaltungsausschuss der Gemeinde aufgefordert, seine Klage gegen die Ersatzvornahme zurückzuziehen. Gegen den Beschluss des Verwaltungsausschusses hat Bremermann Widerspruch eingelegt. Dieser Widerspruch wird durch das Innenministerium in Hannover geprüft.

Aus gut informierten Kreisen in Hannover wurde nun bekannt, dass das Innenministerium  dem Verwaltungsausschuss recht geben wird. Der Widerspruch von Bremermann hat somit keinerlei Auswirkungen – sollte er die Klage nicht zurücknehmen stellt er sich gegen geltendes Recht!

Die Fraktionen im Gemeinderat  sind sich einig – Bernd Bremermann hat das Vertrauen missbraucht. So haben die Fraktionen eine gemeinsame Erklärung zur Abwahl erstellt:

Abwahl des Bürgermeisters

Liebe Bürgerinnen und Bürger in der Gemeinde Berne,

die Abwahl des Bürgermeisters ist ein schwerwiegender Einschnitt in die Politik unserer Gemeinde.

Warum haben wir, 18 von 19 stimmberechtigten Ratsmitgliedern, uns Parteienübergreifend dazu entschlossen, einen Abwahlantrag gegen den Bürgermeister zu beschließen?

Durch zahlreiche Presseberichte und Meldungen im Radio und Fernsehen ist die Gemeinde Berne in die öffentliche Kritik geraten. Hauptverantwortlich für die negativen Ereignisse ist Bürgermeister Bernd Bremermann. Der Gemeinderat ist über viele Vorgänge meistens verspätet, teilweise falsch oder oft auch gar nicht informiert worden.
Eine konstruktive Arbeit von Rat und Gemeinde für die Bürger ist nur möglich, wenn zwischen dem Bürgermeister, der Verwaltung und dem Rat Vertrauen herrscht.

Wir sind der festen Überzeugung, dass eine Abwahl von Bürgermeister Bremermann nötig ist, um weiteren finanziellen Schaden von der Gemeinde Berne abzuwenden und den Ruf der Gemeinde zu schützen.
Wir machen das an folgend aufgeführten Punkten fest:
Die Affäre um den Jugendbetreuer im Kückens Altenpflegeheim, finanzieller Schaden für die Gemeinde Berne runde 40.000 Euro.

Die Affäre um den Warflether Sand, mit dem Grundstücksverkauf an die Firma Hegemann.

Die Rückführung der Stedinger Entwicklungsgesellschaft im Jahr 2007, an die Gemeinde Berne, ist bis heute von der Gemeindeverwaltung noch nicht abgeschlossen.

Der Neu- und Umbau der Grundschule Ganspe, hier wurde die genehmigte Bausumme des Rates von 2 Millionen €uro, durch die Verwaltung um runde 60 Prozent, das sind ca. 1,2 Millionen Euro, überschritten.

Die Vorlage nicht genehmigungsfähiger Haushaltsplanentwürfe des Bürgermeisters und des Kämmerers über mehrere Jahre. In dieser Zeit wurden auch eigenmächtig Ausgaben der Vorgenannten getätigt, die vom Rat nicht genehmigt waren.

Die Beanstandungen der Kommunalaufsicht wegen schlecht geführter Personalakten und nicht korrekt abgeführter Sozialabgaben und Versicherungsbeiträge.

Der teilweise schlechte und unfaire Umgang des Bürgermeisters mit dem Personalrat der Gemeinde.
Wir Ratsmitglieder haben immer wieder versucht die vorstehenden Probleme anzugehen. Immer wieder gab es Krisengespräche, immer wieder hielt der Bürgermeister die dabei gemachten Versprechen nicht ein.
Anfang des Jahres zogen die Fraktionen dann gemeinsam die Notbremse und leiteten das Abwahlverfahren gegen Bürgermeister Bernd Bremermann ein.
Bei dem Abwahlverfahren geht es nicht um die Person Bernd Bremermann, sondern um die Amtsführung von Bürgermeister Bernd Bremermann, der seinen Aufgabenbereich und das Rathaus nicht mehr im Griff hat.

Die Entscheidung über die Abwahl des Bürgermeisters obliegt nach der Gesetzeslage Ihnen, den Bürgerinnen und Bürgern der Gemeinde Berne.
Am 19. April 2009 wird über die Abwahl entschieden.Mindestens 25 Prozent der stimmberechtigen Bürgerinnen und Bürger müssen für die Abwahl stimmen, dann ist der Bürgermeister abgewählt. Machen Sie den Weg frei für einen Neuanfang in der Gemeinde Berne.

Die Fraktionen im Rat sind dazu bereit.

Datum: 19.04.2009

Ort: Gemeinde Berne

Quelle: CDU Berne

Berne: Bürgermeister bleibt hart – Abwahlverfahren wird eingeleitet

14 Feb

Berne: Bürgermeister bleibt hart – Abwahlverfahren wird eingeleitet

557751092 851ed8b84c m Das Berner Rathaus kommt nicht zur Ruhe. Es geht immernoch um Personalakten, einen uneinsichtigen Bürgermeister auf verlorenem Posten und einen Gemeinderat der sich zur Abwahl zusammenrauft.

Am 05. Februar 2009 hat der Verwaltungsausschuss der Gemeinde Berne Bürgermeister Bernd Bremermann erneut aufgefordert die Klage gegen den Landkreis zurückzuziehen. Bremermann hatte Klage gegen die Ersatzvornahme, die Übernahme der Personalakten durch den Landkreis, eingereicht. Die Kommunalpolitiker im Gemeinderat hatten selbst den Landkreis um Hilfe gebeten, die Missstände in den Personalakten zu beseitigen. Der Verwaltungsausschuss ist dem Bürgermeister übergeordnet und kann diesem Anweisung erteilen. Gegen den Beschluss könnte Bremermann Einspruch einlegen. 

Es ist sein gutes Recht Einspruch einzulegen, dieser wird dann im Innenministerium bearbeitet. Der Landkreis hat bereits Kontakt zum Innenministerium aufgenommen, damit die Angelegenheit im Falle eines Falles schhnell bearbeitet wird. Landrat Höbrink sagt dazu:

„Wir würden die Sache dann dem Innenministerium in Hannover vorlegen. Das hat schon signalisiert, den Vorgang schnell bearbeiten zu wollen.“

Derweil zeigt sich Bremermann kämpferisch ob der schon fast sicheren Einleitung des Abwahlverfahrens im Gemeinderat, schließlich ist er ja auch “sturmerprobt”. 

 „Ich war immer hartnäckig und ich bleibe hartnäckig,” erklärt Bremermann im  NWZ-Interview

Bremermann lässt auch kein gutes Haar an der Berner SPD, die die Jahrelange Zusammenarbeit mit dem Bürgermeister aufgekündigt hat und ihm  den Stuhl vor die Rathaustür gestellt hat.

„Fraktion und Ortsvereinsvorstand haben schon am 15. Januar beschlossen, dass der Bürgermeister gehen soll. Erst am Abend des 25. Januar bekam ich dann die entsprechende Pressemitteilung zu Hause auf den Tisch. Vorher hat niemand mit mir gesprochen. Das ist kein Stil.“

Gegen den von der SPD eingeleiteten Sparkurs hat Bremermann bedenken. Zu den Haushaltsberatungen selbst war er nicht in die Fraktion geladen worden, aber aus Solidarität habe er die Beschlüsse mitgetragen. Konkret nennt er die Einsparungen bei Vereinen und Ortsgemeinschaften. Er ist der Auffassung, dass man diese Entscheidungen bereuen werde. Es mutet schon komisch an, dass der Bürgermeister entgegen seiner Auffassung und nur aus Solidarität diese Beschlüsse dennoch mitgetragen hat.

Bremermann wird gegen den Beschluss des Verwaltungsausschusses Einspruch einlegen und dagegen Klagen. So habe er vom Verwaltungsgericht in Oldenburg positive Signale erhalten, dass seine Klage Erfolg haben könne.

Der Gemeinderat hingegen leitet die Abwahl des Bürgermeisters ein. Am 17. Februar 2009 um 19 Uhr tritt der Gemeinderat zum ersten Mal in diesem Jahr zusammen, um nach §61a der NGO die Abwahl einzuleiten. Hohe Hürden legt das Gesetz fest für eine Abwahl.

§ 61 a Abwahl

Die Bürgermeisterin oder der Bürgermeister kann nach den Vorschriften des Niedersächsischen Kommunalwahlgesetzes von den Bürgerinnen und Bürgern der Gemeinde vor Ablauf der Amtszeit abgewählt werden. Zur Einleitung des Abwahlverfahrens bedarf es eines von mindestens drei Vierteln der Ratsmitglieder gestellten Antrags. Über ihn wird in einer besonderen Sitzung, die frühestens zwei Wochen nach Eingang des Antrags stattfindet, namentlich abgestimmt; § 41 Abs. 1 Satz 3 findet keine Anwendung. Eine Aussprache findet nicht statt. Der Beschluss über den Antrag bedarf einer Mehrheit von drei Vierteln der Ratsmitglieder. Die Bürgermeisterin oder der Bürgermeister scheidet mit Ablauf des Tages, an dem der Wahlausschuss die Abwahl feststellt, aus dem Amt aus.

Im Gemeinderat wird namentlich abgestimmt, mindestens dreiviertel der Mitglieder müssen der Abwahl zustimmen. Eine Aussprache wird es nicht geben. Doch nach der Gemeindewahl sind die Bürgerinnen und Bürger am Ruder – letztendlich entscheiden sie über die Abwahl von Bremermann. Dieser hat in den letzten Tagen und Wochen den Eindruck gewonnen, dass die Sache bei den Bürgerinnen undd Bürger nicht so klar ist, wie im Gemeinderat. Bremermann fasst seinen Eindruck so zusammen:

„Im Moment erfahre ich eine Menge Zuspruch“

Innerhalb von 4 Monaten nach der Abwahl im Gemeinderat müssen die Bürgerinnen und Bürger entscheiden. Der Wahltermin wird ebenfalls am 17. Februar festgelegt, in einer zweiten Ratssitzung. Dann ist auch ein Bericht des Bürgermeisters geplant, jedoch keine Einwohnerfragestunde.

Es bleibt zu hoffen, dass dieses Schauspiel bald ein Ende findet. Die Personal-Akten-Affäre hat die Zustände im Berner Rathaus gnadenlos aufgezeigt. Jahrelanger Filz hat zu diesen Zuständen geführt. Hinzu kommt ein Bürgermeister, der seinen Laden nicht im Griff hat und ganz offensichtlich nicht über die Prozesse im Rathaus bescheid weiß oder eben diese geduldet hat.

Die Mitglieder des Gemeinderates sind sich einig: Der Bürgermeister gehört abgewählt. Als nächstes sind als die Bürgerinnen und Bürger gefragt.

cc  photo credit: net_efekt

Thema Energie: Innovationsprojekt der CDU-Landtagsfraktion

22 Jan

Thema Energie: Innovationsprojekt der CDU-Landtagsfraktion

Björn Thümler, MdL

Wenn es um die Frage geht woher die Energie der Zukunft kommen soll oder wie in Zukunft unsere Wohnungen beheizt werden sollen, dann sind alle aufgefordert daran mitzuarbeiten.

Ein besonderes Potential erkennt CDU-Landtagsabgeordneter Björn Thümler bei Schülerinnen und Schülern. Sie seien der Wirtschaft und Politik bei innovativen Ideen oft voraus. Er ruft sie auf sich mit einem Projekt beim Themenschwerpunkt „Energie” der CDU-Landtagsfraktion zu bewerben.

„Die Probleme der Energieversorgung können nicht die Politiker allein lösen. Alle Bürgerinnen und Bürger sind hier gefordert, wenn es beispielsweise um einen sparsamen Umgang mit Strom und Wärme geht. Ich bin gespannt, welche Ideen die Schülerinnen und Schüler hier beisteuern”, sagt Björn Thümler. 

Wer mitmachen will kann sich mit einer Kurzbeschreibung des Projekts bei der Landtagsfraktion bewerben. CDU-Fraktion im Niedersächsischen Landtag, Hinrich-Wilhelm-Kopf-Platz 1, 20159 Hannover.

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Europawahl 2009: Liste zur Europawahl steht

17 Jan

Die CDU Niedersachsen hat an diesem Wochenende die Landesliste für die Europawahl 2009 aufgestellt. Die Wahl findet am 07. Juni 2009 statt.

Wenig verwunderlich ist, dass der Präsident des Europäischen  Parlaments – Hans-Gert Pöttering, MdEP - von den 120 Delegierten auf Platz  1 der Liste gewählt wurde. Pöttering bekräftigte, dass der Ratifizierungsprozess der EU-Verfassung mutig fortgesetzt werden müsse. Das sichere und verbessere die Handlungsfähigkeit der EU.

CDU-Landesvorsitzender David McAllister zeigte sich erfreut über die Wahl von Pöttering: ”Mit Hans-Gert Pöttering gehen wir mit dem ranghöchsten Europaparlamentarier in die Wahl zum Europäischen Parlament.”

Auf Platz zwei der Liste steht  Dr. Godelieve Quisthoudt-Rowohl, MdEP aus dem CDU-Bezirksverband (BV) Hildesheim. Platz drei sicherte sich Prof. Dr. Hans-Peter Meyer, MdEP aus dem CDU Landesverband (LV) Oldenburg.

Die insgesamt 21 Plätze umfassende Liste sieht wie folgt aus:

  • Burkhard Balz (Platz 4, BV Hannover)
  • Kristian W. Tangermann (Platz 5, BV Nordostniedersachsen / Junge Union Niedersachsen)
  • Gesa Abel (Platz 6, BV Elbe-Weser)
  • Uwe Friedrich Schäfer (Platz 7, LV Braunschweig)
  • Julia Brömmer (Platz 8, BV Elbe-Weser)
  • Manfred Gallwitz (Platz 9, BV Hannover / Seniorenunion Niedersachsen)
  • Jochen Steinkamp (Platz 10, LV Oldenburg)

Landesliste der CDU in Niedersachsen für die Wahl zum Europäischen Parlament am 7. Juni 2009 (download)