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Verantwortung in Afghanistan

2 Dez

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2075741899 ad787baa5c m Präsident Obama hat angekündigt weitere 30.000 Soldaten nach Afghanistan zu schicken. Gleichzeitig fordert er eine Truppenaufstockung der Bündnispartner. Auch Deutschland soll seinen Beitrag leisten und 2000 zusätzliche Soldaten entsenden, sowie das “Kampfgebiet” ausweiten.

Afghanistan ist ein Pulverfass und doch schlagen sich unsere Soldaten sehr gut. Sie fahren schließlich eine erfolgversprechende Strategie: Hilfe zur Selbsthilfe. Der Aufbau des Afghanischen Sicherheitsapparats steht ganz oben auf der Agenda. Doch es sind viel mehr die kleinen Dinge, die das Land auch sicher machen.

So gibt es viele kleine Projekte, die das deutsche Kommando in Kunduz zur Befriedung leistet. Sei es die Straße zur  Moschee zu schottern, damit die Afghanen nicht im Matsch zum Gebet laufen müssen. Oder neue Teppiche für die Moscheen und aufwendig gearbeitete Ausgaben des Koran. Aber auch ein neuer Brunnen für ein Dorf. Das sind kleine Projekte mit nachhaltiger Wirkung. Jedesmal wenn ein Afghane trockenen Fußes zur Moschee kommt oder der Tee besser schmeckt, weil aus dem Brunnen sauberes Wasser  kommt, denkt er nicht an die Taliban sondern an die ISAF und die deutschen Soldaten. Und er dankt ihnen. Das führt dazu, dass die deutschen Truppen sich der Unterstützung der Bevölkerung und der Imame sicher sein kann.

Brauchen wir also mehr Truppen? Ich kann es nicht abschließend beurteilen. Aber die Strategie des deutschen Kommandos scheint Früchte zu tragen. Schließlich gilt Nordafghanistan als relativ sicher. Es müssen nicht die großen Prestigeprojekte sein, wie ein Frauenwohnheim an einer Universität – bezahlt vom Entwicklungshilfeministerium. Prestige deshalb, weil man drei Fliegen mit einer Klappe geschlagen hat: man hat etwas für die Bildung getan, für Frauen und viel Geld ausgegeben. Das in Afghanistan nur vom “Hurenhaus” gesprochen wird ist nebensächlich. So steht das Frauenwohnheim leer. Es sind die kleinen Projekte die wirklich helfen. Präsenz zeigen und dort unterstützen, wo es richtig und wichtig ist. Das schafft Vertrauen bei der Bevölkerung und gibt eine Perspektive.

Doch wie kann eine Perspektive für die Bevölkerung geschaffen werden? Die Region um Kunduz war einst die Kornkammer Afghanistans. Hier muss mehr Hilfe geleistet werden. Den Bauern muss geholfen werden, dass sie ihre Felder wieder bestellen können. Da kann auch das deutsche Landwirtschaftsministerium helfen – doch es ist in die Afghanistanstrategie nicht eingebunden. So könnten gebrauchte Maschinen in die Region exportiert werden, damit der Boden auch nachhaltig bestellt werden kann. Die Bauern könnten ausgebildet werden in aktuellen Pflanztechniken. Und wenn Maschinen genutzt werden, braucht man auch Mechaniker, die diese reparieren können. So können kleine, sich selbst tragende ökonomische Systeme entstehen und den Menschen vor Ort eine Perspektive bieten. Das wünschen sich die Afghanen für ihre Kinder. Diese Zukunftsperspektive kann nur der Westen bieten, nicht aber die Taliban.

Hinzu kommt die Ausbildung der Sicherheitskräfte. Afghanistan ist ein Rechtsstaat, auch wenn dies nicht immer offensichtlich ist. Wenn die Menschen vor Ort sicher sein können, dass sie nicht willkürlich verhaftet werden und nicht ohne Verhandlung ins Gefängnis kommen, dann werden sie auch den afghanischen Sicherheitskräften vertrauen. Die deutschen Soldaten leisten dazu einen großen Beitrag, denn kein deutscher Soldat führt eine Verhaftung durch. Das ist nicht ihr Mandat. Aus diesem Grund betreten nur afghanische Soldaten und Polizisten die Häuser von Verdächtigen und führen Verhaftungen durch – von außen unterstützt durch deutsche Soldaten. Dieser Weg muss fortgeführt werden. Aber mehr deutsche Soldaten bedarf es dafür nicht.

Sicher ist, dass ein Abzug noch nicht in Aussicht ist. Dafür steht Deutschland zu sehr in Verantwortung. Es war schon im Kosovo so: als erste rein, als letzte raus. Eine Variante für Afghanistan wäre ein Teilabzug und die Übergabe der Verantwortung an die afghanischen Kräfte in der Region Kunduz. Aber erst, wenn der Laden läuft. Es wird wohl auch in Afghanistan so sein, wie im Kosovo: die deutschen Soldaten werden als letzte das Land verlassen.

Die Bundeswehr ist sich ihrer Verantwortung bewusst. Das ist gut. Doch auch die deutsche Bevölkerung muss sich dieser Verantwortung bewusst sein. Wir dürfen dieses Land nicht irgendwelchen Extremisten, die menschenverachtend, frauenverachtend und intolerant gegenüber allem was unsere Gesellschaft ausmacht sind, überlassen.

cc photo credit: rob7812

Linke wollen Soldaten verprügeln

17 Jul

Linke wollen Soldaten verprügeln

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Am 20. Juli plant die Bundeswehr ein feierliches Gelöbnis vor dem Reichstag in Berlin. Die jungen Soldaten geloben bei dieser Veranstaltung, dass sie der Bundesrepublik treu dienen und diese verteidigen werden.

Schon immer haben sich Linke an dieser Tradition und Vereidigung der Soldaten gestört. Doch jetzt scheint es zu einem Höhepunkt zu kommen. Die angeblichen Pazifisten der Linken Szene rufen öffentlich zu Gewalt gegen Bundeswehrangehörige auf, so Berichtet es Welt Online.

Auf Flugblättern werden auch klare Anweisungen gegeben, wie man sich gegenüber den verschiedenen Dienstgraden verhalten soll.

„Ab Oberstleutnant: Schienbein treten, Ohrfeige, Auto abfackeln. General: Nicht zögern. Reinhauen. Und zwar richtig.“

Der Militärische Abschirmdienst (MAD) ist alarmiert, haben diese Aufrufe doch eine neue Qualität erreicht. Linksradikale, Linksextremisten rufen offen zur Gewalt auf. Der Sprecher des Verteidigungsministeriums, Thomas Raabe, erklärt zu den Gewaltaufrufen:

„Mit so etwas entlarven sich diese Leute als Gewalttäter, die Recht und Demokratie mit Füßen treten. Die Bundeswehr kann das nicht von ihrem Auftrag abbringen. Wir wissen Parlament und Bevölkerung hinter uns.“

Und die Jusos halten immernoch daran fest, dass man Links- und Rechtsextremismus nicht in einem Satz sagen darf. Das verstehe wer will, ich halte beide Extreme für verabscheuungswürdig. Extremismus muss bekämpft werden, egal ob Links oder Rechts!

cc photo credit: jonas_k

Professionelle Piraten aus der Dritten Welt

31 Jan

Professionelle Piraten aus der Dritten Welt

223495258 836680b3fe m Nachrichten über Piraten gab es schon immer. Captain Black Beard und co – früher auch mal von Königen bezahlt, um den elendigen Feind am Handel zu hindern. Berühmtestes Beispiel aus Deutschland ist sicherlich Klaus Störtebecker.

Piraterie ist nie wirklich verschwunden, es gab sie auch in der Neuzeit und jetzt sehr massiv. Eine wirkliche Bedrohung sind die Piraten im Golf von Aden, vor der Küste Somalias. Ein armes Land – für viele Dörfer ist Piraterie mittlerweile die wichtigste Einkommensquelle. Klar, werden doch Millionen $ Lösegeld bezahlt für Tanker, Container-Schiffe und was sonst so gekapert werden konnte.

Bei den Piraten handelt es sich nicht mehr nur um ehemalige Fischer und Bürgerkriegsmilizen – Piraterie ist ein Geschäft. Deshalb wird das “erwirtschaftete” Geld auch investiert und die Piraten immer professioneller. Jüngst haben sich Piraten in den Server des Sicherheitscenters der Europäischen Union (MSCHOA) gehackt und versucht Schiffe auf falsche Routen zu locken.

Eigentlich ist der MSCHOA dafür gedacht, den Schiffen informationen über sicherere Routen in der Region zu liefern. Das CIA hat Erkenntnisse, dass Hacker den Server mit Trojanern verseucht hatten – vom Einsatzführungskommando der Bundeswehr in Potsdam ist der Vorfall bestätigt worden. Folgen hatte der Vorfall wohl keine.

Nun ist wieder ein Schiff (“Longchamp”) gekapert worden, ein Gastanker. Ein indisches Kriegsschiff kam zur Hilfe – doch da war es schon zu spät und auf einen Gastanker zu schießen wäre eine blöde Idee gewesen. Nun wird wohl auch hier Geld fließen, um die Besatzung, das Schiff und die Ladung frei zu kaufen.

Die Marine bewertet die EU-Mission “Atalanta” bisher als erfolgreich, Kay-Achim Schönbach, Kommandant der Fregatte “Mecklenburg-Vorpommern” sagt zu der aktuelle Situation:

“Es ist zweifelsohne eine erfolgreiche Mission, auch wenn das jetzt mit Blick auf die “Longchamp” scheinbar anders aussieht.”

Während der Entführung der MS Longchamp konnten durch deutsche Kriegsschiffe zwei andere Piratenangriffe verhindert werden. Insgesamt sind ca. 16 Kriegsschiffe verschiedener Nationen in dem Gebiet unterwegs. Aber wenn man die Größe des Gebiets zugrunde legt wird einem klar, dass die Überwachung sehr schwierig ist.

Die Piraten werden weiter hochrüsten, bessere Boote, mehr Personal, mehr Waffen. Das Problem wird uns sicher noch lange beschäftigen.

cc  photo credit: Stuck in Customs