Tag Archives: Berne

Wesermarsch profitiert vom Konjunkturpaket II

28 Aug

featured_grundschule

grundschule Die Wesermarsch profitiert weiterhin vom Konjunkturpaket II der Bundesregierung und der zusätzlichen Mittel der Landesregierung Niedersachsen. Insbesondere werden Mittel für die energetische Sanierung zu Verfügung gestellt. Zusätzliche Mittel erhalten die Grundschulen in Jade, Berne, Brake und Butjadingen.

Wie der CDU-Landtagsabgeordnete Björn Thümler in Hannover erfahren hat, erhält die Gemeinde Jade 22.500 Euro für energetische Sanierungsarbeiten an der Grundschule Schweiburg – hier sollen die Außenwandhohlschicht gedämmt und neue Fenster eingebaut werden. Außerdem stehen 5.800 Euro für neue Spielgeräte auf dem Pausenhof zur Verfügung, die sich die Grundschule Schweiburg allerdings mit der Grundschule in Mentzhausen teilen muss. Die Gesamtinvestitionen liegen sogar noch höher, da die Gemeinde die Fördersummen mit 2.500 bzw. 700 Euro gegenfinanzieren muss.

In Berne erhält die Gemeinde 20.900 Euro, um in der Comenius-Grundschule einen Sonnenschutz für die Klassenzimmer einzubauen. Inklusive der 2.400 Euro Gegenfinanzierung werden 23.300 Euro investiert. Weitere 10.800 Euro (plus 1.200 Euro Gegenfinanzierung) stehen für die Erneuerung der Heizungssteuerung in der Grundschule Ganspe zur Verfügung. Außerdem erhält die Gemeinde 10.700 Euro, um in den beiden Grundschulen die Medienausstattung zu verbessern. Aus eigenen Mitteln muss sie weitere 1.200 Euro beisteuern.

Bessere Medienausstattung

Geld für eine bessere Medienausstattung erhalten außerdem die Gemeinde Butjadingen (9.500 Euro für zwei Grundschulen, plus 1.100 Euro Gegenfinanzierung), die Stadt Brake (20.800 Euro für fünf Grundschulen, plus 2.510 Euro Gegenfinanzierung) sowie der Schulverein Jade-Gymnasium (31.400 Euro, plus 4.200 Euro Gegenfinanzierung).

Bürgermeisterwahl Berne: Wird es doch noch spannend?

23 Aug

bittner_gr

bittner gr 206x300 Zuerst schien es so, als würde die Bürgermeisterwahl in Berne recht langweilig werden. Ein Kandidat, der von SPD, CDU und Grünen unterstützt wird. Ein Kandidat von den Linken, der genauso chancenlos erscheint, wie der freie Kandidat. Doch man hatte es schon geahnt, man munkelte es wäre was im Busch. Und so ist es auch. Bernd Bremermann, der abgewählte Bürgermeister gründete zuerst das Bürgerforum Berne. Und jetzt hat er auch noch einen Bürgermeisterkandidaten.

Bernd Bremermann genießt in der Berner Bevölkerung, trotz seiner Verfehlungen in der Amtsführung, immernoch ein recht hohes Ansehen. Und genau dies macht die Wahl plötzlich doch spannend. Bremermann ist ein erfahrener Wahlkämpfer und kennt die Berner und ihre Bedürfnisse.

Die Parteien im Gemeinderat waren sich nach Bremermanns Abwahl schnell einig: sie wollten einen parteilosen Kandidaten. Was jedoch dann kam, ist alles andere als parteilos. Es kam Franz Bittner. 38 Jahre war er SPD-Mitglied, sogar schon einmal Bürgermeisterkandidat der SPD in Brake – dort verlor er mit Pauken und Trompeten gegen die partei- und farblose Uta Maron. Und urplötzlich, kurz bevor er nominiert wurde von den drei Parteien, tritt dieser Parteisoldat aus seiner SPD aus. Ohne Gründe zu nennen! Die hätte es zuhauf gegeben. Die Bundespolitik, Hartz IV oder oder oder. Aber nein, der Austritt erfolgte ohne großartige Begründung.

Und da hatten die Parteien ihren “parteilosen” Bürgermeisterkandidaten. Verwaltungserfahren ist er ja – schließlich leitet er schon jetzt die Amtsgeschäfte im Berner Rathaus. Im Auftrag von Michael Höbrink, dem Landrat und SPD-Mitglied. Aber die CDU und die GRÜNEN in Berne haben sich dieses Kuckuks-Ei bereitwillig ins Nest legen lassen. Vielleicht glaubt man auch, die Berner riechen die Lunte nicht. Man versucht Franz Bittner als parteilos zu verkaufen. Rein formal ist er das ja auch. Aber wie parteilos kann jemand sein, der kurz vor seiner Nominierung ohne Begründung, nach 38 Jahren aus der SPD austritt? Von parteilos kann doch keine Rede sein.

Doch sowohl SPD, als auch CDU und GRÜNE glaubten an ein sicheres Ding in Berne. Und jetzt kommt Bremermann – mit voller Wucht zieht er einen wirklich parteilosen Kandidaten aus dem Hut.Und der ist auch noch Verwaltungserfahren.

Schon bei der Gründung des “Bürgerforum Berne” verkündete Bremermann

„Wir suchen noch nach einem geeigneten Kandidaten. Wir würden uns freuen, wenn sich jemand melden würde“

Gefunden hat man diesen Kandidaten in Person von Ralf Schulze aus Elsfleth. Aufgewachsen ist der 48jährige in Berne, hat dort Fußball gespielt und arbeitet derzeit bei einer Landesbehörde. Seine Themen sind die Jugendarbeit in Berne, Kindergärten und die Gestaltung der Langen Straße.

“Da muss man auf die Immobilienbesitzer zugehen. Der jetzige Zustand ist nicht tragbar.”

erklärt Schulze. Kritik übt der neueste Kandidat um das Bürgermeisteramt in Berne an der Art und Weise, wie die Parteien ihren Kandidaten gesucht haben:

“Die Stelle war nur fünf Tage lang im Internet zu finden. Das kenne ich aus dem öffentlichen Dienst eigentlich anders. Sie war klar auf den Wunschkandidaten ausgerichtet.”

Bremermann ist wieder in Kampflaune. Das könnte das sichere Ding “Berner Rathaus” für die Parteien und Franz Bittner etwas unsicherer machen. Bezeichnend ist auch, dass man auf den Internetseiten der SPD und CDU Berne keinerlei Hinweise auf die Bürgermeisterwahl findet. Informationen für die Bürger scheinen nicht so wichtig zu sein.

Es bleibt spannend in Berne.

Bittner soll Bürgermeister in Berne werden

18 Jun

Bittner soll Bürgermeister in Berne werden

notizen Manchmal ist an Gerüchten ja was dran. Und vor ein paar Wochen kam mir ein sehr interessantes Gerücht zu Ohren. Jemand ist nach 38 Jahren aus der SPD ausgetreten. Gut,  das kommt ja mittlerweile in Deutschland immer häufiger vor – wem kann man es verdenken? Doch in Brake und der Kreisverwaltung insbesondere kommt so ein Parteiaustritt doch eher selten bis gar nicht vor.

Als ich dann noch den Namen hörte, war mir alles klar: Franz Bittner. Er gehörte also zu den Bewerbern um das Bürgermeisteramt in Berne. Seit Mai 2009 führt er schon die Amtsgeschäfte im Berner Rathaus, beauftragt hat ihn dafür Landrat Michael Höbrink. Bittner soll die Missstände im Berner Rathaus aufklären.

Nach Bremermanns Abwahl, wollten alle Parteien einen gemeinsamen Kandidaten aufstellen – man wollte eben den Besten für diesen Job. Fachlich ist Bittner wohl auf jedenfall geeignet – nicht umsonst hat er bisher den Fachbereich Soziales im Kreishaus geleitet. Auch kennt er ja mittlerweile die Berner Verwaltung. Alle scheinen begeistert zu sein:

“Franz Bittner ist das Beste, was Berne passieren kann,”

erklärt Wolfgang Strackerjahn für die Grünen. Er scheint also unter allen der elf Bewerber der fachlich Beste zu sein. Alle sind glücklich, dass man gemeinsam einen Kandidaten gefunden hat und man parteiübergreifend zusammengearbeitet hat.

Also ein  perfekter Kandidat?! Ja, nicht so ganz. Die Parteien hatten sich kurz nach der Abwahl Bremermanns darauf geeinigt, einen Parteilosen aufzustellen. Mist. Aber was solls – ein Parteibuch ist schnell abgegeben. 

Schade eigentlich. Entweder stand Bittner nicht mehr hinter seiner Partei oder hat sein Parteibuch nur wegen der dann besseren Karrierechancen abgegeben. Egal was zutreffend ist, ihm ist nichts vorzuwerfen. Wer würde es nicht so machen? Aber die Parteien müssen sich so etwas wie Scheinheiligkeit vorwerfen lassen.

Wenn es einen Kandidaten gibt, bei dem sich alle einig sind “Der ist es!”, warum schaut man dann auf das Parteibuch? Und wenn jemand rein rechtlich, durch Abgabe des Parteibuches, plötzlich parteilos wird – wie parteilos ist er dann wirklich? Insbesondere nach 38 Jahren Parteizugehörigkeit – die schüttelt man nicht von heute auf morgen ab.

Aber da müssen die Parteien mit umgehen. Ich halte es für eine – leider weit verbreitete und nicht auf Berne beschränkte – engstirnigkeit.

Der Kandidat von CDU, SPD und Grünen steht also fest: Verwaltungsmann, Parteilos, 56 Jahre alt. Er stellt sich am 27. September den Bernerinnen und Bernern zur Wahl.

Von der Linken hört man übrigens immernoch die gleiche Leier: Wir stellen einen Kandidaten auf, sagen aber nicht wen! Liebe Linke, nennt Ross und Reiter oder gesteht euch ein, dass ihr keinen Kandidaten habt! 

Gerüchten zufolge steht die Linke mit dem abgewählten Bürgermeister Bremermann in Kontakt. Es ist nur ein Gerücht. Doch manchmal ist an Gerüchten etwas wahres dran….

Bürgermeister in Berne: Wer soll´s machen?

30 Apr

Bürgermeister in Berne: Wer soll´s machen?

2881778314 a188859aa6 m Die erste Hürde wurde im Gemeinderat genommen. Die Zweite nahmen die Berner Bürger, indem sie mit 38% den amtierenden Bürgermeister Bremermann abgewählt haben. Doch wie geht es jetzt weiter?

Das scheint kaum einer wirklich zu wissen in Berne. Klar ist, dass innerhalb der nächsten sechs Monate nach der Abwahl ein neuer Bürgermeister gewählt werden muss. Doch über einen Wahltermin haben sich die Parteien im Berner Gemeinderat noch keine Gedanken gemacht nicht verständigt.

Doch diese Kleinigkeit kann man schnell klären. Im Zweifel legt man den Wahltermin auf den Tag der Bundestagswahl am 27. September. Das würde sogar noch Kosten sparen. Aber zu einem möglichen Termin wollen weder der SPD-Vorsitzende Herbert Wilgers, noch CDU-Vorsitzender Karl-Ernst Thümler etwas sagen.

Nun fehlt jedoch noch etwas elementares, etwas was man zu einer Wahl braucht! Nein, nicht die Wähler – die sind schon da, auch die Stimmzettel sind nicht gemeint. Aber was soll man auf die Stimmzettel drucken, wenn es keinen Kandidaten gibt?

Die Parteien im Gemeinderat haben vor der Wahl betont, man wolle einen gemeinsamen Kandidaten vorstellen. Unabhängig sollte dieser sein.

 ”Wir werden uns Ende dieser oder Anfang kommender Woche treffen, um die weitere Vorgehensweise abzustimmen”

Ende dieser oder Anfang kommender Woche – eine klare Aussage vom SPD-Ortsvorsitzenden Herbert Wilgers. Man könnte meinen, bei den großen Problemen im Berner Rathaus und der Wichtigkeit des Amtes könnte man  klare Termine absprechen. Aber ok.

Vor der Wahl wurde proklamiert, man wolle einen gemeinsamen Kandidaten aufstellen – mit allen Parteien gemeinsam,  für Berne. Unter dieser Voraussetzung mutet die Aussage von Karin Dialer-Strackerjan schon komisch an:

“Mit uns hat noch keiner geredet”

Für die Grüne ist klar, dass  ”langsam etwas passieren muss – das erwarten die Bürger”

Aber es gibt ja noch Parteien die klare Aussagen treffen! Die den Mut haben Ross und Reiter direkt zu benennen! Oder? Naja zumindest, Parteien die sagen, dass sie eventuell und möglicherweise klar sagen wer Bürgermeister werden soll. Also das Ross hat man benannt, nur der Reiter fehlt nocht….

Die SED Linke hat angekündigt, einen eigenen Kandidaten aufstellen zu wollen. So erklärte es zumindest Edgar di Benedetto kurz nach der Abwahl:

“Wir werden mit einem Kandidaten in Berne antreten”

Aber einen Namen mochte man dem Reiter dann doch nicht geben. Wer weiß, vielleicht hat man ja noch gar keinen Kandidaten? Aber sicherlich wird sich auf der Mitgliedsliste ein “geeigneter” Kandidat finden lassen. Ansonsten importiert man halt irgendeinen alten SED-Kader, man hat ja schließlich gute Kontakte. Oder wird man Peter Sodann dieses Amt anbieten? Der hat ja sicherlich Zeit, nach seiner gescheiterten Wahl zum Bundespräsidenten  am 23.Mai 2009…
cc  photo credit: pfv.

PS: Was mir erst jetzt aufgefallen ist, die Berner Posse hat es sogar in die große WELT geschafft: Chaotische Zustände: Bürgermeister in Berne steht vor Abwahl

Berne hat entschieden – Bremermann ist abgewählt

19 Apr

Berne hat entschieden – Bremermann ist abgewählt

475600601 7ea8cbb1fb m Mit Spannung wurde der heutige Tag in Berne erwartet. Der Gemeinderat sprach sich schon vor geraumer Zeit mit 18 von 19 Stimmen für die Abwahl von Bürgermeister Bremermann aus. Entscheiden mussten darüber letztendlich die Bürger.

Nun ist Bremermann nicht nur Bürgermeister, sondern auch noch Sozialdemokrat. Und obwohl sich auch die SPD für die Abwahl stark gemacht hat blieb es fraglich, ob die Bürger auch genug von Bremermann hatten.

Doch nun ist es klar: Bremermann ist abgewählt!  Insgesamt sprachen sich 2195 Wählerinnen und Wähler gegen Bremermann aus. Nur 1123 wollen Bremermann weiter als Bürgermeister von Berne sehen. Damit ist die Abwahl sehr deutlich ausgefallen und meine Prognose hat sich zum Glück nicht erfüllt.

Die Parteien müssen jetzt einen geeigneten Kandidaten finden. Ein gemeinsamer Kandidat sollte es sein, das wurde bereits erklärt. Wer es werden wird? Man weiß es nicht. Jedenfall wird der oder die Kandidatin ein dickes Fell brauchen und viel Verwaltungserfahrung.

Wer weiß, welche Leichen noch im Berner Rathauskeller liegen…

cc  photo credit: maeuse

Der Urlaub ist vorbei – Abwahl in Berne

19 Apr

featured_shangrila

cimg0478 300x225 Und da muss ich mich doch glatt überwinden hier etwas zu schreiben. Zwei Wochen einfach mal raus und nichts tun, über nichts nachdenken müssen – das macht den Kopf echt frei.

Problem ist, dass man nicht wirklich viel Zeitung gelesen hat und nicht wirklich weiß was grade so anliegt. Doch eines ist mir noch im Kopf geblieben: Heute steht die Abwahl von Bürgermeister Bremermann auf der Tagesordnung in Berne.

Meine Prognose: Die Abwahl wird scheitern. Warum? Aus der Ferne beobachtet waren sich die Parteien zu sicher, haben zu wenig die Verfehlungen von Bremermann hervorgehoben und die Bürger zu wenig informiert. Wo waren die Zeitungsanzeigen in der Samstagsausgabe der NWZ? Oder auch vorher?  Warum gab es nicht mehr Berichte die für die Abwahl werben, sondern nur ein Interview mit Bremermann am Samstag?

Und in diesem Interview mit der NWZ zeigt sich wieder die selbstgefällige Art von Bremermann. Auf die Frage wie er zu dem Disziplinarverfahren und die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft gegen ihn steht antwortet er:

Das Ermittlungsverfahren bei der Staatsanwaltschaft wurde aufgrund einer anonymen Anzeige eingeleitet, bis heute hat die Staatsanwaltschaft keinen Kontakt mit mir aufgenommen. Dem Ausgang des Disziplinarverfahrens sehe ich mit großer Gelassenheit entgegen.

Bremermann beweist damit ziemlich viel Chuzpe, wie ich finde.

Aber das nur kurz zur Lokalpolitik. Derzeit bearbeite ich die vielen, vielen Bilder aus dem Urlaub. Sind einige tolle dabei. Deshalb gibt es in den nächsten Tagen einen ausführlicheren Bericht zum Urlaub und natürlich die ganzen Bilder und Videos!

Update aus dem Berner (Toll-)Rathaus

26 Mrz

Update aus dem Berner (Toll-)Rathaus

36808147 6e4f7e5dcd m Wann wird das Berner Rathaus wieder zur Ruhe kommen? Ich weiß es nicht. In der letzten Woche gab die Kreisverwaltung bekannt, dass das Disziplinarverfahren gegen Bürgermeister Bremermann aufrecht gehalten wird. Der Transport der Personalakten wird mittlerweile auch vorbereitet und auch Gemeindekämmerer Schneidewind bekommt nun auch ein Disziplinarverfahren.

Ganz schön viel los in Berne. Im Juli 2008 hat der Landkreis wegen mehrerer Dienstverstöße ein Disziplinarverfahren gegen Bremermann eingeleitet. Unter anderem, weil er ohne Befugniss sechsstellige Aufträge zum Bau der Grundschule Ganspe erteilt hat. Die Grundschule kostete am Ende fast doppelt so viel, wie ursprünglich geplant. 

Personalakten endlich auf dem Weg

Auch für den schlechten Zustand der Personalakten im Rathaus wird der Bürgermeister verantwortlich gemacht. Aus diesem Grund hatte Landrat Höbrink im Januar eine Ersatzvornahme angeordnet. Bremermann hat gegen diese Übernahme der Akten durch den Landkreis klagen wollen. 

Der Verwaltungsausschuss (VA) der Gemeinde hat ihn jedoch zweimal aufgefordert die Klage zurückzuziehen. Bremermann weigerte sich und legte Widerspruch gegen den VA-Beschluss ein. Das niedersächsische Innenministerium gab dem VA recht, Bremermann musste ide Klage zurückziehen. Jetzt wird der Transport der Akten in die Kreisverwaltung vorbereitet. Wie lange die Akten dann im Kreishaus bearbeitet und auf Vordermann gebracht werden müssen, ist derzeit nicht klar.

„Zunächst werden wir uns einen Überblick über den Zustand verschaffen. Vielleicht hat Berne die Zeit genutzt und die Akten weiter bearbeitet – das wäre in unserem Sinne“,

erklärt Hans Kemmeries, erster Kreisrat.

Gemeindekämmer im Visier

Doch nun gerät auch Gemeindekämmerer Schneidewind in die Schusslinie. Auch ihn erwartet ein Disziplinarverfahren. Schneidewind hatte einen Beratervertrag mit dem Altenpflegeheim Kückens abgeschlossen. Sechs Monate sollte er den Geschäftführer beraten und dafür 280€ pauschal im Monat erhalten. Plus sonstige Auslagen. Nach zwei Monaten kündigte Kückens den Vertrag:

„Es hat sich schnell herausgestellt, dass Schneidewind überhaupt keine Ahnung hatte.“

Für die zwei Monate hat er eine Rechnung i.H.v. 8300 Euro gestellt. Vor Gericht einigte man sich auf die Zahlung von 2000 Euro an Schneidewing. Diese nebenberufliche Tätigkeit war nicht genehmigt oder auch nur eine  Genehmigung beantragt. 

Doch auch wegen nicht genehmigter Auszahlungsanweisungen durch Schneidewind wird ermittelt.

Der nächste Höhepunkt ist schon in Sicht: Die Abwahl von Bremermann am 19. April. 

cc  photo credit: Schockwellenreiter

Abwahl von Bremermann – Innenministerium gibt Verwaltungsausschuss recht!

9 Mrz

abwahl_bremermann

topics120090307232331555

Die Abwahl von Bürgermeister Bremermann ist durch den Gemeinderat Berne beschlossen worden. Jetzt sind aber die Bürgerinnen und Bürger gefragt. Mindestens 25% müssen der Abwahl zustimmen.

Zweimal wurde Bremermann durch den Verwaltungsausschuss der Gemeinde aufgefordert, seine Klage gegen die Ersatzvornahme zurückzuziehen. Gegen den Beschluss des Verwaltungsausschusses hat Bremermann Widerspruch eingelegt. Dieser Widerspruch wird durch das Innenministerium in Hannover geprüft.

Aus gut informierten Kreisen in Hannover wurde nun bekannt, dass das Innenministerium  dem Verwaltungsausschuss recht geben wird. Der Widerspruch von Bremermann hat somit keinerlei Auswirkungen – sollte er die Klage nicht zurücknehmen stellt er sich gegen geltendes Recht!

Die Fraktionen im Gemeinderat  sind sich einig – Bernd Bremermann hat das Vertrauen missbraucht. So haben die Fraktionen eine gemeinsame Erklärung zur Abwahl erstellt:

Abwahl des Bürgermeisters

Liebe Bürgerinnen und Bürger in der Gemeinde Berne,

die Abwahl des Bürgermeisters ist ein schwerwiegender Einschnitt in die Politik unserer Gemeinde.

Warum haben wir, 18 von 19 stimmberechtigten Ratsmitgliedern, uns Parteienübergreifend dazu entschlossen, einen Abwahlantrag gegen den Bürgermeister zu beschließen?

Durch zahlreiche Presseberichte und Meldungen im Radio und Fernsehen ist die Gemeinde Berne in die öffentliche Kritik geraten. Hauptverantwortlich für die negativen Ereignisse ist Bürgermeister Bernd Bremermann. Der Gemeinderat ist über viele Vorgänge meistens verspätet, teilweise falsch oder oft auch gar nicht informiert worden.
Eine konstruktive Arbeit von Rat und Gemeinde für die Bürger ist nur möglich, wenn zwischen dem Bürgermeister, der Verwaltung und dem Rat Vertrauen herrscht.

Wir sind der festen Überzeugung, dass eine Abwahl von Bürgermeister Bremermann nötig ist, um weiteren finanziellen Schaden von der Gemeinde Berne abzuwenden und den Ruf der Gemeinde zu schützen.
Wir machen das an folgend aufgeführten Punkten fest:
Die Affäre um den Jugendbetreuer im Kückens Altenpflegeheim, finanzieller Schaden für die Gemeinde Berne runde 40.000 Euro.

Die Affäre um den Warflether Sand, mit dem Grundstücksverkauf an die Firma Hegemann.

Die Rückführung der Stedinger Entwicklungsgesellschaft im Jahr 2007, an die Gemeinde Berne, ist bis heute von der Gemeindeverwaltung noch nicht abgeschlossen.

Der Neu- und Umbau der Grundschule Ganspe, hier wurde die genehmigte Bausumme des Rates von 2 Millionen €uro, durch die Verwaltung um runde 60 Prozent, das sind ca. 1,2 Millionen Euro, überschritten.

Die Vorlage nicht genehmigungsfähiger Haushaltsplanentwürfe des Bürgermeisters und des Kämmerers über mehrere Jahre. In dieser Zeit wurden auch eigenmächtig Ausgaben der Vorgenannten getätigt, die vom Rat nicht genehmigt waren.

Die Beanstandungen der Kommunalaufsicht wegen schlecht geführter Personalakten und nicht korrekt abgeführter Sozialabgaben und Versicherungsbeiträge.

Der teilweise schlechte und unfaire Umgang des Bürgermeisters mit dem Personalrat der Gemeinde.
Wir Ratsmitglieder haben immer wieder versucht die vorstehenden Probleme anzugehen. Immer wieder gab es Krisengespräche, immer wieder hielt der Bürgermeister die dabei gemachten Versprechen nicht ein.
Anfang des Jahres zogen die Fraktionen dann gemeinsam die Notbremse und leiteten das Abwahlverfahren gegen Bürgermeister Bernd Bremermann ein.
Bei dem Abwahlverfahren geht es nicht um die Person Bernd Bremermann, sondern um die Amtsführung von Bürgermeister Bernd Bremermann, der seinen Aufgabenbereich und das Rathaus nicht mehr im Griff hat.

Die Entscheidung über die Abwahl des Bürgermeisters obliegt nach der Gesetzeslage Ihnen, den Bürgerinnen und Bürgern der Gemeinde Berne.
Am 19. April 2009 wird über die Abwahl entschieden.Mindestens 25 Prozent der stimmberechtigen Bürgerinnen und Bürger müssen für die Abwahl stimmen, dann ist der Bürgermeister abgewählt. Machen Sie den Weg frei für einen Neuanfang in der Gemeinde Berne.

Die Fraktionen im Rat sind dazu bereit.

Datum: 19.04.2009

Ort: Gemeinde Berne

Quelle: CDU Berne

Berne: Ortsumgehung kommt nach 71 Jahren endlich

20 Feb

Berne: Ortsumgehung kommt nach 71 Jahren endlich

3285397121 1a119d07b3 m Heute wurde im Bundestag und Bundesrat das Konjunkturpaket II der Bundesregierung beraten.

Die erfreulichste Nachricht für alle Berner ist wohl der Bau der Ortsumgehung. Gab es doch in der letzten Zeit nicht viel schönes aus der Berner Politik zu berichten.

Im letzten Jahr feierte die Planung für die Ortsumgehung ihren 70. Geburtstag und jetzt nach 71 Jahren soll sie endlich kommen. Björn Thümler, MdL konnte heute erfreuliches berichte:

“Nach der Entscheidung des Bundestages ist es amtlich, die Ortsumgehung Berne kommt”

Nach dem bereits zur Jahreswende der Bau der neuen Huntequerung in trockenen Tüchern war, ist nun auch der Bau der Ortsumgehung Berne sicher,

“nach 71 Jahren, soll Berne nun endlich seine dringend benötigte Ortsumgehung erhalten, ein großer Tag der Freude,” so der CDU Politiker Thümler, “darauf haben bereits mehrere Generationen gewartet, nun wird es Realität”,

betonte Thümler.

Nach Angeben des Straßenbauamtes in Oldenburg  ist es nunmehr möglich, dass Bücken- und Querungsmaßnahmen in diesem Jahr noch ausgeschrieben werden können und bereits mit dem Bau dieser Bauwerke begonnen werden kann.

Projektliste zum Konjunkturpaket II des Verkehrsministeriums

cc  photo credit: ka.nico

Weg frei für Abwahl und Neuwahl in Berne

18 Feb

Weg frei für Abwahl und Neuwahl in Berne

84350372 63f20f73c0 m Der Weg ist frei für die Abwahl von Bürgermeister Bremermann in Berne. 18 von 19 Gemeinderatsmitgliedern votierten für die Einleitung der Abwahl. Lediglich Ratsherr Werner Krinke stimmte gegen die Abwahl – er war zuvor aus der SPD ausgetreten. 

Die erforderliche Dreiviertelmehrheit ist damit aber immernoch übertroffen worden. Doch das Gesetz legt die Entscheidung nun in die Hände der Bürger – aber mindestens 25% müssen an die Wahlurnen gehen!

Eskaliert war die Situation in Berne als der Landkreis in einer Ersatzvornahme die Personalakten des Rathauses übernehmen wollte. In diesen wurde eklatante Mängel bei einer Überprüfung durch den Landkreis festgestellt. Der Bürgermeister und die Verwaltung habe diesen Mangel nicht behoben. Bürgermeister Bremermann wollte gegen diesen Eingriff in die Selbstverwaltung der Gemeinde klagen. Der Verwaltungsausschuss forderte Bremermann auf die Klage der Gemeinde zurückzuziehen – Bremermann ignorierte den Beschluss.

Die SPD kündigte die Zusammenarbeit auf und beantragte die Abwahl.

Kleine Chronologie der Bremermann-Affären in Berne:

  • August 2003: Insolvenz des Kückens-Altenpflegeheim, eine 100%ige Tochtergesellschaft der Gemeinde
  • September 2007: Die Warflether-Sand-Affäre
  • April 2008: Die Kückens-Affäre
  • Juni 2008: Personal-Akten-Affäre
  • Juli 2008: Kostenexplosion bei der neue Grundschule Ganspe: statt den geplanten 2 Millionen müssen 3 Millionen Euro gezahlt werden
  • Januar 2009: Bremermannn ignoriert Beschlüsse des Verwaltungsausschusses