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Bürgermeisterwahl Berne: Wird es doch noch spannend?

23 Aug

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bittner gr 206x300 Zuerst schien es so, als würde die Bürgermeisterwahl in Berne recht langweilig werden. Ein Kandidat, der von SPD, CDU und Grünen unterstützt wird. Ein Kandidat von den Linken, der genauso chancenlos erscheint, wie der freie Kandidat. Doch man hatte es schon geahnt, man munkelte es wäre was im Busch. Und so ist es auch. Bernd Bremermann, der abgewählte Bürgermeister gründete zuerst das Bürgerforum Berne. Und jetzt hat er auch noch einen Bürgermeisterkandidaten.

Bernd Bremermann genießt in der Berner Bevölkerung, trotz seiner Verfehlungen in der Amtsführung, immernoch ein recht hohes Ansehen. Und genau dies macht die Wahl plötzlich doch spannend. Bremermann ist ein erfahrener Wahlkämpfer und kennt die Berner und ihre Bedürfnisse.

Die Parteien im Gemeinderat waren sich nach Bremermanns Abwahl schnell einig: sie wollten einen parteilosen Kandidaten. Was jedoch dann kam, ist alles andere als parteilos. Es kam Franz Bittner. 38 Jahre war er SPD-Mitglied, sogar schon einmal Bürgermeisterkandidat der SPD in Brake – dort verlor er mit Pauken und Trompeten gegen die partei- und farblose Uta Maron. Und urplötzlich, kurz bevor er nominiert wurde von den drei Parteien, tritt dieser Parteisoldat aus seiner SPD aus. Ohne Gründe zu nennen! Die hätte es zuhauf gegeben. Die Bundespolitik, Hartz IV oder oder oder. Aber nein, der Austritt erfolgte ohne großartige Begründung.

Und da hatten die Parteien ihren “parteilosen” Bürgermeisterkandidaten. Verwaltungserfahren ist er ja – schließlich leitet er schon jetzt die Amtsgeschäfte im Berner Rathaus. Im Auftrag von Michael Höbrink, dem Landrat und SPD-Mitglied. Aber die CDU und die GRÜNEN in Berne haben sich dieses Kuckuks-Ei bereitwillig ins Nest legen lassen. Vielleicht glaubt man auch, die Berner riechen die Lunte nicht. Man versucht Franz Bittner als parteilos zu verkaufen. Rein formal ist er das ja auch. Aber wie parteilos kann jemand sein, der kurz vor seiner Nominierung ohne Begründung, nach 38 Jahren aus der SPD austritt? Von parteilos kann doch keine Rede sein.

Doch sowohl SPD, als auch CDU und GRÜNE glaubten an ein sicheres Ding in Berne. Und jetzt kommt Bremermann – mit voller Wucht zieht er einen wirklich parteilosen Kandidaten aus dem Hut.Und der ist auch noch Verwaltungserfahren.

Schon bei der Gründung des “Bürgerforum Berne” verkündete Bremermann

„Wir suchen noch nach einem geeigneten Kandidaten. Wir würden uns freuen, wenn sich jemand melden würde“

Gefunden hat man diesen Kandidaten in Person von Ralf Schulze aus Elsfleth. Aufgewachsen ist der 48jährige in Berne, hat dort Fußball gespielt und arbeitet derzeit bei einer Landesbehörde. Seine Themen sind die Jugendarbeit in Berne, Kindergärten und die Gestaltung der Langen Straße.

“Da muss man auf die Immobilienbesitzer zugehen. Der jetzige Zustand ist nicht tragbar.”

erklärt Schulze. Kritik übt der neueste Kandidat um das Bürgermeisteramt in Berne an der Art und Weise, wie die Parteien ihren Kandidaten gesucht haben:

“Die Stelle war nur fünf Tage lang im Internet zu finden. Das kenne ich aus dem öffentlichen Dienst eigentlich anders. Sie war klar auf den Wunschkandidaten ausgerichtet.”

Bremermann ist wieder in Kampflaune. Das könnte das sichere Ding “Berner Rathaus” für die Parteien und Franz Bittner etwas unsicherer machen. Bezeichnend ist auch, dass man auf den Internetseiten der SPD und CDU Berne keinerlei Hinweise auf die Bürgermeisterwahl findet. Informationen für die Bürger scheinen nicht so wichtig zu sein.

Es bleibt spannend in Berne.

Update aus dem Berner (Toll-)Rathaus

26 Mrz

Update aus dem Berner (Toll-)Rathaus

36808147 6e4f7e5dcd m Wann wird das Berner Rathaus wieder zur Ruhe kommen? Ich weiß es nicht. In der letzten Woche gab die Kreisverwaltung bekannt, dass das Disziplinarverfahren gegen Bürgermeister Bremermann aufrecht gehalten wird. Der Transport der Personalakten wird mittlerweile auch vorbereitet und auch Gemeindekämmerer Schneidewind bekommt nun auch ein Disziplinarverfahren.

Ganz schön viel los in Berne. Im Juli 2008 hat der Landkreis wegen mehrerer Dienstverstöße ein Disziplinarverfahren gegen Bremermann eingeleitet. Unter anderem, weil er ohne Befugniss sechsstellige Aufträge zum Bau der Grundschule Ganspe erteilt hat. Die Grundschule kostete am Ende fast doppelt so viel, wie ursprünglich geplant. 

Personalakten endlich auf dem Weg

Auch für den schlechten Zustand der Personalakten im Rathaus wird der Bürgermeister verantwortlich gemacht. Aus diesem Grund hatte Landrat Höbrink im Januar eine Ersatzvornahme angeordnet. Bremermann hat gegen diese Übernahme der Akten durch den Landkreis klagen wollen. 

Der Verwaltungsausschuss (VA) der Gemeinde hat ihn jedoch zweimal aufgefordert die Klage zurückzuziehen. Bremermann weigerte sich und legte Widerspruch gegen den VA-Beschluss ein. Das niedersächsische Innenministerium gab dem VA recht, Bremermann musste ide Klage zurückziehen. Jetzt wird der Transport der Akten in die Kreisverwaltung vorbereitet. Wie lange die Akten dann im Kreishaus bearbeitet und auf Vordermann gebracht werden müssen, ist derzeit nicht klar.

„Zunächst werden wir uns einen Überblick über den Zustand verschaffen. Vielleicht hat Berne die Zeit genutzt und die Akten weiter bearbeitet – das wäre in unserem Sinne“,

erklärt Hans Kemmeries, erster Kreisrat.

Gemeindekämmer im Visier

Doch nun gerät auch Gemeindekämmerer Schneidewind in die Schusslinie. Auch ihn erwartet ein Disziplinarverfahren. Schneidewind hatte einen Beratervertrag mit dem Altenpflegeheim Kückens abgeschlossen. Sechs Monate sollte er den Geschäftführer beraten und dafür 280€ pauschal im Monat erhalten. Plus sonstige Auslagen. Nach zwei Monaten kündigte Kückens den Vertrag:

„Es hat sich schnell herausgestellt, dass Schneidewind überhaupt keine Ahnung hatte.“

Für die zwei Monate hat er eine Rechnung i.H.v. 8300 Euro gestellt. Vor Gericht einigte man sich auf die Zahlung von 2000 Euro an Schneidewing. Diese nebenberufliche Tätigkeit war nicht genehmigt oder auch nur eine  Genehmigung beantragt. 

Doch auch wegen nicht genehmigter Auszahlungsanweisungen durch Schneidewind wird ermittelt.

Der nächste Höhepunkt ist schon in Sicht: Die Abwahl von Bremermann am 19. April. 

cc  photo credit: Schockwellenreiter

Abwahl von Bremermann – Innenministerium gibt Verwaltungsausschuss recht!

9 Mrz

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Die Abwahl von Bürgermeister Bremermann ist durch den Gemeinderat Berne beschlossen worden. Jetzt sind aber die Bürgerinnen und Bürger gefragt. Mindestens 25% müssen der Abwahl zustimmen.

Zweimal wurde Bremermann durch den Verwaltungsausschuss der Gemeinde aufgefordert, seine Klage gegen die Ersatzvornahme zurückzuziehen. Gegen den Beschluss des Verwaltungsausschusses hat Bremermann Widerspruch eingelegt. Dieser Widerspruch wird durch das Innenministerium in Hannover geprüft.

Aus gut informierten Kreisen in Hannover wurde nun bekannt, dass das Innenministerium  dem Verwaltungsausschuss recht geben wird. Der Widerspruch von Bremermann hat somit keinerlei Auswirkungen – sollte er die Klage nicht zurücknehmen stellt er sich gegen geltendes Recht!

Die Fraktionen im Gemeinderat  sind sich einig – Bernd Bremermann hat das Vertrauen missbraucht. So haben die Fraktionen eine gemeinsame Erklärung zur Abwahl erstellt:

Abwahl des Bürgermeisters

Liebe Bürgerinnen und Bürger in der Gemeinde Berne,

die Abwahl des Bürgermeisters ist ein schwerwiegender Einschnitt in die Politik unserer Gemeinde.

Warum haben wir, 18 von 19 stimmberechtigten Ratsmitgliedern, uns Parteienübergreifend dazu entschlossen, einen Abwahlantrag gegen den Bürgermeister zu beschließen?

Durch zahlreiche Presseberichte und Meldungen im Radio und Fernsehen ist die Gemeinde Berne in die öffentliche Kritik geraten. Hauptverantwortlich für die negativen Ereignisse ist Bürgermeister Bernd Bremermann. Der Gemeinderat ist über viele Vorgänge meistens verspätet, teilweise falsch oder oft auch gar nicht informiert worden.
Eine konstruktive Arbeit von Rat und Gemeinde für die Bürger ist nur möglich, wenn zwischen dem Bürgermeister, der Verwaltung und dem Rat Vertrauen herrscht.

Wir sind der festen Überzeugung, dass eine Abwahl von Bürgermeister Bremermann nötig ist, um weiteren finanziellen Schaden von der Gemeinde Berne abzuwenden und den Ruf der Gemeinde zu schützen.
Wir machen das an folgend aufgeführten Punkten fest:
Die Affäre um den Jugendbetreuer im Kückens Altenpflegeheim, finanzieller Schaden für die Gemeinde Berne runde 40.000 Euro.

Die Affäre um den Warflether Sand, mit dem Grundstücksverkauf an die Firma Hegemann.

Die Rückführung der Stedinger Entwicklungsgesellschaft im Jahr 2007, an die Gemeinde Berne, ist bis heute von der Gemeindeverwaltung noch nicht abgeschlossen.

Der Neu- und Umbau der Grundschule Ganspe, hier wurde die genehmigte Bausumme des Rates von 2 Millionen €uro, durch die Verwaltung um runde 60 Prozent, das sind ca. 1,2 Millionen Euro, überschritten.

Die Vorlage nicht genehmigungsfähiger Haushaltsplanentwürfe des Bürgermeisters und des Kämmerers über mehrere Jahre. In dieser Zeit wurden auch eigenmächtig Ausgaben der Vorgenannten getätigt, die vom Rat nicht genehmigt waren.

Die Beanstandungen der Kommunalaufsicht wegen schlecht geführter Personalakten und nicht korrekt abgeführter Sozialabgaben und Versicherungsbeiträge.

Der teilweise schlechte und unfaire Umgang des Bürgermeisters mit dem Personalrat der Gemeinde.
Wir Ratsmitglieder haben immer wieder versucht die vorstehenden Probleme anzugehen. Immer wieder gab es Krisengespräche, immer wieder hielt der Bürgermeister die dabei gemachten Versprechen nicht ein.
Anfang des Jahres zogen die Fraktionen dann gemeinsam die Notbremse und leiteten das Abwahlverfahren gegen Bürgermeister Bernd Bremermann ein.
Bei dem Abwahlverfahren geht es nicht um die Person Bernd Bremermann, sondern um die Amtsführung von Bürgermeister Bernd Bremermann, der seinen Aufgabenbereich und das Rathaus nicht mehr im Griff hat.

Die Entscheidung über die Abwahl des Bürgermeisters obliegt nach der Gesetzeslage Ihnen, den Bürgerinnen und Bürgern der Gemeinde Berne.
Am 19. April 2009 wird über die Abwahl entschieden.Mindestens 25 Prozent der stimmberechtigen Bürgerinnen und Bürger müssen für die Abwahl stimmen, dann ist der Bürgermeister abgewählt. Machen Sie den Weg frei für einen Neuanfang in der Gemeinde Berne.

Die Fraktionen im Rat sind dazu bereit.

Datum: 19.04.2009

Ort: Gemeinde Berne

Quelle: CDU Berne

Weg frei für Abwahl und Neuwahl in Berne

18 Feb

Weg frei für Abwahl und Neuwahl in Berne

84350372 63f20f73c0 m Der Weg ist frei für die Abwahl von Bürgermeister Bremermann in Berne. 18 von 19 Gemeinderatsmitgliedern votierten für die Einleitung der Abwahl. Lediglich Ratsherr Werner Krinke stimmte gegen die Abwahl – er war zuvor aus der SPD ausgetreten. 

Die erforderliche Dreiviertelmehrheit ist damit aber immernoch übertroffen worden. Doch das Gesetz legt die Entscheidung nun in die Hände der Bürger – aber mindestens 25% müssen an die Wahlurnen gehen!

Eskaliert war die Situation in Berne als der Landkreis in einer Ersatzvornahme die Personalakten des Rathauses übernehmen wollte. In diesen wurde eklatante Mängel bei einer Überprüfung durch den Landkreis festgestellt. Der Bürgermeister und die Verwaltung habe diesen Mangel nicht behoben. Bürgermeister Bremermann wollte gegen diesen Eingriff in die Selbstverwaltung der Gemeinde klagen. Der Verwaltungsausschuss forderte Bremermann auf die Klage der Gemeinde zurückzuziehen – Bremermann ignorierte den Beschluss.

Die SPD kündigte die Zusammenarbeit auf und beantragte die Abwahl.

Kleine Chronologie der Bremermann-Affären in Berne:

  • August 2003: Insolvenz des Kückens-Altenpflegeheim, eine 100%ige Tochtergesellschaft der Gemeinde
  • September 2007: Die Warflether-Sand-Affäre
  • April 2008: Die Kückens-Affäre
  • Juni 2008: Personal-Akten-Affäre
  • Juli 2008: Kostenexplosion bei der neue Grundschule Ganspe: statt den geplanten 2 Millionen müssen 3 Millionen Euro gezahlt werden
  • Januar 2009: Bremermannn ignoriert Beschlüsse des Verwaltungsausschusses

Berne: Bürgermeister bleibt hart – Abwahlverfahren wird eingeleitet

14 Feb

Berne: Bürgermeister bleibt hart – Abwahlverfahren wird eingeleitet

557751092 851ed8b84c m Das Berner Rathaus kommt nicht zur Ruhe. Es geht immernoch um Personalakten, einen uneinsichtigen Bürgermeister auf verlorenem Posten und einen Gemeinderat der sich zur Abwahl zusammenrauft.

Am 05. Februar 2009 hat der Verwaltungsausschuss der Gemeinde Berne Bürgermeister Bernd Bremermann erneut aufgefordert die Klage gegen den Landkreis zurückzuziehen. Bremermann hatte Klage gegen die Ersatzvornahme, die Übernahme der Personalakten durch den Landkreis, eingereicht. Die Kommunalpolitiker im Gemeinderat hatten selbst den Landkreis um Hilfe gebeten, die Missstände in den Personalakten zu beseitigen. Der Verwaltungsausschuss ist dem Bürgermeister übergeordnet und kann diesem Anweisung erteilen. Gegen den Beschluss könnte Bremermann Einspruch einlegen. 

Es ist sein gutes Recht Einspruch einzulegen, dieser wird dann im Innenministerium bearbeitet. Der Landkreis hat bereits Kontakt zum Innenministerium aufgenommen, damit die Angelegenheit im Falle eines Falles schhnell bearbeitet wird. Landrat Höbrink sagt dazu:

„Wir würden die Sache dann dem Innenministerium in Hannover vorlegen. Das hat schon signalisiert, den Vorgang schnell bearbeiten zu wollen.“

Derweil zeigt sich Bremermann kämpferisch ob der schon fast sicheren Einleitung des Abwahlverfahrens im Gemeinderat, schließlich ist er ja auch “sturmerprobt”. 

 „Ich war immer hartnäckig und ich bleibe hartnäckig,” erklärt Bremermann im  NWZ-Interview

Bremermann lässt auch kein gutes Haar an der Berner SPD, die die Jahrelange Zusammenarbeit mit dem Bürgermeister aufgekündigt hat und ihm  den Stuhl vor die Rathaustür gestellt hat.

„Fraktion und Ortsvereinsvorstand haben schon am 15. Januar beschlossen, dass der Bürgermeister gehen soll. Erst am Abend des 25. Januar bekam ich dann die entsprechende Pressemitteilung zu Hause auf den Tisch. Vorher hat niemand mit mir gesprochen. Das ist kein Stil.“

Gegen den von der SPD eingeleiteten Sparkurs hat Bremermann bedenken. Zu den Haushaltsberatungen selbst war er nicht in die Fraktion geladen worden, aber aus Solidarität habe er die Beschlüsse mitgetragen. Konkret nennt er die Einsparungen bei Vereinen und Ortsgemeinschaften. Er ist der Auffassung, dass man diese Entscheidungen bereuen werde. Es mutet schon komisch an, dass der Bürgermeister entgegen seiner Auffassung und nur aus Solidarität diese Beschlüsse dennoch mitgetragen hat.

Bremermann wird gegen den Beschluss des Verwaltungsausschusses Einspruch einlegen und dagegen Klagen. So habe er vom Verwaltungsgericht in Oldenburg positive Signale erhalten, dass seine Klage Erfolg haben könne.

Der Gemeinderat hingegen leitet die Abwahl des Bürgermeisters ein. Am 17. Februar 2009 um 19 Uhr tritt der Gemeinderat zum ersten Mal in diesem Jahr zusammen, um nach §61a der NGO die Abwahl einzuleiten. Hohe Hürden legt das Gesetz fest für eine Abwahl.

§ 61 a Abwahl

Die Bürgermeisterin oder der Bürgermeister kann nach den Vorschriften des Niedersächsischen Kommunalwahlgesetzes von den Bürgerinnen und Bürgern der Gemeinde vor Ablauf der Amtszeit abgewählt werden. Zur Einleitung des Abwahlverfahrens bedarf es eines von mindestens drei Vierteln der Ratsmitglieder gestellten Antrags. Über ihn wird in einer besonderen Sitzung, die frühestens zwei Wochen nach Eingang des Antrags stattfindet, namentlich abgestimmt; § 41 Abs. 1 Satz 3 findet keine Anwendung. Eine Aussprache findet nicht statt. Der Beschluss über den Antrag bedarf einer Mehrheit von drei Vierteln der Ratsmitglieder. Die Bürgermeisterin oder der Bürgermeister scheidet mit Ablauf des Tages, an dem der Wahlausschuss die Abwahl feststellt, aus dem Amt aus.

Im Gemeinderat wird namentlich abgestimmt, mindestens dreiviertel der Mitglieder müssen der Abwahl zustimmen. Eine Aussprache wird es nicht geben. Doch nach der Gemeindewahl sind die Bürgerinnen und Bürger am Ruder – letztendlich entscheiden sie über die Abwahl von Bremermann. Dieser hat in den letzten Tagen und Wochen den Eindruck gewonnen, dass die Sache bei den Bürgerinnen undd Bürger nicht so klar ist, wie im Gemeinderat. Bremermann fasst seinen Eindruck so zusammen:

„Im Moment erfahre ich eine Menge Zuspruch“

Innerhalb von 4 Monaten nach der Abwahl im Gemeinderat müssen die Bürgerinnen und Bürger entscheiden. Der Wahltermin wird ebenfalls am 17. Februar festgelegt, in einer zweiten Ratssitzung. Dann ist auch ein Bericht des Bürgermeisters geplant, jedoch keine Einwohnerfragestunde.

Es bleibt zu hoffen, dass dieses Schauspiel bald ein Ende findet. Die Personal-Akten-Affäre hat die Zustände im Berner Rathaus gnadenlos aufgezeigt. Jahrelanger Filz hat zu diesen Zuständen geführt. Hinzu kommt ein Bürgermeister, der seinen Laden nicht im Griff hat und ganz offensichtlich nicht über die Prozesse im Rathaus bescheid weiß oder eben diese geduldet hat.

Die Mitglieder des Gemeinderates sind sich einig: Der Bürgermeister gehört abgewählt. Als nächstes sind als die Bürgerinnen und Bürger gefragt.

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Berne: SPD Bürgermeister soll abgewählt werden!

27 Jan

Berne: SPD Bürgermeister soll abgewählt werden!

557751092 851ed8b84c m Lange hat es gedauert, aber jetzt ist es amtlich wie die Nordwest Zeitung (NWZ) berichtet. Der SPD Ortsverein Berne und die SPD-Fraktion im Gemeinderat kündigen die “Jahrzehnte währende Kooperation” mit Bürgermeister Bernd Bremermann auf. 

Die CDU und die GRÜNEN zeigen sich erfreut über die Entscheidung der SPD-Gremien. Sie wollen den Antrag auf Abwahl des Bürgermeisters unterstützen.

Gestolpert oder eher gestürzt ist Bremermann über sein Verhalten in der Personalakten-Affäre. Er hatte seine Klage gegen den Landkreis entgegen eines Beschlusses des Verwaltungsausschusses aufrecht gehalten. Diesen Sturm hat Bremermann nicht überstanden.

Für die Abwahl des Bürgermeisters ist zuerst eine Dreiviertelmehrheit im Gemeinderat erforderlich. Das letzte Wort haben allerdings die Bürger. Eine Abwahl erfolgt nicht nur mit einer Mehrheit der abgegebenen Stimmen, es müssen auch mindestens 25% der Wahlberechtigten zur Wahl gehen!

Die SPD begründet das Ende der Kooperation mit der

“nachhaltigen Beratungsresistenz und Kommunikationsstörungen”

zwischen Bremermann und der SPD. Hatte die SPD doch selbst im Sommer 2008 den Landkreis um Hilfe gebeten, die Probleme im Rathaus zu lösen und einen genehmigungsfähigen Haushalt aufzustellen. Nun wollte der Landkreis auch bei der Führung der Personalakten helfen – Bremermann klagte. Hinzu komme, dass Bremermann Beschlüsse des Verwaltungsausschusses ignoriert habe und die Klage auch nicht autorisiert war.

CDU-Fraktionsvorsitzender Karl-Ernst Thümler ist über den überfälligen Schritt der SPD erfreut. 

“Das ist eine Maßnahme, die wir schon seit längerer Zeit gefordert haben,” erklärt Thümler.

Er Verweist unter anderem auch auf die Kückens-Affäre, dies seien

“skandalöse Vorfälle”

Auch die GRÜNEN wollen die SPD bei der Abwahl unterstützen. Kreistagsabgeordnete KArin Dialer-Strackerjan habe bei Bremermann Führungsqualitäten vermisst und erklärt

“Mit seiner Klage gegen den Krei hat sich Bremermann disqualifiziert.”

Bremermann zeigt sich unterdessen bedeckt. Aus dem Rathaus lässt er verlauten

“Er möchte sich heute nicht zu den Vorgängen äußern”

Bremermann war 1996 zum Bürgermeister gewählt worden und hätte es mit ein wenig mehr Einsicht auch bis 2014 bleiben können.  Die Suppe wird er nun alleine auslöffeln müssen. Ohne SPD im Rücken steht er auf verlorenem Posten.

Bundesweit sind Abwahlen von Bürgermeistern eher selten. In der Wesermarsch zeigen sich die Bürger jedoch etwas robuster gegen Bürgermeister, die sich Affären und solch große Verwerfungen erlauben. 2007 wurde in Nordenham Bürgermeister Dr. Georg Raffetseder nach einigen Affären kurzerhand abgewählt. Im selben Jahr wurde er wegen Bestechlichkeit und versuchter Erpressung zu 15 Monaten auf Bewährung verurteilt.

Jetzt haben die Bürger in Berne das letzte Wort – es wird sich zeigen, ob sie das Verhalten von Bremermann billigen oder mißbilligen.

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Berne: Weiterhin Streit um Berner Personalakten

23 Jan

Berne: Weiterhin Streit um Berner Personalakten

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Es ist schon ein Trauerspiel was in Berne passiert. Ein anscheinend mit der Situation überforderter Bürgermeister, ein Landrat der vergeblich versucht die Porbleme zu lösen und ein Gemeinderat der sich nicht zu klaren Verhältnissen zusammenraufen kann. Die Personalakten des Rathauses Berne stehen dabei im Mittelpunkt. Ach ja, nicht zu vergessen sind die nicht genehmigungsfähigen Haushalte in den letzten Jahren….

Bürgermeister Bernd Bremermann hat ein klares Verständnis: der Landkreis handelt rechtswidrig mit der Ersatzvornahme. Für ihn sind die Personalakten in einwandfreiem Zustand. Nach seiner Auffassung entscheidet die Gemeinde, was in Personalakten zu stehen habe und nicht der Landkreis. Klingt logisch, dass jede Gemeinde selbst entscheidet was in Personalakten stehen muss, was sollen einem auch logisch geführte Personalakten helfen….. alles andere wäre ja auch ein Eingriff in die gemeindliche Selbstverwaltung und sowas geht ja nicht!

Der Landkreis sieht das freilich etwas anders. Erster Kreisrat Hand Kemmeries stellt klar

“Es gibt bei der Personalsachbearbeitung zwingende Mindeststandards die erfüllt sein müssen.”

Aber warum sollen denn Dinge wie Arbeitsverträge, Ernennungsurkunden, korrekt geführte Personalbögen und steuer- und versicherungstechnische Rahmendaten in Personalakten enthalten sein? Das ist doch alles überflüssige Bürokratie und bindet Ressourcen der Verwaltung.

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Kuddelmuddel im Rathaus Berne

15 Jan

Kuddelmuddel im Rathaus Berne

140px Wappen Berne Das Rathaus in Berne entwickelt sich zum dauerbrenner für die Presse. Im Jahr 2008 kam das Berner Rathaus wegen mehrerer Missstände in die Medien. Bei Kontrollen hat der Landkreis, als Kontrollbehörde, eklatante Verfehlungen bei der Personalverwaltung festgestellt. In der sog. Personal-Affäre geht e um unvollständige Personalakten, nicht gezahlte Sozialversicherungsbeiträge für Gemeindeangestellte, fehlende Arbeitsverträge und unkontrolliert gezahlte Gehaltsvorschüsse.

Nun klagt Bürgermeister Bremermann gegen das Vorgehen des Landkreises in dieser Sache.

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