Tag Archives: Berlin

Wahlplakate der CDU vorgestellt

10 Aug

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Heute hat die CDU die Wahlkplakate und Großflächenplakate der ersten Welle vorgestellt. Die CDU startet mit den zentralen Botschaft

“Wir haben die Kraft”

in den Wahlkampf. Dazu wird Bundeskanzlerin Angela Merkel am 15.08. auf über 60 Großveranstaltungen in ganz Deutschland ihre Wahlkampftour durchführen.

Ronald Pofalla stellte die Kampagne im Konrad-Adenauer-Haus in Berlin vor. Ich persönlich finde die Großflächen (siehe oben mit Guttenberg) besonders gelungen. Schöne Motive und gute Aussagen. Ronald Pofalla erklärte bei der  Vorstellung:

“Wir haben die richtigen Köpfe und die richtigen Themen!”

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Galerie der Wahlplakate:

Ulla Schmidt und der Dienstwagen im Urlaub

25 Jul

Ulla Schmidt und der Dienstwagen im Urlaub

3472294453 8999c35e1f m Wenn einem das Auto gestohlen wird, dann ist das schon blöd. Wenn das dann auch noch im Ausland im Urlaub passiert, dann ist das noch blöder. Und was Frau Ulla Schmidt (SPD), Gesundheitsministerin, passiert ist – tja, dafür finde ich keine Worte. Sie hat sich den Dienstwagen klauen lassen.

Ulla Schmidt (SPD) hatte an ihrem Urlaubsort Alicante nämlich noch Ministertermine. Ganz wichtige sogar: sie nimmt an Diskussionsveranstaltungen teil, besucht Kinderheime, Schulen und auch Altersheime. Nun darf man sicherlich fragen, welchen Informationsgehalt die Besuche dieser Einrichtungen in Spanien für die deutsche SPD-Gesundheitsministerin haben – aber ich lass das mal. Doch genau für diese Termine hat sie ihren Dienstwagen inkl Chauffeur mit in den Urlaub genommen.  Nun wurde der Dienstwagen geklaut – eine Mercedes S-Klasse.

Der fairness halber sei gesagt: für private Termine und Ausflüge hat Frau Schmidt natürlich einen eigenen Leihwagen gemietet. In Alicante macht sie auch gerne Landschaftsspaziergänge. Aber die Frage steht im Raum:

Warum nimmt Frau Schmidt den Dienstwagen mit in den Urlaub?

Liegt es vielleicht am erhöhten Sicherheitsbedürfnis der Ministerin? Ja das wird es sein, warum die (gepanzerte?) Limousine mitgekommen ist. Das ist auch richtig. Stopp, halt! Sicherheitsbedürfnis? Geht ja gar nicht – sie fährt ja selbst mit einem Mietwagen durch die Gegend. So hoch kann das Risiko dann ja nicht sein.

Vielleicht hat Frau Ministerin Schmidt sich auch nur so daran gewöhnt und hält es für nicht standesgemäß ohne Chauffeur zu offiziellen Terminen zu fahren. Als Ministerin steht ihr ein Chauffeur und ein Dienstwagen zu – ja klar. Nur ist es eine Frage der Verhältnismäßigkeit! Schließlich zahlt nicht sie dafür, sondern der Steuerzahler! Ich finde es schon vermessen, den Dienstwagen aus Berlin anfahren zu lassen, weil man “offizielle” Termine am Urlaubsort vereinbart.

Wie ist Frau Schmidt eigentlich nach Spanien gekommen? Mit dem eigenen Auto sicher nicht – dann bräuchte sie keinen Mietwagen. Oder ist sie mit dem Dienstwagen gefahren? Nicht das Frau Schmidt noch die Flugbereitschaft der Bundeswehr genutzt hat, weil sie ja offizielle Termine hat? Nun gut, das wird sicherlich in den nächsten Tagen und Wochen geklärt werden.

Aber wie war das in den anderen Urlauben von Frau Schmidt in der Vergangenheit? Ist da auch schon immer der Dienstwagen mitgefahren? Und wie steht es um die Versicherung, wer zahlt den Schaden?

Frau Schmidt, Sie haben uns noch einiges zu erklären!

Ach, eins noch: Unser Wirtschaftsminister Guttenberg (CSU) ist da etwas anders. Er ist zu einem Termin von Berlin nach Düsseldorf kostengünstig mit Air Berlin geflogen. Keine Flugbereitschaft, keine Business-Class, sondern wie jeder normale Mensch auch! Das nenne ich mal vorbildlich!

cc photo credit: nrwspd_foto

Artikel 5 Grundgesetz

19 Jun

Artikel 5 Grundgesetz

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(1) Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet. Eine Zensur findet nicht statt.

(2) Diese Rechte finden ihre Schranken in den Vorschriften der allgemeinen Gesetze, den gesetzlichen Bestimmungen zum Schutze der Jugend und in dem Recht der persönlichen Ehre.

(3) Kunst und Wissenschaft, Forschung und Lehre sind frei. Die Freiheit der Lehre entbindet nicht von der Treue zur Verfassung.

 

cc  photo credit: Michel Balzer

Grundgesetz lesen! Löschen statt sperren!

9 Jun

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896708157 ab06db8009 m Grundgesetz lesen! Das war ein bundesweiter Flashmob am 23. Mai 2009 – zum 60. Jahrestag des Grundgesetzes!

Wenn man in diesem Land lebt, sollte man sich durchaus mal das Grundgesetz zur Hand nehmen und darin blättern. Denn es ist die Grundlage unseres Staates. Was darin steht, gilt für alle Bürger! Übrigens auch für Politiker.

Für Politiker sollte das Grundgesetz eigentlich ein ständiger Begleiter sein, sie sollten es kennen wie ihre Westentasche. Leider erleben wir immer öfter, dass Haarscharf an den Grenzen des Grundgesetzes gearbeitet wird. Auf welcher Seite der Grenze, das entscheidet dann das Bundesverfassungsgericht.

Doch derzeit wird versucht eine sogenannte Netzsperre gegen Kinderpornografie zu installieren. Wir haben uns ja fast schon daran gewöhnt, dass wir alle potentielle Terroristen sind. Aber nun sollen wir, die das Internet nutzen (also eigentlich alle) auch noch potentielle Pädophile sein? Was für ein Humbug. 

Hier wird ein Zensurinstrument installiert. Zwar unter dem Deckmantel des Schutzes von wehrlosen Kindern, aber wird wirklich nur ein einziges Kind durch diese Sperren und Stoppseiten vor sexuellem Mißbrauch geschützt?

Unterstellen wir Ursula von der Leyen, dass sie wirklich die Kinder im Blick hat. Das ist ehrenhaft und hat Respekt verdient. Doch will sie eine Zensurinfrastruktur etablieren. Was in Zukunft mit dieser Infrastruktur geschieht, das kann keiner sagen. Jetzt haben wir eine große Koalition, aber was ist wenn die SED, die mal  PDS hieß und sich heute Die Linke nennt, an die Macht kommt? Von freier Presse kann in der DDR keine Rede gewesen sein!

Doch nicht wegen solchen Überlegungen hat sich massiver Protest gegen die Pläne der Bundesregierung entwickelt. Der Protest ist deshalb zustande gekommen, weil Stoppseiten das falsche Instrument sind. Fakt ist: Kinderpornographie ist in Deutschland verboten, wie übrigens auch in nahezu allen anderen Ländern der Welt!

Wir, die wir uns gegen die Pläne stellen, wollen keine Kinderpornos im WWW! Wir wollen, dass diese widerlichen Bilder und Videos aus dem Internet verschwinden und die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden!

Wir fordern deshalb: Löschen statt sperren!

Im Grundgesetz steht in Artikel 5 ganz klar: Eine Zensur findet nicht statt. Es ist eines der unveränderlichen Grundrechte, die im Grundgesetz festgeschrieben sind! Doch, was ist in Zukunft? Heute Kinderpornos, morgen kommt die Musikindustrie und dann? Dann werden vielleicht kritische Internetseiten gesperrt oder unliebsame politische Blogs. Wenn die Zensurinfrasturktur erstmal eingeführt ist – dann wird man sie auch nicht wieder abschaffen können.

Es geht um deine, um unsere Grundrechte!

Jetzt ist unsere Chance zu zeigen, dass wir nicht so Politikverdrossen sind, wie immer behauptet wird. Jetzt ist die Chance Zensurinfrasturktur in Deutschland zu verhindern!

Aus diesem Grund möchte ich nochmal auf die E-Petition ”Internet – Keine Indizierung und Sperrung von Internetseiten” hinweisen und alle dazu aufrufen, diese mitzuzeichnen! Es sind zwar schon die erforderlichen 50.000 Mitzeichner dabei, aber je mehr, desto besser! Also: Mitzeichnen und Flagge zeigen für unsere Grundrechte!

Und weil “Grundgesetz lesen” so wichtig ist, hier noch ein Video vom Flashmob aus Berlin:

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cc photo credit: Michel Balzer

Merkel und Pöttering zur Europawahl 2009 – Ignorierte Stimmenverluste

8 Jun

Merkel und Pöttering zur Europawahl 2009 – Ignorierte Stimmenverluste

3564860572 43a9cb17b3 m Nach einer Wahl treffen sich die Parteigremien in Berlin, um über das Wahlergebnis zu sprechen. Und im Anschluss daran werden Pressekonferenzen gegeben. 

So also auch am heutigen Montag im Konrad-Adenauer-Haus, der CDU-Parteizentrale in Berlin. Die Stimmung scheint gut zu sein im Unions-Lager. Schließlich ist man wieder einmal die Europapartei in Deutschland und der Abstand zur SPD ist mit 17%-Punkten mehr als komfortabel

Kein Wunder, dass Merkel auf der Pressekonferenz erklärt, man habe 

“die Wahlziele umfassend erreicht” und man sei “stärker als nach dem Bundestagswahlergebnis”

Und sie sehe in dem Ergebnis auch eine gute Ausgangslage für die 110 Tage bis zur Bundestagswahl, so die Kanzlerin.

Hans-Gert Pöttering dankte der Kanzlerin für einen engagierten Wahlkampf und das die Partei in der Tradition von Konrad Adenauer und Helmut Kohl sich mit einem Europawahlprogramm als die Europapartei positioniert habe.

Weder Merkel, noch Westerwelle wollen zu optimistisch sein, dass es locker zu schwarz-gelb reichen wird nach der Bundestagswahl.

Denn man muss festhalten: Die CDU hat Wählerstimmen verloren. Im Vergleich zur Wahl 2004 haben 1.510.137 Menschen weniger ihre Stimme für die Unionsparteien abgegeben. SPD und Grüne konnten hingegen leicht zulegen: 37.825 Stimmen gehen mehr auf ihr Konto. Dazu muss man sagen, dass die Grünen dazu gewonnen haben und den Verlust der SPD von 76.268 Stimmen mehr als kompensiert hat.

Wenn wir nun noch in Betracht ziehen, dass eine machtbesessene SPD auch ein rot-rot-grünes Bündnis nicht ausschlagen würde, dann sieht man folgendes: rot-rot-grün konnte sogar 427.041 Wählerstimmen dazugewinnen, im Vergleich zu 2004. Das nur durch einen satten Zugewinn bei der Linken. Trösten kann dabei nur, dass dieses rot-rot-grüne Bündnis immernoch knapp 2,2 Millionen Stimmen weniger hätte als schwarz-gelb!

Die absoluten Zahlen der Gewinne und Verluste helfen jedoch nicht, da eben die relativen Gewinne und Verluste wichtig sind. Und die hängen eben mit der Wahlbeteiligung zusammen. 1,5 Millionen Stimmen mehr oder weniger wirken bei nur knapp 27 Millionen abgegebenen Stimmen stärker, als wenn 35 – 45 Millionen zur Wahl gehen.

Von daher erstmal nur eine Zahlenspielerei, die das Ergebnis dennoch relativiert. Denn die FDP konnte den Verlust der Union nicht ganz ausgleichen. Demnach ist auch eine schwarz-gelbe Regierung nach der Bundestagswahl nicht sicher.

Was nutzt eine wirklich starke FDP, wenn die Union zu schwach ist? Genau: nichts!

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cc photo credit: s_zeimke

Ich hatte einen C64 – nun gehöre ich zu einer Generation

3 Jun

Ich hatte einen C64 – nun gehöre ich zu einer Generation

697528181 c505d32701 m Ja, ich hatte auch einen C64 – ich fand ihn toll! Wir Kinder haben zwar trotzdem viel draußen gespielt, sind durch die Gärten gebutschert – aber manchmal haben wir in unserem Keller vor dem C64 gesessen und haben gespielt. Olympic Summer Games (das Spielprinzip hat sich bis heute nicht geändert), Donkey Kong und und und. Aber nun zum eigentlichen Thema.

Ich gehöre zu einer Generation, der Generation C64. Zumindest hat Christian Stöcker von SPON diese Generation ausgemacht. Und er hat recht! Stöcker macht diese Einteilung an der Diskussion um die Netzsperre von Ursula von der  Leyen fest. Ein Kulturkampf, ein echter Generationenkonflikt.

Die Generation C64, die erste Generation für die Internet, Computer, Computerspiele zum Alltag gehörten, begehrt gegen die politische Klasse auf. Nämlich die  Generation, für die Internet, Computer, etc was irgendwie “fremdes”  sind. Sie sind nicht damit aufgewachsen und stolz darauf, wenn sie ohne Hilfe eine SMS verschicken können.

In seinem Blog schreibt mein grüner Freund Henning dazu sehr treffend:

“Sie können zum Teil nicht mal etwas dafür. Bei ihnen gab es eben nicht schon vor dem 16. Geburtstag Internetzugang zu Hause.

Aber dass bei Gesetzen, die sich um diese fremde Welt drehen, dann quasi gesetzlich Amok gelaufen wird, dass mit Kanonen auf Spatzen geschossen wird oder auch einfach nur Unsinn beschlossen wird, das kann man dennoch ankreiden.”

Und das mag viele in Berlin sicherlich verwundern. “Politikverdrossenheit” wurde ja immer der jungen Generation vorgeworfen. Die Null-Bock-Einstellung kritisiert. Doch jetzt – plötzlich – werden die 15 bis 35 jährigen politisch aktiv, sie kreiden Fehler an! Sie wehren sich, wenn jemand über sie bestimmen will und nicht mit ihnen spricht! Die Politik in Berlin ist erschrocken. Grade bei dem Thema Sperrung von Kinderpornografie begehrt das – meist junge – Wahlvolk auf und unterzeichnet tausendfach eine Petition gegen dieses Vorhaben. Dabei wollten die Befürworter der Sperre doch als weiße Ritter in den Wahlkampf ziehen, jene die großes Leid aus der digitalen Welt gefegt haben.

Doch die digitale Generation hat erkannt, dass nichts weg, sondern nur unter den “Stopp”-Teppich gefegt werden soll. Doch das ist nur ein Schauplatz dieses Konflikts. Neben den Netzsperren tritt dieser auch bei der Vorratsdatenspeicherung, Online-Durchsuchungen und bei Computerspielverboten zutage. 

Und diese Generation schnackt nicht nur dumm daher – nein sie begründet ihr aufbegehren. Und das durchaus mit traditionellen Mitteln: sie verweisen auf das Grundgesetz! Denn das gerät in Gefahr mit all diesen Vorhaben und  Eingriffen in die Bürgerrechte. Und die Generation C64 nutzt die digitalen Techniken, die Möglichkeiten die sie hat sehr effizient. Effizienter als große, träge Parteiapparate und “Internetausdrucker”.

“Die vermeintlich Verblödeten, Verrohten, Dumm-gesurften sind mehrheitlich noch nicht in einem Alter, in dem sie gesellschaftliche Führungspositionen besetzen könnten. Deshalb wird gern und viel über ihre Köpfe hinweg geredet. Aber sie haben ganz neue Werkzeuge zur Verfügung, um sich zur Wehr zu setzen.”

Teilweise bekommt diese junge Generation Schützenhilfe von alten Bürgerrechtlern, auch von Parteien – wie z.B. den Grünen oder auch der FDP. Die Parteiunterstützung würde ich aber dennoch eher kritisch sehen, die könnte auch der Konstellation “Koalition versus Opposition” und dem bevorstehenden Wahlkampf geschuldet sein.

Christian Stöcker analysiert diesen Generationenkonflikt jedenfalls sehr detailliert und zieht sehr gute Schlüsse. Er gibt noch weitere Beispiele, wie z.B. man solle sich mal vorstellen das BKA müsse jedes Druckerzeugnis erst freigeben, als oberste Zensurbehörde…

Die Politik ist überrascht und konsterniert, dabei sollte sie sich doch freuen über das (neuentdeckte?) politische Engagement, der als politikverdrossen verschrienen Generartion. Passend der Abschluss vom SPON Artikel:

“Und es ist für Deutschlands politische Klasse ein Vorgeschmack auf das, was noch kommt: Die digitalen Einheimischen haben begonnen sich einzumischen.”

Wir haben erst begonnen!

cc  photo credit: PetroleumJelliffe

Politcamp 09: Ein paar Gedanken

5 Mai

Politcamp 09: Ein paar Gedanken

logo Jede Idee muss erst einmal gedacht werden. Doch wenn man diese Idee für sich behält, wird es immer nur ein Gedanke bleiben. Gut das Valtentin Tomaschek (@tomaschek) so kommunikativ ist und seine Idee mit anderen geteilt hat.  Und so kam es, dass das Politcamp Wirklichkeit wurde und nicht nur eine Spinnerei blieb.

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Die Halle im Radialsystem

Was soll ich sagen: Es war ein guter Gedanke und eine super Umsetzung der Idee! Aus ganz Deutschland und sogar der Schweiz und Österreich kamen politisch Interessierte, Blogger und Politiker nach Berlin. Endlich konnte man mal die Gesichter hinter  den Blogs und Twitter-Accounts sehen und ins Gespräch kommen. Natürlich wurde nicht nur über Web 2.0 oder Politik (davon vllt. sogar ein bisschen zu wenig) gesprochen. Neben den Sessions konnte auf der Terasse vom Radialsystem, bei herrlichem Sonnenschein, auch über wichtige Themen wie “Analog Käse” oder die Besonderheiten des McDonalds Frühstück philosophiert werden.

Ich will hier gar nicht großartig auf die Inhalte eingehen, denn die Sessionplanung kann man im Pottblog (Sessionplanung Samstag, Sessionplanung Sonntag) nochmal nachlesen und einige Sessions auf make.tv auch noch ansehen. Hinzu kommen die Zahlreichen Beiträge auf Blogs, Flickr (meine Bilder), YoutTube, Vimeo und co.! Gesammelt wird das ganze auf politcamp.mixxt.de. Hier werden auch die Infos und Präsentationen zu den Sessions gesammelt.

Hinzu kommt, dass teilweise spannende Sessions parallel liefen – so das man nur eine besuchen konnte. Doch dank Twitter (Tweets zum PC09) und der Twitterwall in der Halle und der Lounge war man fast immer in allen Sessions dabei. Dazu natürlich noch die BigShaker-Auswertung von Wahl.de (Danke Klas und compuccino, tolles Portal!). 

Festzuhalten bleibt aber: Wahlkampf im Web 2.0 steckt wohl noch in den Kinderschuhen. Politiker müssen sich Land auf, Land ab und quer durch alle Parteien noch an die neuen Medien und neuen Kommunikationsformen gewöhnen. Und auch in den Geeschäftsstellen der Parteien ist die Kommunikation über das Web 2.0 noch nicht gänzlich angekommen. Parteien und Politiker werden in Zukunft nicht mehr nur Sender von Botschaften sein, sondern müssen sich zwangsläufig auch auf den direkten Dialog einstellen. An Kanälen mangelt es sicherlich nicht, sie müssen nur genutzt werden!

Was ganz tolles war natürlich noch: ich konnte meinen Poken endlich mal austesten. Und es funktioniert wunderbar – tolle Technik!

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Ausblick vom Radialsystem

Alles in allem muss ich dann doch sagen, dass es eine tolle Veranstaltung war. Wahrscheinlich die wichtigste Konferenz zum Thema Wahlkampf im Web2.0 in diesem Jahr.

Insbesondere wenn man eher aus der Politik-Ecke kommt und nicht mit Barcamps vertraut ist. Das Politcamp war durchaus auch ein Beitrag zur Völkerverständigung zwischen Politik und Blogosphäre icon wink . Dennoch muss man anmerken, dass die Bundesparteien den Wert der Veranstaltung nicht erkannt haben, was traurig ist. So waren zwar der ein oder andere Abgeordnete da, aber die erste, zweite oder gar dritte Garde war nicht zu erblicken. Daran änderte auch der Auftritt von Ralf Stegner nichts. Ich hoffe inständig, dass beim nächsten mal ein wenig mehr Politik vertreten sein wird.

Die Location, das Radialsystem, war absolut genial, doch das tolle Wetter hat durchaus dazu verleitet auch mal eine Session zu schwänzen icon smile Denn auf der Terasse konnte man sich direkt an der Spree die Sonne auf den Pelz scheinen lassen.

Nun was bleibt sind viele Eindrücke und neue Ideen und neue Kontakte. Was kommt? Politcamp 10, ich bin dabei! 

Danke an Valentin und das gesamte Orga-Team. Bis zum nächsten Mal!

Bodo Wartke: Liebeslied

16 Mrz

Bodo Wartke: Liebeslied

75x75 rahmen Mal ein kleines Musikvideo von Bodo Wartke: Liebeslied.

Aufgezeichnet in Live in Berlin, ein Liebeslied in vielen Sprachen: deutsch, türkisch, arabisch, niederländisch, schwitzerdütsch und als finish dann finnisch.

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Kinderpornos: SMS-Nachrichten belasten Abgeordneten

8 Mrz

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tauss ml 250x272 72dpi Der Vorwurf wiegt schwer: Besitz von Kinderpornos. Diesem Vorwurf muss sich der (Ex-) Medienexperte der SPD, Jörg Tauss stellen.

Die Staatsanwaltschaft Karlsruhe hatte hinweise auf Tauss von der Staatsanwaltschaft Bremerhaven bekommen. Dort wurde belastendes Material bei einer Hausdurchsuchung gefunden. Unter anderem zwei Handy-Nummern die Tauss zugeordnet werden können. Jetzt belasten gesendete SMS-Nachrichten den Abgeordneten schwer.

Tauss hatte das bei ihm gefundene “einschlägige” Material damit begründet, dass er sich als Abgeordneter seit Jahren mit dem Thema Kinderpornografie beschäftige und alles im Rahmen seiner Abgeordnetentätigkeit stehe. Doch die Auswertung von SMS-Nachrichten bringen Tauss nun in Erklärungsnöte.

Nach bisherigen Erkenntnissen soll er mit dem Kontaktmann in Bremerhaven in “eindeutiger Weise kommuniziert haben“. So soll er auch nach mehr Material gefragt haben und auch beiläufige Kommentare wie “geil” sollen sich in den Nachrichten finden. Auch soll Tauss eine DVD erhalten haben, die an seine Privatadresse in Berlin geschickt wurde. Als Adresse wurde eine leichte Abwandlung des Namens eines früheren Mitbewohners von Tauss genutzt.

Tauss bestreitet weiterhin seine Schuld. Sein Anwalt spricht von einer Art 

“sozialen Exekution”

Der Beschuldigte wird frühestens Ende nächster Woche vernommen. Der Anwalt kündigte eine  weitere Erklärung von Tauss zu den Vorwürfen an.

Besitz von Kinderpornos ist in Deutschland verboten. Einzige Ausnahme ist, wenn der Besitz “ausschließlich der Erfüllung rechtmäßiger dienstlicher oder beruflicher Pflichten” dient. Ob die Recherche in der Szene und der Besitz von Kinderpornos auch für Abgeordnete durch diese Ausnahme gedeckt ist, muss geklärt werden.

Bis diee Vorwürfe gegen den Abgeordneten Tauss geklärt sind, gilt auch für ihn die Unschuldsvermutung.

Bildnachweis: Pressefoto von www.tauss.de

PolitCamp09 – Wahlkampf 2.0 im Superwahljahr?

1 Mrz

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Ja, ich bin angemeldet beim Politcamp in Berlin! Am ersten Mai-Wochenende wird Berlin das Zentrum aller Internet-Wahlkämpfer.

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Obama hat es in Amerika vorgemacht und jetzt im Superwahljahr versuchen sich alle am Internetwahlkampf. Parteien relaunchen ihre Internetseiten – mal besser, mal schlechter. Twitter ist in aller Munde und Social Media ebenso.

Doch lässt sich die Internetstrategie von Obama ohne weiteres auf Deutschland übertragen? Welche Tools können wirklich nützlich sein im Wahlkampf vor Ort? Und viele weitere Fragen sollen und wollen die bisher über 200 angemeldeten Teilnehmer diskutieren. Nicht nur Blogger, Twitterer, Parteimitglieder und PR-Profis haben sich angemeldet, sondern auch Prominenz aus dem Web und der Politik. Der SPD-slobo by jan boelsche 150x150 Bundesgeschäftsführer Kajo Wasserhövel, Volker Beck von den Grünen und der Leiter Marketing und interne Kommunikation Oliver Rösler von der CDU haben sich angekündigt. Und Sascha Lobo fehlt natürlich auch nicht.

Was ich vom PolitCamp erwarte? Ich freue mich darauf mit vielen unterschiedlichen Leuten über die Einsatzmöglichkeiten der Web 2.0-Tools im Wahlkampf zu diskutieren. Insbesondere wie sich die einzelnen Tools verbinden lassen und damit Wähler mobilisieren können. Ist die Obama-Strategie das Non-plus-ultra oder muss man in Deutschland gänzlich andere Wege gehen? Wie wollen die Parteien in Zukunft mit dem Internet umgehen? Wollen sie weiterhin das Netz nur als “Newsschleuder” nutzen oder auch in den Dialog mit den Bürgern und Wählern eintreten? Ist die Web 2.0-Denke bei den Parteien angekommen oder herrscht noch die alte Denke vor? Das Superwahljahr eignet sich sicherlich bestens, um diese Themen zu erörtern. Aber als Kommunalpolitiker interessiert mich, wie man diese Möglichkeiten auch vor Ort, im Kleinen nutzen kann.

Viele Fragen, auf die es hoffentlich Antworten gibt. Ich freue mich an dieser Veranstaltung teilnehmen zu können und auch viele Leute aus der Netzwelt mal persönlich zu treffen. Quasi das Gesicht hinter dem Twitter-Account sehen.

Eine interessante Mischung aus Nutzern, Politikern und PR-Profis verspricht eine abwechslungsreiche Veranstaltung.

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Fotoquelle: Jan Bölsche