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Politcamp 09: Ein paar Gedanken

5 Mai

Politcamp 09: Ein paar Gedanken

logo Jede Idee muss erst einmal gedacht werden. Doch wenn man diese Idee für sich behält, wird es immer nur ein Gedanke bleiben. Gut das Valtentin Tomaschek (@tomaschek) so kommunikativ ist und seine Idee mit anderen geteilt hat.  Und so kam es, dass das Politcamp Wirklichkeit wurde und nicht nur eine Spinnerei blieb.

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Die Halle im Radialsystem

Was soll ich sagen: Es war ein guter Gedanke und eine super Umsetzung der Idee! Aus ganz Deutschland und sogar der Schweiz und Österreich kamen politisch Interessierte, Blogger und Politiker nach Berlin. Endlich konnte man mal die Gesichter hinter  den Blogs und Twitter-Accounts sehen und ins Gespräch kommen. Natürlich wurde nicht nur über Web 2.0 oder Politik (davon vllt. sogar ein bisschen zu wenig) gesprochen. Neben den Sessions konnte auf der Terasse vom Radialsystem, bei herrlichem Sonnenschein, auch über wichtige Themen wie “Analog Käse” oder die Besonderheiten des McDonalds Frühstück philosophiert werden.

Ich will hier gar nicht großartig auf die Inhalte eingehen, denn die Sessionplanung kann man im Pottblog (Sessionplanung Samstag, Sessionplanung Sonntag) nochmal nachlesen und einige Sessions auf make.tv auch noch ansehen. Hinzu kommen die Zahlreichen Beiträge auf Blogs, Flickr (meine Bilder), YoutTube, Vimeo und co.! Gesammelt wird das ganze auf politcamp.mixxt.de. Hier werden auch die Infos und Präsentationen zu den Sessions gesammelt.

Hinzu kommt, dass teilweise spannende Sessions parallel liefen – so das man nur eine besuchen konnte. Doch dank Twitter (Tweets zum PC09) und der Twitterwall in der Halle und der Lounge war man fast immer in allen Sessions dabei. Dazu natürlich noch die BigShaker-Auswertung von Wahl.de (Danke Klas und compuccino, tolles Portal!). 

Festzuhalten bleibt aber: Wahlkampf im Web 2.0 steckt wohl noch in den Kinderschuhen. Politiker müssen sich Land auf, Land ab und quer durch alle Parteien noch an die neuen Medien und neuen Kommunikationsformen gewöhnen. Und auch in den Geeschäftsstellen der Parteien ist die Kommunikation über das Web 2.0 noch nicht gänzlich angekommen. Parteien und Politiker werden in Zukunft nicht mehr nur Sender von Botschaften sein, sondern müssen sich zwangsläufig auch auf den direkten Dialog einstellen. An Kanälen mangelt es sicherlich nicht, sie müssen nur genutzt werden!

Was ganz tolles war natürlich noch: ich konnte meinen Poken endlich mal austesten. Und es funktioniert wunderbar – tolle Technik!

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Ausblick vom Radialsystem

Alles in allem muss ich dann doch sagen, dass es eine tolle Veranstaltung war. Wahrscheinlich die wichtigste Konferenz zum Thema Wahlkampf im Web2.0 in diesem Jahr.

Insbesondere wenn man eher aus der Politik-Ecke kommt und nicht mit Barcamps vertraut ist. Das Politcamp war durchaus auch ein Beitrag zur Völkerverständigung zwischen Politik und Blogosphäre icon wink . Dennoch muss man anmerken, dass die Bundesparteien den Wert der Veranstaltung nicht erkannt haben, was traurig ist. So waren zwar der ein oder andere Abgeordnete da, aber die erste, zweite oder gar dritte Garde war nicht zu erblicken. Daran änderte auch der Auftritt von Ralf Stegner nichts. Ich hoffe inständig, dass beim nächsten mal ein wenig mehr Politik vertreten sein wird.

Die Location, das Radialsystem, war absolut genial, doch das tolle Wetter hat durchaus dazu verleitet auch mal eine Session zu schwänzen icon smile Denn auf der Terasse konnte man sich direkt an der Spree die Sonne auf den Pelz scheinen lassen.

Nun was bleibt sind viele Eindrücke und neue Ideen und neue Kontakte. Was kommt? Politcamp 10, ich bin dabei! 

Danke an Valentin und das gesamte Orga-Team. Bis zum nächsten Mal!

PolitCamp09 – Wahlkampf 2.0 im Superwahljahr?

1 Mrz

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Ja, ich bin angemeldet beim Politcamp in Berlin! Am ersten Mai-Wochenende wird Berlin das Zentrum aller Internet-Wahlkämpfer.

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Obama hat es in Amerika vorgemacht und jetzt im Superwahljahr versuchen sich alle am Internetwahlkampf. Parteien relaunchen ihre Internetseiten – mal besser, mal schlechter. Twitter ist in aller Munde und Social Media ebenso.

Doch lässt sich die Internetstrategie von Obama ohne weiteres auf Deutschland übertragen? Welche Tools können wirklich nützlich sein im Wahlkampf vor Ort? Und viele weitere Fragen sollen und wollen die bisher über 200 angemeldeten Teilnehmer diskutieren. Nicht nur Blogger, Twitterer, Parteimitglieder und PR-Profis haben sich angemeldet, sondern auch Prominenz aus dem Web und der Politik. Der SPD-slobo by jan boelsche 150x150 Bundesgeschäftsführer Kajo Wasserhövel, Volker Beck von den Grünen und der Leiter Marketing und interne Kommunikation Oliver Rösler von der CDU haben sich angekündigt. Und Sascha Lobo fehlt natürlich auch nicht.

Was ich vom PolitCamp erwarte? Ich freue mich darauf mit vielen unterschiedlichen Leuten über die Einsatzmöglichkeiten der Web 2.0-Tools im Wahlkampf zu diskutieren. Insbesondere wie sich die einzelnen Tools verbinden lassen und damit Wähler mobilisieren können. Ist die Obama-Strategie das Non-plus-ultra oder muss man in Deutschland gänzlich andere Wege gehen? Wie wollen die Parteien in Zukunft mit dem Internet umgehen? Wollen sie weiterhin das Netz nur als “Newsschleuder” nutzen oder auch in den Dialog mit den Bürgern und Wählern eintreten? Ist die Web 2.0-Denke bei den Parteien angekommen oder herrscht noch die alte Denke vor? Das Superwahljahr eignet sich sicherlich bestens, um diese Themen zu erörtern. Aber als Kommunalpolitiker interessiert mich, wie man diese Möglichkeiten auch vor Ort, im Kleinen nutzen kann.

Viele Fragen, auf die es hoffentlich Antworten gibt. Ich freue mich an dieser Veranstaltung teilnehmen zu können und auch viele Leute aus der Netzwelt mal persönlich zu treffen. Quasi das Gesicht hinter dem Twitter-Account sehen.

Eine interessante Mischung aus Nutzern, Politikern und PR-Profis verspricht eine abwechslungsreiche Veranstaltung.

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Fotoquelle: Jan Bölsche