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Die Unfähigkeit des AStAs der Uni Bremen

25 Mai

Die Unfähigkeit des AStAs der Uni Bremen

Es ist mal wieder Wahl in Bremen. Nein, nicht die Landtagswahl – die war letzten Sonntag. In dieser Woche sollte an der Uni Bremen gewählt werden. Die Wahlen zum Studierendenrat standen an, alle Studenten der Uni Bremen waren zur Wahl aufgerufen in dieser Woche. Ja, waren. Denn die Wahl wurde gestern abgebrochen. Warum? Weil der AStA dieser Universität unfähig ist. (weiterlesen …)

RCDS Bremen – Eine Gegendarstellung?

27 Jun

RCDS Bremen – Eine Gegendarstellung?

logo180x90blau Ich habe vor zwei Tagen meine Eindrücke der Mitgliederversammlung des RCDS Bremen vom Dienstag niedergeschrieben. Und zwar habe ich es so geschrieben, wie ich es erlebt und bewertet habe. Tja und das hat den ehemaligen Vorstand des RCDS Bremen zu einer “Gegendarstellung” berufen. Diese möchte ich hier auch veröffentlichen, aber natürlich nicht unkommentiert lassen.

Gegendarstellung

Vor ungefähr zwei Jahren, im Herbst 2007, wurden wir als Landesvorstand des „Rings Christlich-Demokratischer Studenten“ Bremen gewählt. Dieser war zu diesem Zeitpunkt nach den Jahren zuvor extrem „heruntergewirtschaftet“, hatte kaum noch Mitglieder und wurde weder in der Hochschulöffentlichkeit noch in den Medien als existent wahrgenommen. Wir drei Freunde verschrieben uns damals der Aufgabe dies zu ändern und den RCDS in Bremen wieder aufzubauen.

Heute, zwei Jahre später, haben wir viele, neue aktive Mitglieder gewonnen, den RCDS bei den Wahlen zum Studentenparlament an der Uni Bremen wieder auf einen erfolgreichen Weg gebracht und viele Kontakte mit der lokalen und regionalen Wirtschaft geknüpft, um demnächst eine Praxisbörse für die Bremer Studenten anbieten zu können. Dabei waren wir immer wieder massiven Anfeindungen und Problemen ausgesetzt, welche durch das Image des RCDS in den Jahren zuvor hervorgerufen wurden. „Da kann ich ja gleich Hitler wählen!“, war eine Aussage, die wir uns beispielsweise im vergangen Wahlkampf anhören mussten.

Damit dieser Eindruck / dieses Image nicht mehr flächendeckend in den Köpfen der Studenten vorherrscht, arbeiteten wir während unserer Amtszeit neben dem Studium ausschließlich für die Studenten. Wir boten Informationen und Service an Info-Ständen, veranstalteten Hochschulinformationstage für Schüler und zogen mit für Studierende relevanten Themen in die Wahlkämpfe.

Zum einen kann ich als Student der Uni Bremen nicht sagen, dass mir der RCDS Bremen nun sonderlich oft begegnet ist in den letzten zwei Jahren. Es sei denn es war Wahl oder es ging um die Makakenforschung an der Uni. Das eigentlich jede Hochschulgruppe oder Initiative, die zur SR-Wahl antritt und ganz offensichtlich nicht zum Spektrum der Linken, Linksradikalen, Sozialisten und Kommunisten gehört, als “Nazis” und “Rechtsradikale” tituliert wird ist nichts neues. Selbst der Gruppe “WiWi und Freunde” (später “Uni Aktiv”) ist das so ergangen, obwohl diese aus Sozialdemokraten, Grünen, Christdemokraten und Parteilosen bestand. Es ist also kein spezielles RCDS-Problem. Aber gerne akzeptiere ich die Bewertung des ehemaligen Landesvorstandes – auch wenn ich sie nicht ganz nachvollziehen kann.

Studiengebühren sind sicherlich für die Studierenden ein relevantes Thema, aber eine Forderung von Studiengebühren kann ich in der Form nicht mittragen. Das war unter anderem ein Grund dem RCDS beizutreten, um diese Positionierung in der Zukunft zu ändern. Mich also in den Diskussionsprozess einzubringen.

Aufgrund der negativen und teils diffamierenden Erfahrungen während unserer Amtszeit, hervorgerufen durch das Image ehemaliger Mitglieder, mussten wir aber stets für folgendes Sorge tragen: Der Landesvorstand sollte sich – als Mitglieder aufnehmendes Gremium – vor der Aufnahme einen genauen Eindruck von der Satzungs- und Grundsatztreue der potentiellen Neumitglieder machen.

So ist dies auch in §3 Abs. 1 und Abs. 2 der Satzung geregelt. Hier heißt es: „Die ordentliche Mitgliedschaft im RCDS können alle Angehörigen der Hoch- und Fachhochschulen im Land Bremen in akademischer Ausbildung, die die Satzung des RCDS Bremen und das Grundsatzprogramm des RCDS anerkennen, erwerben.“ / „Über die Aufnahme sowie einen möglichen Ausschluss entscheidet der Landesvorstand.“

Und aus diesem Grund haben wir, nachdem wir zwei Werktage vor unserer Landesmitgliederversammlung mehrere ausgefüllte Mitgliedsanträge erhalten haben, uns entschlossen, diese Bewerber noch nicht aufzunehmen. Unser Anliegen war, dem neuen Vorstand (wir wechseln den Studienort) die Gelegenheit und Zeit zu geben, die potentiellen neuen Mitglieder genau kennen zu lernen, um dann gewissenhaft entscheiden zu können, ob diese aufgenommen werden sollen oder nicht! Diese Zeit hatten wir vor der Wahl nicht mehr – sowie wir ebenfalls keine Mitgliedsanträge mehr unterschreiben wollten, wenn wir hinterher nicht mit den neuen Mitgliedern zu arbeiten haben.

Diese Entscheidung sollte dem neuen Vorstand übergeben werden, der den RCDS auf seinem erfolgreichen Weg weiterführen sollte. Weder unsere Satzung noch das deutsche Vereinsrecht schreiben dem Vorstand vor, in welchem Zeitraum Mitgliedsanträgen entsprochen werden muss!

Ohne dass wir die potentiellen Mitglieder bspw. durch Einzelgespräche kennen lernen konnten, wollten und konnten wir in der Vergangenheit sowie auch für die Zukunft nicht die Verantwortung für die Neuaufnahme von Mitgliedern übernehmen!

Also es ist doch eigentlich in allen Parteien so, dass wenn ich  einen Mitgliedsantrag unterschreibe, ich mich auch gleichzeitig zum Grundsatzprogramm bekenne.

Der RCDS ist eine Vereinigung der CDU:

“Der RCDS ist eine Sonderorganisation der CDU Deutschlands und zugleich der größte deutsche Studentenverband.” cdu.de

Warum gelten dann hier andere Regeln? Für mich bestätigt sich der Eindruck, dass der alte Landesvorstand nicht jeden zum Mitglied haben wollte, sondern nach der Nase der potentiellen Neumitglieder entschieden hat. Wer mir persönlich unsympathisch ist, den nehme ich nicht auf? Oder wollte man eine vorab ausgeklüngelte Mehrheit für den Vorstand nicht riskieren durch Neu-Mitglieder?

Und ich dachte immer, die Demokratie und auch Parteien leben vom Austausch unterschiedlicher Meinungen auf sachlicher Ebene und nicht davon, ob man sein Gegenüber persönlich leiden kann. Wo kämen wir denn hin, wenn politische Vereinigungen nur die Leute aufnehmen, die ihnen genehm sind? Wer uns nicht treu ergeben ist, der darf kein Mitglied werden? Ein anderer Grund kann es meiner Meinung nach nicht sein, denn alle Mitgliedsanträge kamen von Mitgliedern der JU und CDU. Darunter z.b. JU- Stadtbezirksvorsitzende, stellv. JU-Kreisvorsitzende und auch der Landesgeschäftsführer der JU. Diese sind den Herren Siewert und Voelcker also unbekannt? Unglaubwürdig! Und ich bin mir sicher, die genannten dürften die zitierte Passage aus der Satzung wohl allemal erfüllen:

„Die ordentliche Mitgliedschaft im RCDS können alle Angehörigen der Hoch- und Fachhochschulen im Land Bremen in akademischer Ausbildung, die die Satzung des RCDS Bremen und das Grundsatzprogramm des RCDS anerkennen, erwerben.“ 

Sie sind allesamt mit dem Grundsatzprogramm der CDU, der JU und damit wohl auch des RCDS einverstanden. Ich halte das nachwievor für ein falsches Demokratieverständnis und eine Frechheit. Grundlos wird hier unterstellt, man wolle sich nicht an das Grundsatzprogramm oder die Satzung halten. Vorverurteilung könnte man auch sagen.

Das es keine zeitliche Vorgabe für die Aufnahme von Mitgliedern gibt ist mir bekannt. Doch ist es wohl gelebte Praxis, auf der nächsten Vorstandssitzung nach Eingang eines Mitgliedsantrages über diesen zu befinden. Jedenfalls kenne ich es aus verschiedenen Organisationen nicht anders. Diese böswillige Verzögerung  der Aufnahme ist für mich nicht akzeptabel.

Die vom Autor des Blogs erhobenen Anschuldigungen, Vorwürfe und Beleidigungen weisen wir entschieden zurück und distanzieren uns davon.

Tobias Siewert, ehemaliger Landesvorsitzender / Philip Voelcker, ehemaliger stv. Landesvorsitzender und Landesschatzmeister / Mitja Roman Kuhl ehemaliger stv. Landesvorsitzender

Keinen der Herren habe ich beleidigt. Sie haben mich auch nicht für den RCDS werben wollen, sondern lediglich zur Wahl aufgefordert. Sollte hier dieser Eindruck entstanden sein, entschuldige ich mich dafür.

Die Begründung für die Nicht-Aufnahme der potentiellen Mitglieder zeugt für mich immernoch von einem verqueren Demokratieverständnis und Verständnis über die Grundsätze von poltisich aktiven Organisationen. Bei keinem Antragssteller lagen eklatante Gründe für eine Ablehnung der Mitgliedschaft oder die böswillige Verzögerung der Aufnahme vor. Hätte es eklatante Ablehnungsgründe gegeben, hätte der Landesvorstand diese sofort abgelehnt. Die Begründung ist für mich fadenscheinig.

Was aber für mich persönlich noch interessant ist:  Der ehemalige Landesvorstand sagt kein Wort zum Thema Beisitzerwahlen. Auf der Tagesordnung stand die Wahl von “bis zu drei Beisitzern”. Die Tagesordnung wurde von den anwesenden Mitgliedern so beschlossen und hatte somit Gültigkeit. Mir ist es schleierhaft warum dann der Antrag vom Landesvorstand gestellt wird, keine Beisitzer zu wählen. Hätte es keine Interessenten gegeben, ok. Aber es gab mindestens zwei, die sich um dieses Amt bewerben wollten. Ein Vorgang, den ich in dieser Art noch nie erlebt habe. 

Da sind Mitglieder, die sich engagieren wollen und denen stößt man vor den Kopf. Begründung auf der Sitzung war sinngemäß: weil man sich sein Vorstandsteam ausgeguckt hat. Befürchtet der neue Landesvorsitzende etwa, dass die Harmonie gestört werden könnte? Oder fürchtet der neue Landesvorstand eine sachliche, inhaltliche Diskussion? Warum hat man nicht wählen lassen? Entweder die beiden Interessenten wären in den Landesvorstand gewählt worden oder eben nicht. Kann es sein, dass man auch hier aus persönlichen Befindlichkeiten eine Wahl abgelehnt hat? 

Ich halte es immernoch für ein starkes Stück, dass sich der alte und neue Landesvorstand hier geleistet hat. Für mich sind alle Anzeichen eines Klüngelhaufens erfüllt. Schade für die Wähler des RCDS.

Und ich bleibe dabei: Das Verhalten, dass der ehemalige Landesvorstand hier gezeigt hat ist für einen echten Demokraten untragbar!

RCDS Bremen – Demokratie mal anders

24 Jun

RCDS Bremen – Demokratie mal anders

logo180x90blau Tja – es dauerte wirklich lange. Und es waren viele, verdammt viele Idioten dabei, die es versucht haben. Aber irgendwann kam dann doch einer, der es geschafft hat. Ich bin dem RCDS beigetreten. Ich habe mich überzeugen lassen. 

Nun war ich der Meinung, ich wäre dem RCDS beigetreten und bin frohen Mutes zur Mitgliederversammlung am Dienstag gegangen. Tja, da wurde mir vom stellvertretenden Vorsitzenden Philip Voelcker mitgeteilt, dass ich gar kein Mitglied bin. Warum? Das habe ich mich auch gefragt. Die Antwort war sinngemäß:

“Weil wir dich nicht kennen”

Hm, nun habe ich dort eine hochschulpolitische Vereinigung, die mich nicht aufnehmen möchte! Bin ich etwa Stadtbekannter Verbrecher? Nein! Warum dann? Ja, ich habe mich kritisch zu den Vertretern des RCDS geäußert! Das wurde mir vorgeworfen. Bestreite ich auch gar nicht. Diejenigen, die mich bis dato angesprochen haben waren auch Vollpfosten. Aber es kamen andere, die mich überzeugen konnten mit Argumenten.

Naja, nun war ich also auf dieser Mitgliederversammlung. Ich wollte fragen, warum ich nicht aufgenommen wurde. Zumal ich Mitglied der CDU und der JU bin – von daher mit dem Grundkonsens der Partei konform gehe. Und ich wurde in feinster Manier vom Vorstand, Tobias Siewert und Philip Voelcker, abgewürgt. Man fiel mir ins Wort und hat mich nicht aussprechen lassen. Soviel zum Ring Christlich “Demokratischer” Studenten. Schon ein trauriges Bild. Ganz nach dem Motto: Wer uns nich treu ergeben ist, den nehmen wir nicht auf!

Neben mir waren übrigens noch 8 weitere Mitglieder nicht Stimmberechtigt. Hier galt auch die Begründung, das man diese nicht kannte. Schon komisch, einer der Unbekannten ist der Vorsitzende eines JU Verbandes in dem Siewert Beisitzer ist. Das Tobias Siewert seinen eigenen Vorsitzenden nicht kennt ist nun vollkommen unglaubwürdig.

Die Versammlung ging weiter… Ein Vorsitzender wurde gewählt, dem ich durchaus meine Stimme gegeben hätte – aber ich durfte ja nicht. Dann wurden zwei Stellvertreter gewählt. Doch dann kam der Hammer!

Auf der Tagesordnung stand die Wahl von “bis zu drei Beisitzern”.  In fast jeder Satzung eines Jugendpolitschen Verbandes steht der Satz, dass “bis zu X Beisitzer” gewählt werden. Und normalerweise kenne ich es so, dass wenn sich 2 melden, auch 2 gewählt werden oder eben nicht. Aber es wird gewählt. Was ich beim RCDS erleben musste, war unglaublich! Bis zu drei Beisitzer konnten nach Einladung und Satzung gewählt werden. Doch der “Vorstand” hat den Antrag gestellt 0 (in Worten: NULL) Beisitzer zu wählen. Und das, obwohl es mindestens zwei Interessenten für diese Posten gegeben hat! Wahrscheinlich wollte man keine Beisitzer wählen, um kritische Stimmen aus dem Vorstand rauszuhalten.

Die Begründung war: Man hat sich vorab sein Vorstandsteam ausgeguckt. Und keiner sonst sollte die Harmonie stören – tolles Demokratieverständnis!

Der alte Landesvorstand vom RCDS Bremen hat bewiesen, dass er die Demokratie nicht verstanden hat. Transparenz erst recht nicht.  Ein trauriges Schauspiel von den Herren Siewert und Völcker. Eigentlich ein Armutszeugnis.

Insbesondere weil grade diese Herren sich damit gerühmt haben, dass sie evtl den neuen Asta an der Uni Bremen mit stellen und dort für mehr Transparenz sorgen wollen. Tobias Siewert und sein Stellvertreter Philipp Völcker hinterlassen ein peinliches Erbe. Glück für den RCDS, dass beide nicht wieder angetreten sind.

Der RCDS in Bremen ist ein Klüngelhaufen und nicht demokratisch. Schade für den neuen Landesvorsitzenden – dem ich durchaus einiges zugetraut hätte. Where is my Vote?

Bildungsstreik in Bremen: Was steht da eigentlich drauf?

17 Jun

streik

streik Heute war Bildungsstreik in Bremen und auch bundesweit. In Bremen waren wohl ca. 2000 Schüler, Studenten, Lehrer, Erzieher und alle die sonst nichts besseres zu tun hatten auf der Straße. Um 11 Uhr ging es am Bahnhof los.

Nun, ich war einer der sonst nichts besseres zu tun hatte. Da wollte ich doch glatt ein paar Fotos machen. Es dauerte nicht lange und die ersten – meist schulschwänzenden – Demonstranten kamen auf mich zu:

“Ey, was fotografierst du hier rum, bist du Presse oder was?” oder auch “Du darfst mich gar nicht fotografieren…”

Hat mich nicht weiter gestört – war schließlich eine öffentliche Demonstration. Und da ich keine Einzelfotos gemacht habe, sondern lediglich die Demonstration im allgemeinen – so what?  ”Transpi”-Träger wollen schließlich, dass ihr Argument in die Welt getragen wird – oder?

img 1725 150x150 Da wären wir auch schon gleich bei einem Punkt der mir auf Demonstrationen immer wieder auffällt: die Sprache! Zum einen harte Reden, die durchaus aufstacheln und gegen-gegen-gegen sind und zum anderen das Verniedlichende: “Transpis” oder auch “Lauti-Wagen”. Sehr spaßig.

Man demonstrierte so vor sich hin. Es muss ungefähr nach einer Stunde Demo gewesen sein, als ich neben mir ein paar Jugendliche bemerkte, die ein solches Transpi hochhielten. Ein schön großes, dass man  ihnen vom “Lauti-Wagen” gegeben hatte. Die Kiddies dürften ungefähr 11, 12, 13 Jahre alt gewesen sein. Nun liefen die schon eine stunde mit dem “Transpi” rum und irgendwann wurden sie dann doch neugierig:

“Was steht da eigentlich drauf?”

Ja, was steht da eigentlich drauf? Meine Güte – eine Stunde rennt man mit so einem Ding rum, ohne zu wissen was drauf steht!  

Hier und da flogen mal ein paar Eier – meist geworfen von zwei gelangweilten Punks, die ihr Bier schon geleert hatten. Nun traf man nicht den Klassenfeind oder die böse Polizei – sondern die Mitdemonstranten. Naja hauptsache, man hat was gemacht.

img 1735 150x150 Der “schwarze Block” war übrigens auch da – aber diesmal in der Anfänger Version – quasi der “schwarze Juniorblock”. Aber vermummt wie die großen, so standen sie vor dem Bildungssenat. Wo 2003 noch zig Studenten reingestürmt waren und den Laden mal auseinander genommen hatten – ja da standen die Vermummten und wussten nich mehr weiter. Da war das Etablishment so böse und hatte einfach die Schiebetür verschlossen. Gemeinheit sowas. Aber man hatte noch eine Geheimwaffe! Man spielte den  fiesen Mitarbeitern des Bildungssenats einfach einen Klingelstreich *hihi* Das haben die davon!

Die Polizei musste sich interessanterweise Sprüche anhören wie:

“Ohne Bildung wirst du Polizist!”

Warum nun die Polizei hier angegangen wurde, wird mir ein Rätsel bleiben. Die hat sich nämlich sehr zurück genommen und weder bei Verstößen gegen das Vermummungsverbot, noch bei Böllern oder Bengalfeuern eingegriffen. Sie hatte alles im Blick und es war eben auch eine sehr ruhige Demo. Natürlich abgesehen von den alten Sprüchen wie

“Wir sind hier, wir sind laut – weil man uns die Bildung klaut” oder “Kostenlose Bildung für alle – sonst gibts Krawalle”

img 1722 150x150 img 1664 150x150 img 1674 150x150

Immer wieder stiegen Menschen auf den “Lauti-Wagen”, um eine Rede zu halten oder ein Grußwort einer ausländischen Uni vorzulesen und simultan übersetzen zu lassen. Die Reden ähnelten sich vom Inhalt sehr stark. Die Studenten hatten meist den Bologna-Prozess, “abgeschaffte” Mittagspausen, Streichung von Professorenstellen in wichtigen Fachbereichen wie Soziale Arbeit oder die Straffung des Studiums zum Inhalt. Die Schüler und Gewerkschafter hatten dann noch die Lehrerbezahlung, Bezahlung der Erzieher, das Abitur nach 12 Jahren und Lehrmittelfreiheit im Blick. Alle jedoch schimpften auf das dreigliedrige Bildungssystem und lobten die Gesamtschule. Man solle doch nur mal nach Skandinavien blicken – dem PISA-Paradies.

img 1655 150x150 Nun ist es ja so, dass in Deutschland der Bildungsabschluss in besonderer Weise davon abhängt aus welchem Elternhaus man stammt. Wichtiger als in jedem anderen europäischen Land. Das muss man ja leider zugeben. Komisch, wo seit den 70er Jahren das Bildungssystem immer und immer wieder in Hinsicht auf Chancengleichheit refomiert wurde. Den Umbau der Bildung hatten sich die 68er auf die Fahnen geschrieben – als Grundstein für einen Gesellschaftsumbau. Doch Chancengleichheit wurde nicht erreicht.

Das Bildungssystem ist unterfinanziert – darin waren sich auch heute alle einig. Die GEW zum Beispiel fordert, die Bildungsausgaben um 30 Milliarden zu erhöhen. Doch reicht es mehr Geld in ein System zu stecken, dass nicht einmal sicherstellt das die Kinder in einem Schuljahr klüger werden? 2006 kam eine PISA-Befragung zu dem Ergebnis, dass 40 Prozent der Schüler nach einem Jahr Mathe keine Leistungsfortschritte gemacht haben. Acht Prozent verzeichneten sogar Leistungsabnahmen. Ob da mehr Geld helfen kann ist fraglich. Und das die Deutschen unterdurchschnittlich viel für Bildung ausgeben ist ein Trugschluss. Das Institut der deutschen  Wirtschaft hat errechnet, dass in Deutschland ca. 7000 Euro für einen Lernenden ausgegeben werden. Damit ist Deutschland in der Spitzengruppe – wie auch die OECD bestätigt. Traurig dabei ist, dass wir dieses Geld anscheinend nicht zielgerichtet investieren.

img 1645 150x150 Nun wurde auch heute wieder mit Blick auf die  skandinavischen Länder die Einheitsschule propagiert. Na klar, PISA hatte doch gezeigt, wie erfolgreich dieses Bildungssystem ist. Doch ist die Einheitsschule, die auch gerne Gesamtschule genannt wird, wirklich das Allheilmittel? In Nordrhein-Westfalen gibt es 217 Gesamtschulen, mehr als in anderen Bundesländern – die Reformer waren fleißig. Und doch landet NRW bei nationalen und internationalen Vergleichen immer wieder weit  abgeschlagen auf den hinteren Plätzen. Komisch, so dachte man doch, die Gesamtschule würde allen was bringen. Die stärkeren Schüler ziehen die schwächeren mit und alle bringen bessere Leistungen. Und der Blick nach Schweden und Finnland beweist es doch!? Diese Länder sind nicht grade dicht besiedelt – ein mehrgliedriges Schulsystem wäre deshalb unwirtschaftlich. Ob diese Länder mit einem gegliederten Bildungssystem eventuell noch bessere Leistungen bei PISA gebracht hätten – darüber sagt die Studie nichts aus. Norwegen lag übrigens mit seiner Gesamtschule noch hinter Deutschland. Dagegen haben sich  die Niederländer mit ihrem gegliederten Schulsystem ebenfalls in der PISA-Spitzengruppe positioniert. Komisch, liegt es vielleicht doch nicht daran wie homogen oder heterogen eine Klasse ist? Und selbst die Gesamtschulen müssen eine Auslese betreiben – es gibt an das Leistungsniveau angepasste Kurse für die Schüler. Dazu sagt Jürgen Baumert, Präsident des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung relativ nüchtern:

“Die Deutschen haben die falsche Diskussion geführt. Sie haben Glaubenskriege über die richtige Schulform geführt, statt sich darum zu kümmern, wie man Kinder klüger macht.”

Die Schlussfolgerung: Schule muss sich ändern, nicht die Schulform. Es ist nicht so wichtig, ob Kinder früh oder spät aufs Gymnasium gehen. Wie Schule funktionieren soll, muss die eigentliche Frage sein. Wie kann unser Bildungssystem Kinder klüger machen!?

img 1869 150x150 Zum Abschluss vor der Bremischen Bürgerschaft gegen 14 Uhrwar hat sich Demonstrationsfeld schon ziemlich gelichtet. Das dürfte daran liegen, dass um 13 Uhr viele Schüler die Demo verließen – schließlich war ja Schulschluss und danach interessiert man sich dann doch nicht so sehr für bessere Bildung. 

Interessant war übrigens noch, dass der Kapitalismus natürlich an allem Schuld war und ist – man muss ihn bekämpfen. Tja, gegen Kapitalismus skandieren lässt es sich eben ziemlich einfach mit einem Top von Dolce&Gabbana, einem T-Shirt von Ed Hardy oder Schuhen von Converse. 

Ein paar Eindrücke vom Bildungsstreik im bewegten Bild:

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Bildungsstreik in Bremen… das üben wir nochmal!

WiWiParty: Bilder online…

26 Apr

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collage kl Die Bilder der letzten WiWiPartyvom 23.04.2009 sind online. Wie immer fand diese im Magazin-Keller in Bremen statt. Auch dieses mal kamen viele hundert Feierlustige aus Bremen zum StugaWiWi. 

Der Stuga hat das ganze wiedermal wunderbar organisiert, das Bier war kalt, die Cocktails lecker. Aber das kennt man nicht anders von unseren Partie-Profis!

Zu finden sind einige  Bilder auf StudiVZ (auch hier) oder auch bei Facebookund Flickr. Das volle Paket gibt es aber wie immer nur auf StugaWiWi.de

Am Ende sind gut und gerne 300 Bilder im Kasten gelandet. Die besten 118 Bilder könnt ihr beim Stuga bewundern. Also schnell klicken! Um ein wenig Appetit auf die Bilder zu machen, hier schonmal ein kleine Vorschau:

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Und ein Hinweis auf die nächste Party vom Studiengang Wirtschaftswissenschaften soll natürlich auch nicht fehlen:

after sportfest 300x125 Also sehen wir uns am 26.05.2009 ab 20 Uhr auf der Treue!

Projekt, Studieren, Urlaub, Frühling

31 Mrz

Projekt, Studieren, Urlaub, Frühling

241811700 9f1cf7e7db m Endlich ist der Projektbericht abgeschlossen und die Präsentation gehalten. Die Präsentation mit prezi.com hat beim Professor durchaus Eindruck hinterlassen. Also einen positiven Eindruck. Und die Note ist mti 1,7 sogar super! Mehr als erwartet. Leider verlässt Professor Pyka die Uni Bremen, er hat einen Ruf nach Stuttgart bekommen – dem er auch folgen wird. Dabei hatte ich mich schon auf seine Veranstaltung im Sommersemester gefreut. Doof.

Und  das tollste ist, der Urlaub steht vor der Tür! Am Donnerstag geht es los richtung Abu Dhabi zu meiner Schwester. Die freut sich schon total auf ihren Brudi und ich freu mich auch. Das werden zwei geniale Wochen mit genialem Essen,  Sonne, Wüste und vielen Fotos.

Und hier in Deutschland übt in den zwei Wochen hoffentlich die Sonne ein wenig, damit bei meiner Rückkehr dann auch direkt die Sonne scheint. Und um dem Wunsch nachdruck zu verleihen hier ein geniales Sonnen-Lied:

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cc  photo credit: gari.baldi

Dem Tode geweiht….

13 Feb

Dem Tode geweiht….

… sind diese armen Gummibärchen. Tja irgendwas muss ja als Nervennahrung herhalten in der Klausurenphase. Einer nach dem anderen wird sich seinem Schicksal ergeben müssen.

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Analyse von Patentlandkarten

30 Jan

In meiner SBWL ging es um Patentlandkarten – Innovations und Projektmanagement. Warum sollte man Patentlandkarten nutzen? 

Die Anzahl der angemeldeten Patente steigt  von Jahr zu Jahr und mittlerweile sind nicht nur technische Erfindungen patentierbar. Immer stärker werden Geschäftprozesse (mit einem irgendwie gearteten Bezug zur Technik) patentiert. Beispiel gefällig? Das wohl bekannteste Beispiel ist Amazons One-Click Patent. Es geht darum, Artikel mit nur einem Klick zu kaufen, die Bezahlung, der Versand etc. wird automatisiert, der Kunde braucht nichts mehr zu machen.

Nun habe ich mich, zusammen mit meiner Projektgruppe mit dem Geschäftsprozess “Auftragsabwicklung” befasst. Welche Patente gib es zu den einzelnen Sub-Prozessen der Auftragsabwicklung? Die Datenbasis wurde nach Recherche beim USPTO recht groß: Mehr als 400 Patente. Eine Totalerhebung wäre angesichts von über 40.000 angemeldeten Geschäftsprozessen im Jahr 2008 utopisch.

Die Analyse zeigte, dass vor allem amerikanische und asiatische Unternehmen Geschäftsprozesspatente in den USA anmelden. Europäer haben noch nicht verstanden, sich auf diesem Markt durch Intellectual Property Rights zu schützen. Oder wollen sie es nicht?

Anhand von Patentlandkarten kann der Spielraum, der einem zur Absicherung bleibt sichtbar gemacht werden. Zentrale fragen sind: Wo stehe ich? Und wo stehen meine Konkurrente? Wer hat ein Technologiefeld durch Patente abgesichtert und ist dies für mich eine Bedrohung?

Bei Fragen, fragen!

Referat SVWL: Migranten als Unternehmensgründer

29 Jan

Referat SVWL: Migranten als Unternehmensgründer

47429687 23f6762f3b m Das Referat war ganz gut, es gab einige interessante Nachfragen. Doch nun muss das mündliche Referat noch in Textform gebracht werden – ist ja noch eine Woche Zeit.

Worum ging es eigentlich? Die Endogene Entwicklung durch Unternehmensgründungen im Raum Bremen. Speziell Migranten als Unternehmensgründer. Also sind wir der Frage nachgegangen, wie das endogene Potential von Migranten in Bremen genutzt und gefördert wird. Nun ist es sicherlich schwierig die “Döner-Bude” nebenan als wirklichen Beitrag zur Wirtschaftsförderung zu betrachten. Hier spielen eher Soziale Gründe eine Rolle für die Förderung. Unternehmensgründung als Integrationsprojekt.

Irreführend war danach der Hinweis des Professors, ob man sich nicht auch auf die Anwerbung von hochqualifizierten Migranten beziehen könnte, als echte Beitrag zur Wirtschaftsförderung. Meiner Meinung nach ist die Anwerbung von Hochqualifizierten aber kein endogenes Potential an sich – sondern exogen.

Hier die Folien der Präsentation

[slideshare id=961513&doc=praesentation20080822-1233152439703392-1&w=425]

 

cc  photo credit: massenpunkt

Der erste Uni-Tag

6 Jan

Da sagt der Mann im Radio doch glatt “-10° in Bremen” – wer hat denn da noch Motivation aufzustehen? Unverschämtheit dem inneren Schweinehund so direkt vorschub zu leisten.

Ja, heute ist der erste “echte” Uni-Tag im Jahr 2009. Was steht an? Finanzwissenschaft, Referat, Steuern und Globale Makroökonomie. Ein tolles Programm oder?

Das Referat wird noch ein Spaß werden. “Endogene Wirtschaftsentwicklung in Bremen – Migranten als Unternehmensgründer” ist das Thema. Vielleicht kann die BIG Bremen mir da weiterhelfen. Nina und ich werden das schon reißen.

Ach ja, Porsche hat heute bekannt gegeben etwas mehr als 50% der Aktien des VW-Konzerns zu besitzen. David übernimmt Goliath. Ein Hoch auf das VW-Gesetz.