Danke! Wirklich vielen Dank für diese Information! Ich bin froh, dass unsere Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU) mir die Augen geöffnet hat.
Bisher war ich ja immer der Meinung, dass Facebook, StudiVZ, MySpace und Co. Wohltätigkeitsorganisationen sind. Aber Jetzt habe ich natürlich eine vollkommen andere Sichtweise auf die Geschehnisse. Ilse Aigner hat mir die Augen geöffnet. Im Interview mit der heißgeliebten Nordwest Zeitung hat sie die Wahrheit endlich offenbart:
“Facebook ist 2004 als heimeliges Studentennetzwerk gestartet, das die Interessen seiner Mitglieder achtete und deren Profile schützte. Heute verfolgt Facebook das Geschäftsmodell, die Profile seiner Mitglieder durch immer neue Verknüpfungen zu Geld zu machen.”
Ich bin schockiert! Oder doch nicht?
Ich glaube wirklich, dass Zuckerberg sein Netzwerk als “heimeliges Studentennetzwerk” gestartet hat. Doch bin ich der festen Überzeugung, dass Zuckerberg sehr schnell das Potential erkannt hat und seit dem alles andere “heimelig” agiert, sondern durchaus profitorientiert. Aber diese Erkenntnis dürfte bei Zuckerberg schon lange vor dem Markteintritt in Deutschland gekommen sein.
Soziale Netzwerke leben von den Daten, die Nutzer freiwillig bereitstellen. Ob diese Nutzer das nun aus Unwissenheit machen oder nicht ist egal. “Selber denken” kann einem niemand abnehmen – auch nicht der Staat. Dass die Daten, die wir den sozialen Netzwerken anvertrauen, zur Monetarisierung genutzt werden war doch immer klar. Wer anderes dachte, der muss sich seiner eigenen Dummheit schämen. Zumal man in Social Networks selbst darüber entscheidet, welche man preis gibt. Man ist nur so gläsern, wie man es will.
Aber Frau Aigner hat es auch endlich erkannt. Und deshalb bläst sie zum Kampf gegen Facebook. Ihr eigenes Profil hat sie schon gelöscht. Im übrigen macht nicht nur Facebook die Mitgliederprofile zu Geld. Auch StudiVZ, MeinVZ, SchülerVZ, Twitter, MySpace und alle anderen machen dies. Und warum? Weil eben der Betrieb auch finanziert werden muss. Ganz ehrlich: ein wenig bin ich froh darüber. So werde ich nicht mehr mit uninteressanter Werbung bombadiert, wie zu Anfangszeiten des Internets. Jetzt bekomme ich Werbung, die mich auch interessiert. Oder eben interessieren könnte.
Was ich spannend finde ist, dass Frau Aigner immer nur gegen Google, Facebook und Co poltert. Die etablierten Datensammler ignoriert sie völlig. Und das sind einige. Fangen wir bei der GEZ an und gehen weiter über die SCHUFA, Rabattkarten bis hin zu den staatlichen Geodiensten. Bei diesen wissen wir nicht mal, was über uns gespeichert ist – geschweige denn in welches “Cluster” wir eingeordnet sind. Eine Auskunft bei der SCHUFA kostet Geld – zumindest für das PostIdent Verfahren. Was speichern Rabattkarten alles über uns? Auch diese können detaillierte Bewegungsprofile erstellen und wissen dann auch noch was man im nächsten Sexshop gekauft hat. Oder das Telefonbuch: Ich könnte mich nicht daran erinnern, dass meine Eltern informiert wurden, das ihre Daten nun im Internet einzusehen sind. Aber nein, da sollten wir besser nicht drüber reden. Die Frau Ministerin macht es ja auch nicht. Das bringt auch keinen “Buzz”, mehr Aufmerksamkeit bekommt man mit Google und Facebook.
Und das unsere Frau Ministerin nicht gegen die zuletzt genannten poltert ist vollkommen in Ordnung. Das sind ja keine Großkonzerne aus dem bösen, bösen Ausland.
Huppala, StudiVZ ist ja gar nicht aus dem Ausland. Auch hier werden die Nutzerprofile für die Monetarisierung genutzt. Frau Aigner, handeln sie SOFORT!
P.S. Wer Sarkasmus findet, der darf ihn gerne behalten!
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