YouTube und Musik – wie ist das eigentlich bei euch?

Nov 16th, 2009 | By Simon Zeimke | Category: | Dies und Das, Featured

featured_kaffeeEs werden ja immer wieder Videos bei YouTube gelöscht, weil sie gegen Urheberrecht verstoßen. Die Plattenfirmen sind ja massiv hinterher diese Videos zu löschen. Auf der einen Seite kann ich das gut verstehen, weil irgendwie muss eine künstlerische Leistung auch honoriert werden. Aber  dennoch klicke ich mich gerne durch die verschiedensten Musikvideos oder einfach nur Songs bei YouTube. Und  schade ist es dann, wenn man einen Song in einer Playlist hat und dieser dann nicht mehr verfügbar ist.

Wie ist das bei euch? Lasst ihr euch auch von der Vielfalt bei YouTube inspirieren? Oder findet ihr neue Künstler, die bei euch eigentlich gar nicht auf dem Schirm waren? Also bei mir ist es so. Und was ich selbst bei mir gemerkt habe: Wenn ich einen Künstler zufällig oder auf Empfehlung bei Facebook oder Twitter auf YouTube gefunden habe und dieser mir gefällt, dann kaufe ich früher oder später auch ein Album bei iTunes.

Ob der Song nun legal oder “illegal” bei YouTube hochgeladen wurde, ist mir dabei recht egal. Wenn der Künstler mir zusagt, dann kaufe ich am Ende doch das Album. So verdient die Plattenfirma und auch der Künstler. Finde ich persönlich fair. Wer gute Leistung abliefert und mir auch noch gefällt, der soll auch daran verdienen.

Wie ist das bei euch? Guckt ihr nur bei YouTube oder kauft ihr früher oder später dann doch das Album? Ist das vielleicht sogar ein viel zu unterschätzter Vertriebskanal?

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4 comments
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  1. Die Musik aus der Tube ist unverzichtbar – ohne YT würde ich die hunderten Lieblingslieder alle nicht haben und hätte sie auch niemals gefunden. Und was richtig gut ist, wird bei iTunes gekauft oder live besucht – und daran verdienen dann auch die Künstler. Und: Seit ich Musik über YouTube recherchiere, gebe ich eindeutig mehr Geld für Musik aus. Mein MacBook ist hardwaremäßig deswegen auch weniger wert als die Daten darauf… :-)

  2. “Durch Vielfalt inspirieren lassen” und “vorher unbekannte Künstler auf den Schirm bekommen” funktioniert bei mir über – festhalten! – Radio und häufig auch Webradio. Gerade letzteres als Spartensender bringt das, was ich mag und meistens noch nicht kenne. Beides hat jedoch den Vorteil, außer dem Anschalten keine Zeit oder Tätigkeiten abzuverlangen. Gefällt ein Song lässt sich im Zweifelsfall per der Playlist nachvollziehen, von wem er war. Gefäät etwas wirklich gut, kaufe ich das Album.
    Dein Punkt ist jedoch ein anderer: Dass manche Plattenfirmen offenbar die Werbewirksamkeit von YouTube anders gewichten als diejenigen, die die Clips hochladen, liegt auf der Hand – Untersuchungen zur Wirkung von viralem Marketing, zu dem ich die Form der Verbreitung von Musik über Videoclips einfach mal zähle, hin oder her. Dem ist wohl nicht viel hinzuzufügen.

  3. Radio ist ja noch was anderes, weil das ja bereits vergütet ist.

    Und YouTube ist hier mal einfach stellvertretend für alle Plattformen, wo “illegal” Musik verteilt wird, genannt.

  4. Wirklich neu ist das ja alles nicht. Seit 10 Jahren schiebt die Musikindustrie so ziemlich alle ihre Probleme auf die illegalen Downloads, da ist es fast klar, dass YouTube nur als weitere Bedrohung gesehen wird und nicht als Chance.

    Bei mir ist es ähnlich wie bei dir, ich höre mir auch vieles bei YouTube an und treffe dann unter Umständen eine Kaufentscheidung. Ich kann zwar nicht behaupten, dass ich nun mehr Musik kaufe als früher, aber sicher auch nicht weniger (und wenn dann nicht wegen YouTube).

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