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Kapitalismus ist gut!

5 Jul

2630539049 37e633c709 m Der Kapitalismus wird immer wieder gescholten. Laut seinen Kritikern ist er schuld an Armut, Klimawandel und natürlich auch sozialer Ungerechtigkeit. Die Kritiker fühlen sich durch die Krisen, wie auch die aktuelle Finanz- und Wirtschaftskrise natürlich vollends bestätigt. Und sie verkünden immer wieder das Ende des Kapitalismus.

Aber es gibt auch lobende Worte und Befürworter. Eigentlich müsste es jedem klar sein: Ohne Kapitalismus hätten wir heute nicht den Lebensstandard, den wir haben! Ziel ist es, ganz egoistisch, Gewinn zu erzielen. Produkte möglichst preisgünstig herstellen und dann gewinnbringend verkaufen. Diese egoistischen Motive in ihrer Gesamtheit bringen der Gesellschaft viele Vorteile.  

Einen sehr guten Beitrag hat Michael Miersch in der Welt veröffentlicht. Er versteht den Kapitalismus und die Krisen folgendermaßen:

Es ist die Wirtschaftsweise, die sich ergibt, wenn man die Menschen einfach machen lässt. Krisen gehören zum Kapitalismus wie das Bauchweh zum Festschmaus. 

Zehn Argumente hat er für den Kapitalismus gesammelt und eines dagegen. Sein Kommentar “Warum der Kapitalismus beibehalten werden muss“ erörtert in diesen zehn Punkten die Vorteile des Kapitalismus:

  1. Kapitalismus ist eine Wohlstandsmaschine
  2. Kapitalismus schafft Arbeitsplätze
  3. Kapitalismus ist gesund
  4. Kapitalismus tut viel für Bildung
  5. Kapitalismus fördert den Fortschritt
  6. Im Kapitalismus gedeiht die Gleichberechtigung
  7. Kapitalismus ist der beste Verbündete der Freiheit
  8. Kapitalismus braucht Frieden
  9. Kapitalismus fördert Umweltschutz
  10. Im Kapitalismus florieren die Künste

Und als Argument gegen den Kapitalismus führt Miersch auf:

Kapitalismus macht unglücklich

Ein Kommentar zum Kapitalismus der mir aus der Seele spricht und auf den ich lange gewartet habe. Der Artikel bringt es auf den Punkt und deshalb möchte ich euch diesen sehr ans Herz legen!

cc photo credit: iChaz

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6 Responses to “Kapitalismus ist gut!”

  1. Martin 5. Juli 2009 at 21:00 #

    Herr Miersch macht es sich mit seinem Artikel für die Welt sehr einfach. Seine zehn “Argumente” sind völlig hahnebüchen…”Kapitalismus braucht Frieden”, “Kapitalismus fördert Umweltschutz”…Kapitalismus macht auch genau das Gegenteil…Krieg und Umweltzerstörung, Kinderarbeit und Dumpinglöhne, Sweatshops und Zwangsarbeit…all das sind die Folgen, “wenn man die Menschen einfach machen lässt.”

    Kapitalimus ist weder gut noch böse. Er ist das, was wir daraus machen. Herr Miersch vergleicht die Krise mit dem Bauchweh nach einem Festschmaus. Ähhh…was will er uns damit sagen? Ich glaube, dass der Kapitalimus reformbedürftig und reformfähig ist. Der Populismus von Michael Miersch hilft nicht weiter.

    Wenn diese Krise des Kapitalismus nur der Bauchweh nach dem Festschmaus ist, dann ist der Artikel von Michael Miersch wahrscheinlich die dazu gehörende Flatulenz.

  2. Realist 7. Dezember 2009 at 23:24 #

    In der Tat machen es sich viel zu Viele Leute zu einfach und versuchen diese Illusion zu verbreiten dass Kapitalismus grundsätzlich gut sei…..

    Mir ist es eigentlich egal was andere Leute für Meinungen haben. Ich versuche das Ganze immer realistisch zu sehen.

    Nicht der Kapitalismus ist das Problem sondern der menschliche Egoismus ist die Ursache aller Probleme.
    Wenn jeder Mensch auf der Welt, welcher sich einen gewissen Luxus leisten kann, ab sofort darauf verzichten und seine eigene Faulheit zur Seite schieben würde, könnte sich die immer schlimmer werdende Lage schnell entspannen und normalisieren.

    Doch der Mensch unterliegt immer seinem Drang von Fortschritt und besserem Lebensstandart. Deshalb wird er nur selten freiwillig auf Etwas verzichten wollen.

    -Die Wohlstandsmaschine Kapitalismus ist einseitig. Die Differenz zwischen Armut und Wohlstand wird gefördert. Irgendwer muss ja die immer billiger werdenden Produkte herstellen und einem Anderem muss der eingesparten Betrag zu Gute kommen.
    Jeder Mensch kann ohne grosse Einbussen auf ein bisschen Wohlstand verzichten.
    -Wegen der Arbeitsplätze – Umso mehr Menschen es gibt, denen es so schlecht geht und welche die heutigen Lohnbedingungen bereit sind zu akzeptieren, dann ja…. es wird Arbeit geschaffen.
    -Da Kapitalismus im Gegensatz zu Umweltschutz steht (Dies beweist die aktuelle Wirtschaftskriese), sehe ich keinen Grund dass Kapitalismus gesund sein sollte.
    -Kapitalismus tut der Bildung absolut Nichts Gutes, da Bildung ein Kostenfaktor ist. Kuba hat eine der tiefsten Analphabeten Quote der Welt da es die Bildung nicht egoistisch sieht, sondern als Muss.
    -Kapitalismus fördert den Fortschritt einseitig, wo er in anderen Bereichen einen Rückschritt fördert.
    -Kapitalismus und Gleichberechtigung sind wie Feuer und Wasser. Dies werden weltweit immer häufiger werdende Aufstände Benachteiligter zeigen.
    -Freiheit ist ein sehr egoistischer Gedanke. Jeder Mensch hat eine andere Ansicht von Freiheit und mancher Menschens Ansichten wären sehr gefährlich für die Welt.
    -”Kapitalismus braucht Frieden”, dies ist kein Vorteil sondern eine Anforderung.
    -Umweltschutz…….. wurde schon erwähnt.
    -Florierende Künste durch Kapitalismus. Wie nennt man das heute? Genau, Kommerzindustrie…
    Ich finde nicht jede Kunst schön. Gesunde Kunst sollte Florieren, Kapitalismus fördert aber eher geldbringende Kunst.

    Das Gegenargument von Miersch dass Kapitalismus unglücklich macht finde ich jedoch auch nur teils zutreffend. Die aktuelle Wirtschaftskriese ist vielleicht nur das Bauchweh, jedoch Krebs kommt immer schleichend und wird zu spät erkannt um noch etwas dagegen zu tun. Der Kapitalismus ist der Krebs, nicht das Bauchweh…….

    <<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>

    Fazit: Die Menschheit muss lernen zu verzichten (In jeder Hinsicht)

  3. Simon Zeimke 8. Dezember 2009 at 00:19 #

    Danke für den Kommentar. Hab ihn nur überflogen erstmal, aber einen Punkt möchte ich jetzt bereits herausgreifen:

    “Die Wohlstandsmaschine Kapitalismus ist einseitig. Die Differenz zwischen Armut und Wohlstand wird gefördert. Irgendwer muss ja die immer billiger werdenden Produkte herstellen und einem Anderem muss der eingesparten Betrag zu Gute kommen.
    Jeder Mensch kann ohne grosse Einbussen auf ein bisschen Wohlstand verzichten.”

    Es ist doch so, dass Reiche durchaus reicher werden – deshalb klafft die Schere weiter auf. Aber es ist auch so, dass sich die Situation auch in den “Billiglohnländern” verbessert hat. Studien und auch die ökonomische Außenhandelstheorie zeigen dies ganz deutlich. Auch den Menschen in Dritte-Welt-Ländern geht es heute besser, als es noch vor 30 Jahren der Fall war. Und Schuld ist der Kapitalismus und der daraus resultierende Welthandel.

    Das soll kein schön Reden der – immer noch – nicht akzeptablen Lage in vielen Dritte-Welt-Ländern sein. Nur darf man nie den Einzelfall zu einem Zeitpunkt betrachten, sondern muss das Gesamtbild im Zeitverlauf sehen.

  4. Landsiedel 9. März 2010 at 16:14 #

    Sehr geehrter Herr Zeimke,

    erst einmal: Es geht nicht um Wohlstand oder Armut. Das sind reine Interpretationsfragen. Definieren Sie Wohlstand. Meinder bescheidenen Meinung nach würde der Kommunismus wunderbar funktionieren. Wäre ich der Staatschef der DDR gewesen (nur um das vorweg zu nehmen: Ich bin ein Wessi) hätte ich JEDEM Ausreisewilligen die Ausreise erlaubt. Und wer einreisen will: Bitteschön, soll er das tun. Dann wären die Menschen in der DDR zufrieden gewesen und hätten sich auch ab und zu ein paar Bananen und etwas Kaffee kaufen können. Ich kenne viele ehemalige Ossis. Jeder sagt, Stasi und Bespitzelung waren schlimm. Aber KEINER sagte mir, dass er in der DDR unglücklich gewesen wäre. Hätte man den Menschen auch noch erlaubt, den Staat zu kritisieren: Voilá: Alle wären wunschlos glücklich gewesen. Und das ganz ohne Kapitalismus. Der Kapitalismus per se ist nicht gut oder böse, sondern die Menschen, die mit ihm leben wollen oder müssen.

    Und abschließend, Herr Zeimke: Ich respektiere natürlich Ihre Meinung zum Kapitalismus. Aber bitte, tun Sie auch was dafür und bauen Sie Ihre Seite auf einen kostenpflichtigen, proprietären, schön teuren Anbieter um und nutzen Sie keinesfalls weiterhin dieses kommunistische, subversive Open-Source-Zeugs, das sich JEDER kostenlos herunterladen kann. Sie töten den Kapitalismus.

  5. Simon Zeimke 13. März 2010 at 03:48 #

    Hallo Landsiedel,

    also zum einen Danke für den Kommentar, zum Anderen gehe ich nicht mit ihrem Kommentar konform. In der DDR herrschte zum einen kein Kommunismus, sondern Sozialismus. Ein kleiner aber feiner Unterschied. Hinzu kommt, dass die DDR eine Diktatur war und deshalb per se nicht gut. Egal wer dieses Land regiert hätte – er wäre den Regeln des Sozialismus und der Partei unterworfen gewesen. Marktwirtschaft und Planwirtschaft sind zwei grundsätzlich unterschiedliche Dinge. Planwirtschaft geht einher mit Sozialismus, Kommunismus und Diktaturen. Marktwirtschaft hingegen ist ein elementarer Bestandteil von Kapitalismus – freier Marktwirtschaft. Marktwirtschaft orientiert sich an den Menschen und deren Bedürfnissen. Planwirtschaft orientiert sich an einem Plan – der von einer elitären politischen Klasse geschmiedet wurde.

    Es ist immer schön zu sagen: “Wenn ich regiert hätte, dann…” Aber sie haben nicht regiert. Und auch sie wären der Partei und vor allem Moskau unterworfen gewesen. Die DDR war kein freier Staat. Sie unterstand den Machthabern in Russland.

    Reisefreiheit in die eine und die andere Richtung sprechen sie an. Das interessante ist: in die DDR konnte man doch durchaus einreisen, sich dort niederlassen und in diesem diktatorischen System einnisten. Wenn es so gut war in der DDR, frage ich mich, warum sind dann nicht Millionen und Abermillionen in die DDR ausgewandert? Eben weil es eine Diktatur war, und Diktaturen unterjochen immer das Volk

    Sie verkennen, dass die Industrie der DDR zum Zeitpunkt der Wiedervereinigung Jahrzehnte hinter der Westdeutschen Industrie hinterher hinkte. Das ist nun kein Problem des Sozialismus, sondern der Planwirtschaft. Mit 5-Jahresplänen lassen sich die Bedürfnisse der Menschen nicht befriedigen. Die DDR war schon Mitte der 80er eigentlich Pleite – wenn nicht schon früher. Die Industrie war nicht in der Lage die Bedürfnisse der Menschen im eigenen Land zu befriedigen.

    “Hätte man den Menschen auch noch erlaubt, den Staat zu kritisieren: Voilá” – Auch so ein Punkt der absolut nicht zu einer Diktatur passt. Entschuldigen Sie bitte, aber so naiv können sie doch nicht sein.

    Und nun zu ihrem abschließendem Punkt: Dieser Blog ist aufgesetzt auf einem der besten Plattformen für Blogs: WordPress. Dies wird kostenlos zur Verfügung gestellt, aber das ist nicht konträr zum Kapitalismus. Open-Source ist ein Wirtschaftsfaktor und nicht “kommunistisch”. Das beste Produkt setzt sich durch – in diesem Fall ein Open-Source-Produkt. Und ich kann sie beruhigen: das Hosting bezahle ich natürlich.

  6. Krizzle 20. März 2010 at 01:12 #

    Kapitalismus ist eine Wohlstandsmaschine? Na klar, wir arbeiten ja nicht bis wir halb tot sind für unser Geld. Kapitalismus macht die Reichen reicher und die Armen ärmer, so und nicht anders sit es, einfach eine unübersehbare, leicht zu erkennende Tatsache. Hör mir auf. Was sollen das denn für Argumente sein?

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