Grundsatzrede: Obama in Kairo
5 Jun
Obama wollte in Kairo sprechen, zu den Muslimen in aller Welt. Diese Rede sollte historisch sein, ließ das Weiße Haus erklären. Nun, historisch war dann wohl doch zu viel des guten, befand auch das Weiße Haus. So wurde die Rede eine Stufe heruntergestuft, zur Grundsatzrede. Obama wollte eine Brücke bauen zur islamischen Welt, die Hand reichen zur Versöhnung. A New Beginning!
Obama plädierte für gegenseitigen Respekt
“Ich bin hierher gekommen, um mich für einen Neubeginn zwischen den Muslimen und den USA einzusetzen.”
Ob diese Rede helfen wird? Man weiß es nicht. Doch der erste Schritt ist gemacht worden.
“…that America and Islam are not exclusive and need not be in competition”
Sicherlich ein sehr interessanter Satz. Kann ein Staat überhaupt in einem Wettbewerb mit einer Religion stehen?
Obama hat die Großmacht Amerika nicht wie der heroische Sieger präsentiert, sondern dazu eingeladen auf einer Stufe miteinander zu reden. Hilfreich ist dabei sicherlich seine eigene Geschichte. Schließlich hat er einen Teil seines Lebens in Indonesien verbacht, dem größten islamischen Land der Welt. Er kennt diese Religion also und redet nicht nur darüber. Das kommt an.
Die Stimmung in Ägypten ist geteilt. Alle sind froh über die Rede berichtet der Spiegel, aber es gibt auch skeptiker.
Obama erscheine sympathisch, obwohl er doch ein Amerikaner sei.
Diese Rede war eben nur ein Anfang, Taten müssen folgen. Verloren gegangenes Vertrauen wieder aufzubauen bedarf viel Arbeit. Doch auch der längste Weg beginnt mit dem ersten Schritt.
Deshalb ist das Video der Rede (arabisch) sicherlich sehr sehenswert:
Update: Mittlerweile liegt die Rede auch in deutscher Übersetzung vor (Teil 1 & Teil 2) – bereitgestellt vom Amerikadienst der US Embassy
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