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Bin ich ein gläserner Mensch?

3 Mrz

54371294 ad79ee1455 m Es gibt so viele Portale, Social Networks, Web-2.0ige Seite und und und. Da kreist mir grade die Frage im Kopf, ob man zum gläsernen Menschen wird. Und wenn ja, ob das nun gut oder schlecht ist.

Ein Blog ist ja noch das kleinste “Übel” der Verführung, sich zum gläsernen Menschen zu machen. Und da ich so oder so in der Kommunalpolitik unterwegs bin,  ist der Blog nur eine andere Art der “Politiker”-Website. Da ist es eine Frage des Systems, dass man gerne nutzt. Früher habe ich ein “traditionelles” CMS genutzt, aber der Blog ist einfach praktischer.

Dann trat irgendwann Twitter in mein Leben. Inspiriert durch Obama – mal gucken was da so passiert. Wesentlich neugieriger dann beim Hessen-Wahlkampf. Und mittlerweile? Eigentlich ganz gerne dort. Dazu kommt natürlich die Web-2.0-typische Verknüpfungsfunktion mit anderen Seiten! Friendfeed, Facebook und Lifestream. Die knüpfen dann wieder Kontakt zu anderen Seiten, die auch interessante Funktionen haben.

MySpace, DopplrTwitter, Lifestream, Flickr, Facebook, DandyID, usw. verbreiten Informationen über mich. Aber was eigentlich? Doch nur das, was ich auch mitteile. Bin ich also  ”Herr der Information“? In gewisser Weise schon. Aber bin ich gläsern? Was erfährt man über mich? 

Über Twitter stelle ich sicherlich die  meisten Informationen zur Verfügung. Kurze Nachrichten über das, was ich grade mache, denke oder sehe. Informationsgehalt? Das mag jeder selbst beurteilen. Aber auch meine Meinungen zu Themen verbreite ich über Twitter. Besonders in Diskussionen mit anderen Nutzern – meist politisch motiviert. Aber als Kommunalpolitiker ist das nichts schlimmes, oder?

Bei Flickr sieht man Bilder von mir, aber auch über TwitPic und demnach auch Twitter. Aber eben nur jene, die ich auch veröffentlichen will. Bei Youtube, Vimeo und co gibt es das ganze dann als bewegtes Bild. Und man sieht welche Videos ich mag. Aber auch da wird nur veröffentlicht, was ich möchte…

Im Blog lasse ich mich dann über die “großen” Themen aus. Für mich ist das im Grunde die Basis, um meinem Selbstverständnis als “offener” Kommunalpolitiker gerecht zu werden. Ich will ja nicht nur im Rat meine Hand heben, sondern auch die Bürger informieren, die gerne “hinter die Kulissen” schauen möchten. 

Das ganze wird dann irgendwie wiederum auf Friendfeed, Lifestream, Facebook und Twitter zusammengeführt – warum auch nicht? Jeder der wollte, könnte mit ein wenig suchen über Google auch diese Infos so finden.

Fühle ich mich nun gläsern? Eigentlich nicht, da ich nur das offenlege, was ich will! Aber dieses ganze Web-2.0-Gedöns führt auch dazu, dass man aufpassen muss was man von sich Preis gibt. Die Verführung ist groß! Man muss überlegen, was man wie schreibt – schließlich ist damit jede Äußerung im Internet. Und das Internet vergisst nichts!

Aber mittlerweile kann ich sagen, dass ich über dieses ganze Web-2.0-Gedöns viele nette und kommunikative Meschen kennengelernt habe. Einige auch in der Kohlenstoff-Welt, andere bisher nur in der digitalen. Aber jeder erweitert meine Horizont ein Stück, eben durch die unterschiedlichen Vorstellungen und Meinungen.

cc  photo credit: transCam

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One Response to “Bin ich ein gläserner Mensch?”

  1. Billigflug 29. April 2009 at 12:59 #

    Hallo und guten Tag,

    ich behaupte, dass das Internet jeden von uns zu einem transparenten Wesen macht. Ich habe neulich meinen Namen gegoogled und war überrascht, dass ich in Verzeichnissen auftauchte, in denen ich mich noch nie zuvor eingetragen hatte.
    Ich beschloss daraufhin, einige meiner Portale zu aktualisieren. Ich habe zum Beispiel, sämtliche Fotos aus Facebook gelöscht, weil ich nicht von meinem zukünftigen Chef hören will, dass ich im Urlaub ziemlich betrunken gewesen wäre. Das weiß ich selbst und das hat niemanden zu interessieren!
    “Bin ich ein gläserner Mensch”- es hängt davon ab, wie gläsern man sein möchte. Man hat die Wahl zwischen der totalen Freigabe sämtlicher Informationen über das eigene Ich und einem eingeschränktem Informationsaustausch.
    Vor fünfzehn Jahren war der Beruf des Privatdetektivs noch sehr gefragt, doch mit der fortschreitenden Technik geriet dieser Beruf immer mehr in den Schatten des “WWW”.
    Heutzutage kann man alles finden, wenn man die richtigen Keywords eintippt. Man sollte sich im Vorfeld überlegen, was andere Menschen über einen erfahren dürfen und was eher verborgen bleiben sollte.

    Man kann darüber streiten, ob es sich dabei um etwas Positives oder eher etwas Negatives handelt. Wichtig ist was jeder Einzelne daraus macht.

    Mit bestem Gruß!

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