Hessenwahl: Analysen des Wahlkampfes 2.0
Jan 12th, 2009 | By Simon Zeimke | Category: | Allgemein, PolitikSo eben habe ich auf 72dpiclub eine sehr gute Analyse der Online-Aktivitäten von Thorsten Schäfer Gümbel und Roland Koch gelesen: Die webzwonullige Hesse komme mim Wahlkampf. Klar wird herausgearbeitet, dass Schäfer-Gümbel mit seiner personalisierten Online-Kampagne mehr aufmerksamkeit errekt und wesentlich weiter verbreitet ist als Roland Koch, dessen Online-Aktivitäten unpersönlich, fast schon anonymisiert über das webcamp09 ablaufen.
Welche Variante nun besser ist, kann natürlich noch keiner genau beurteilen – finden sich bei Twitter unter den Followern von TSG auch viele CDU-Wähler und einfach nur interessierte. Doch auch dem Twitter-Account vom webcamp09 verfolgen erklärte nicht CDU-Wähler die tweets
Welche Strategie TSG verfolgt wird auf Tautoko erörtert und durchaus kritisch betrachtet. Lesenswerter Artikel: Schäfer-Gümbel und Social Media – Die richtige Strategie?
Meiner Meinung sollte eine erfolgreiche Kamapgne aus beiden Varianten bestehen – personalisierte Aktivitäten konterkariert von unpersönlichen Berichterstattern à la webcamp09. Die (Hessen-)CDU hat auf diesem Gebiet sicher noch viel zu lernen.
Social Media wie Twitter, Facebook, MeinVZ und wie sie alle heißen wird in den nächsten Wahlkämpfen noch an Bedeutung zunehmen. Die Wähler wollen “live” bei ihrem Kandidaten dabei sein und direkt mit ihm in Kontakt treten und auch direkte Antworten bekommen.
Interessant wird es, wenn die nächste “Politiker-Generation” in die entsprechenden Positionen kommt – denn die sind mit Social Media groß geworden. Sie haben schon in der Schulzeit das SchülerVZ, StudiVZ, Facebook etc genutzt und können damit umgehen. Ob bei der Bundestagswahl 2009 Social Media schon ein große Gewicht beigemessen wird ist fraglich – spätestens aber bei der Bundestagswahl 2013 wird wohl kaum ein Kanzlerkandidat, angehender Minister, etc. auf diese Medien verzichten können. Interessant ist dieser Ansatz sicherlich auch für Bügermeisterwahlen in Großstädten. Kann doch der Bürger direkt mit dem Kandidaten vor Ort kommunizieren. In kleinen Städten ist das auch direkt möglich, aber in Großstädten wie Düsseldorf, Köln, Stuttgart oder Hamburg und Berlin schwer möglich.
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