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“Es geht in der Partei nur um Macht, Geld und Einfluss”

5 Jan

Die Linke in Hessen startet turbulent in das Wahljahr.  So berichtet es zumindest die Badische Zeitung. Aufmerksam wurde ich auf den Artikel auf Wortbruch.info. Doch was ist passiert?

Wie die Badische Zeitung berichtet haben bereits zum Jahresende 33 Mitglieder den Ortsverein Baunatal der Partei Die Linke verlassen. 33 klingt nicht viel, aber wenn dies fast 40% der Mitglieder sind – dann gleicht das einem Super-GAU.

Unter den nun ehemaligen Mitglieder sind auch der Vorsitzende, Bernd Heinike, und seine Stellvertreterin,  Stawri Sarbidi. Heinike begründet die Austrittswelle “mit fehlender Basisdemokratie, geheimen Zirkeln und E-Mail-Verteilern, mangelnder Streitkultur, Mobbing von Mitgliedern, Diskreditierung und Ausgrenzung von Hartz IV- und behinderten Mitgliedern sowie elitärer Kaderbildung.”

Interessant, dass gerade Hartz IV-Empfänger sich in der Nachfolgepartei der SED diskreditiert und ausgegrenzt fühlen. Spielt sich doch die SED Die Linke immer als die Rächerin der armen und schwachen auf.

Gegenüber der Badischen Zeitung erklärte ein Landesvorstandmitglied, dass die Partei und der Landesvorstand gespalten seien. Namentlich genannt werden wollte das Landesvorstandsmitglied natürlich nicht. Angst vor Repressalien?

Offene Kritik üben Kommunalpolitiker der Partei. Früher Mitglied der WASG, heute für Die Linke im Stadtrat von Rosbach (Wetteraukreis) kritisiert Helge Welker den zentralistischen Führungsstil der Berliner Parteiführung und die fehlende Basisdemokratie. Zitat: Es geht in der Partei nur um Macht, Geld und Einfluss, nicht um Politik.” Dem Gründungsgeist der Linken entspricht dies wohl nicht.

Die Parteispitze versucht sich in Schadensbegrenzung. Der hessische Landesvorsitzende Ulrich Wilken spricht davon, dass es keinen Mitgliederschwund gebe. Die Landesvorsitzende Ulrike Eifler, gleichberechtigt mit Wilken, erklärt, die Probleme seien ”Ausdruck parteiinterner Schwierigkeiten, die intern gelöst werden müssen”. Intern geregelt wurde auch in der SED viel. Man könnte sagen Eifler gibt den Kritikern anscheinend recht.

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  1. CDU-POLITIK.DE » Das Fundament der Linkspartei - 6. Januar 2009

    [...] Artikel von Simon Zeimke [...]

  2. CDU-POLITIK.DE » Linke Auflösungserscheinungen - 14. Januar 2009

    [...] SED Linken häufen sich. Und die Gründe sind immer die selben. Wir erinnern uns: “Es geht in der Partei nur um Macht, Geld und Einfluss” (auch hier zu lesen)- ok in anderen Parteien geht es auch um Macht und Einfluss, aber die Methoden [...]

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